Das war ein hartes Stück Arbeit. Am Sonntag musste sich der Volleyball-Zweitligist TSV Giesen GRIZZLYS II im Spiel gegen den PSV Neustrelitz ordentlich strecken. Am Ende gewann die Suoerzweite der GRIZZLYS mit 3:2 (18:25, 17:25, 25:23, 25:18, 15:12) und fuhr den nächsten Heimsieg ein.

Stabile Konstante im Giesener Spiel war Julian Hoyer auf der Außenposition. Er bekam aufgrund dessen zu Recht auch die Goldene MVP-Medaille verliehen.

Spieler, Trainer und Fans machten über das gesamte Spiel ein Wechselbad der Gefühle durch. Denn zu Beginn ging bei den GRIZZLYS noch nicht viel zusammen. Immer wieder unterliefen den Schützlingen von Martin Richter leichte Fehler im Angriff, die die Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern gleich zu Beginn des Satzes dankbar mitnahmen und Ihre Führung in der Giesener Schacht-Arena Punkt um Punkt ausbauten. Trotz erheblicher Personalsorgen bei den Neustrelitzern, machten sie in der Anfangsphase das Spiel und brachten Ihre Angriffe regelmäßig ins Ziel. Zudem wackelte bei den Hausherren die Annahme. PSV-Diagonalangreifer Johannes Mönnich servierte zum Satzende vier Asse in Richtung der GRIZZLYS und damit war der erste Satz mit 25:18 bei den Gästen.

Satz zwei verlief ähnlich, denn die Jungs vom Kaliberg kamen nicht richtig in die Spur. Unglückliche Abwehraktionen, kein Zugriff im Block, viele Fehlaufschläge und unzureichende Effizienz im Angriff veranlassten GRIZZLYS-Trainer Martin Richter gleich zu mehreren Wechseln. Neben Zuspieler Julius Beerboom setzte er bewusst auch auf junge Spieler aus der eigenen 3. Herren der GRIZZLYS. So bekamen Jonas Rabe und erstmals auch Mats Römer Einsatzzeit. Sie machten Ihre Sache gut, konnten am Ende den Satz aber auch nicht mehr drehen. Somit ging Neustrelitz in der Schacht-Arena mit 2:0 in Führung.

Irgendetwas muss Coach Martin Richter in der 10 Minuten Pause angestellt haben, denn seine Jungs kamen wie verwandelt aus der Kabine. Auf einmal war ein komplett anderer Zug in der Mannschaft und das Team spielte sich in einen guten Rhythmus. Auf einmal gelangen Blocks, die Abwehr stand am richtigen Fleck und die Angriffe wurden konsequent genutzt. Somit waren die GRIZZLYS wieder im Spiel und erkämpften sich zur Mitte des Satzes einen Fünf-Punkte-Vorsprung. Dieser sollte aber noch mal schmilzen, denn einige Ungenauigkeiten im Angriff sowie unglückliche Aktionen im Block verhinderten einen klaren Satzgewinn. Erst zum Ende gewannen die Jungs vom Kaliberg wieder mehr Stabilität und konnten den dritten Satz mit 25:23 nach Hause bringen.

In Satz vier lief es dann besser für die Heimmannschaft. Mit der Sicherheit, den dritten Satz gewonnen zu haben, gelang dem Team der GRIZZLYS ein Start nach Maß. Beim 5:0 für die GRIZZLYS nahm Gäste-Trainer Bartolone seine erste Auszeit. Aber auch das half nicht, denn jetzt zündeten die GRIZZLYS ein wahres Feuerwerk. Egal ob aus dem Rückraum Julian Hoyer und Tizian Babel oder vorne am Netz von Phil Hotho, Zuspieler Julius Beerboom setzte seine Angreifer gewinnbringend ein. Dazu kamen noch diverse Blocks von Torben Kunze, der die Neustrelitzer zur Verzweiflung brachte. Somit ging Satz vier mit 25:18 klar an die GRIZZLYS und der Tie-Break musste entscheiden.

Der Entscheidungssatz begann allerdings nicht so wie Martin Richter ihn sich vorgestellt hatte. Bei 3:6 musste er erstmals eine Auszeit nehmen, um seine Jungs noch mal auf die Spur zu bringen. Das schien geholfen zu haben, denn ab diesem Zeitpunkt punkteten seine Jungs immer doppelt bei eigenem Aufschlag und ließen im Sideout, also nach der eigenen Annahme, nichts zu. Auch hier brillierten Torben Kunze im Block und Julian Hoyer verwandelte auf der Außenposition ebenso wichtige Punkte, so dass sich das Spiel drehte und die GRIZZLYS am Ende verdient mit 15:12 den Heimsieg feiern konnten.

TSV Giesen GRIZZLYS II: Jonas Rabe, Timon Peckmann, Mats Römer, Alexander Grüne, Phil Hotho, Tizian Babel, Julius Beerboom, Bennet Pommerening, Jannis Schröter, Linus Herrmann, Torben Kunze, Onno Möller, Julian Hoyer.

Verfasser: Claas Blume