Nach der Derbyniederlage sollte auswärst gegen den MTV aus Vorsfelde der erste Sieg für das Trainerduo Fynn Wiebe und Leo Meomartino her.

Bittere Schlusssequenz für die Regionalliga-Handballer des SV Alfeld: Beim MTV Vorsfelde musste sich das Team nach großem Kampf denkbar knapp mit 32:33 geschlagen geben und hatte den Ausgleich buchstäblich in letzter Sekunde noch in der Hand.

Dabei zeigte die Mannschaft im zweiten Spiel nach der Trennung von Trainer Robin Thiele eine deutliche Reaktion auf die Derby-Niederlage gegen den VfL Hameln. Von Beginn an waren die Alfelder hellwach, legten einen starken Start hin und gingen früh mit 3:0 in Führung. Besonders über Pascal Schuldes, Leon Dombrowski und Sören Lange fand der SV Alfeld direkt Lösungen im Angriff. Doch Vorsfelde, angeführt von Topspieler Lasse Giese, fand zunehmend besser ins Spiel und drehte die Partie Mitte der ersten Halbzeit. Mit einem 20:16-Rückstand aus Alfelder Sicht ging es in die Pause .

Auch im zweiten Durchgang blieb die Partie intensiv und umkämpft. Vorsfelde setzte sich zwischenzeitlich auf fünf Tore ab, doch die Alfelder bewiesen Moral. Angeführt von FynnThorge Risch, der mit acht Treffern bester Werfer seines Teams war, kämpften sich die Gäste Stück für Stück zurück ins Spiel. Spätestens in der Schlussphase war es ein offener Schlagabtausch auf Augenhöhe.

In den letzten Minuten überschlugen sich dann die Ereignisse: Nach dem 33:30 für Vorsfelde arbeiteten sich die Alfelder noch einmal heran, verkürzten auf 33:32 und erspielten sich in der letzten Aktion tatsächlich die Chance auf den Ausgleich. Knut Stasch behielt die Übersicht und setzte Joris von Losch am Kreis frei, doch dieser konnte den Ball völlig frei vor dem Vorsfelder Torwart unbedrängt nicht im Tor unterbringen.

So blieb es am Ende bei einer äußerst unglücklichen 32:33-Niederlage für den SV Alfeld, der sich für eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zur Vorwoche nicht belohnen konnte. Während Vorsfelde sich auf seinen überragenden Rückraumspieler Lasse Giese (13 Tore) verlassen konnte , zeigte Alfeld vor allem kämpferisch eine starke Reaktion, auch wenn am Ende nur die bittere Erkenntnis bleibt, dass ein Punkt absolut drin gewesen wäre. Damit bleiben die Alfelder in ihrer brenzlichen Situation auf dem drittletzten Tabellenplatz 16 und müssen aktuell hoffen, dass es weiterhin bei zwei festen Absteigern bleibt.