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Die SG Börde Handball hat überraschenderweise gegen den Tabellenführer HSG Rhumetal einen Heimsieg einfahren können.
Damit haben wohl die wenigsten gerechnet. Im Spiel gegen die als Tabellenführer in den Spieltag gehende HSG Rhumetal siegten die Börde-Adler am Ende mit 35:32 (21:21) und sammelten so Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Jedoch siegte an diesem Samstag auch die direkte Konkurrenz.
In der stimmungsvollen Schellerter Sporthalle entwickelte sich ein torreiches Spiel. Zunächst gaben die Rhumetaler den Ton an und erspielten sich nach knapp zehn Minuten eine 8:6-Führung. Die Börde-Handballer antworteten prompt und so war es ein Vier-Tore-Lauf, der die SG mit 10:8 in Front brachte (12.). Immer wieder ging es hin und her, so drehten die Gäste mit fünf Toren am Stück das Spiel von 14:11 für Börde zu einem 14:16. Angeführt von einem starken und treffsicheren Lothar von Hermanni, welcher neun seiner elf Tore im ersten Durchgang erzielte, hielt die SG weiter dagegen. Die torreiche erste Hälfte endete dann 21:21, als Jacob Bertram den letzten Angriff erfolgreich beendete. Es sah alles nach einem echten Torfestival aus.
Der Start in den zweiten Durchgang gehörte das Team von SG-Coach Dennis Bühn. Zweimal Kenny Blotor vom Siebenmeterstrich und einmal Niklas Kaufmann stellten das Ergebnis auf 26:22.
Dann wurde das Spiel aber unterbrochen. Grund dafür war eine Auseinandersetzung auf der Tribüne. Die Fanlager beider Teams, die während des Spiels eigentlich für eine lautvolle Stimmung sorgten, gerieten körperlich sowie verbal aneinander und die Emotionen kochten über. So dauerte es ein paar Minuten, bis sich die Situation auf den Rängen beruhigte und wieder Handball gespielt werden konnte.
Ähnlich torreich ging es in der Folge aber nicht mehr weiter. Dies lag auch daran, weil die SG-Keeper Jan Zieseniß und Finn-Yannes Arlt nun mehr Bälle parierten. Arlt war es, der erst einen Siebenmeter samt Nachwurf parierte und wenige Sekunden später den nächsten Strafwurf abwehrte. Als die Gäste zum 27:26 verkürzten, war der Börde-Vorsprung verschwunden und alles war bereit für eine packende Schlussphase, in welcher Börde nach Toren von Niklas Kaufmann und Jacob Bertram rund sechs Minuten vor Ende mit 31:28 führte. Zwar verkürzte Rhumetal noch einmal auf ein Tor, allerdings brachten die Börde-Adler den Vorsprung auch dank einer weiteren Siebenmeter-Parade über die Zeit. Am Ende feierte die Schellerter Sporthalle einen 35:32-Heimerfolg ihres Teams. Eckpfeiler des Heimsieges waren sowohl der starke Lothar von Hermanni mit elf Toren, als auch die verbesserte Torhüterleistung in Durchgang zwei, was nur elf Gegentore nach der Pause unterstreichen.
Nach Abpfiff war der SG die Erleichterung anzusehen. Verlor man vor einer Woche noch denkbar knapp das direkte Kellerduell in Heidmark, so setzte man mit dem Heimsieg gegen Rhumetal, welche auf den zweiten Tabellenplatz abrutschten, ein echtes Ausrufezeichen und zeigte, dass man gegen favorisierte Teams nicht nur lange Zeit mithalten sondern auch gewinnen kann. Ein Blick auf die restlichen Spiele des Spieltages könnten die Stimmung jedoch etwas trüben. Der Abstand auf die HSG Heidmark beträgt weiterhin fünf Punkte, da diese knapp beim TuS Vinnhorst II gewann. Zudem siegte auch der TSV Anderten II, die zwei Plätze vor der SG rangieren, gegen ein Team aus der Top-5.

Für die SG Börde Handball trafen: Lothar von Hermanni (11 Tore), Niklas Kaufmann (7), Simon Hümpel, Kenny Blotor und Jacob Bertram (je 4), Jens Keuntje (3), Fiete Lesemann und Jan Keuntje (je 1).
