Die Helios Grizzlys Giesen haben ihr Auswärtsspiel bei den WWK Volleys Herrsching mit 3:2 gewonnen und sich damit zwei wichtige Punkte im Kampf um die Top vier der Volleyball-Bundesliga gesichert.

Vor rund 800 Zuschauern im Münchner BMW-Park entwickelte sich wie schon im Hinspiel ein intensives Fünf-Satz-Duell. Die Grizzlys starteten stark in die Partie und erspielten sich im ersten Durchgang eine verdiente Führung. Über 20:17 und 23:19 ging es in die entscheidende Phase. Zwar verkürzten die Gastgeber noch einmal gefährlich, doch am Ende brachten die Grizzlys den Satz ins Ziel (23:25).

Im zweiten Abschnitt geriet Giesen früh ins Hintertreffen. Herrsching setzte mit starken Aufschlägen Akzente, während die Gäste zunächst Schwierigkeiten im eigenen Spielaufbau hatten. Dank stabiler Aktionen im Mittelblock, insbesondere durch Jakob Günthör und Miguel Sinfronio, kämpften sich die Grizzlys zurück und gingen zwischenzeitlich sogar in Führung. Dennoch sicherten sich die Hausherren den Satz und glichen aus (26:24).

Auch Durchgang drei verlief aus Sicht der Giesener alles andere als optimal. Die Fehlerquote stieg, Herrsching nutzte seine Chancen konsequent und stellte auf 2:1 (25:18). Trainer Itamar Stein reagierte mit personellen Veränderungen. Unter anderem kam Kapitän und Zuspieler Jan Röling ins Spiel.

Und genau dieser Wechsel sollte sich auszahlen. Im vierten Satz übernahm Röling immer mehr Verantwortung, brachte Struktur ins Zuspiel und setzte seine Angreifer besser in Szene. Besonders Diagonalangreifer Mark Rura profitierte davon. Mit zunehmender Spieldauer wurde er immer gefährlicher und kam am Ende auf starke 20 Punkte.

Giesen steigerte sich sichtbar, agierte druckvoller im Aufschlag und stabiler im Block. Der Satzausgleich war die logische Folge (20:25). Im Tiebreak blieb es eng. Beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, ehe Rura mit dem entscheidenden Punkt zum 16:14 den Auswärtssieg perfekt machte.

Jan Röling wurde im Anschluss zum wertvollsten Spieler seiner Mannschaft gewählt. Trotz des Erfolgs bleibt ein kleiner Wermutstropfen: Durch den Sieg im fünften Satz wanderten nur zwei statt drei Punkte auf das Konto der Grizzlys. Immerhin bauten sie ihren Vorsprung auf Rang sechs auf fünf Punkte aus. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht: Bereits am Samstag wartet im Niedersachsenderby in Lüneburg die nächste Herausforderung.