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Als inhabergeführtes Unternehmen arbeiten wir seit 2002 in allen Fragen rund um die Themen Vorsorge, Finanzierung, Absicherung und Geldanlage.
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Der HC Eintracht Hildesheim gewann das Drittliga-Derby gegen die Sportfreunde Söhre am Freitagabend mit 27:25.
Das war knapper als erwartet. Am Ende trennen die Sportfreunde Söhre und den HC Eintracht beim 25:27 nur zwei Tore. Über weite Phasen des Spiels sahen die Zuschauer in der Sparkassenarena ein enges und von Kampf geprägtes Spiel, was 18 gepfiffene Siebenmeter unterstreichen. Das lag vor allem daran, dass der Underdog aus Söhre dem Favoriten Paroli bieten konnte und insgesamt eine gute Leistung zeigte, während Hildesheim eine ihrer schwächeren Vorstellungen bot. Apropos Zuschauer: ,,Nur“ 1607 Handballfans fanden am Freitagabend den Weg in die Arena – so wenig wie noch nie bei einem Derby in der Sparkassenarena. So blieben einige Plätze in der Halle frei, was aber an der lautstarken Derbystimmung beider Fanlager nur wenig änderte. Möglicherweise trug auch das EM-Halbfinale der Deutschen Handballnationalmannschaft, welches im Vorfeld des Derbys lief aber auch in der Halle übertragen wurde, seinen Teil dazu bei, dass einige Handballfans Zuhause blieben. Die fehlenden Zuschauer verpassten aber ein durchaus spannenderes Spiel, als sie noch in den Duellen zuvor geboten bekamen.
Erste Überraschungen sahen einige Fans bereits vor dem Anpfiff. Luca Hopfmann wärmte sich erstmals wieder mit der Mannschaft auf, einsatzfähig ist er nach seinem Kreuzbandriss im vergangenen Juni aber noch nicht und stand deshalb auch noch nicht im Kader. Zudem startete HC-Trainer Daniel Deutsch mit Jan Wesemann im Tor. Überraschend, da in den vorherigen Derbys Leon Krka mit teils über 20 Paraden zum Derbyhelden avancierte. ,,Das war abgesprochen. Wir wechseln uns jede Woche ab“, erklärten die beiden Torhüter nach dem Spiel. In seinem ersten Derby von Beginn an zeigte Wesemann eine ordentliche Vorstellung und parierte einige Würfe sehenswert. Auch sein Gegenüber, Jannis Nowitzki, war mit seinen Paraden ein großer Faktor dafür, dass das Derby spannend blieb.
Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, wobei der Start der Söhrer vielversprechend aussah. Erst trafen Tom Hanel und Niklas Ihmann zum 2:1, ehe Schlussmann Nowitzki den ersten Strafwurf gegen Piet Möller parierte. Möller machte es aber anschließend vom Siebenmeterstrich besser und stellte nach zwei Toren in Folge auf 6:4 aus Sicht der Eintracht (15. Spielminute). Richtig absetzen konnten sich die Hildesheimer aber nicht. Bissen sich die Sportfreunde aus Söhre im Hinspiel noch die Zähne an der offensiven und aggresiven Eintracht-Abwehr aus, so fanden sie in diesem Spiel deutlich mehr Lösungen im Angriff. Zudem halfen einige Fehler und Unkonzentriertheiten des schwachen Eintracht-Angriffs dabei, das Spiel weiter offen gestalten. Die Aktivposten Hanel und Ihmann waren es, die sechs Minuten vor der Pause zum 11:11 den Ausgleich herstellten. In die Kabinen ging es jedoch mit einer 14:12-Führung des Favoritens.

Nach dem Seitenwechsel sah es erst so aus, als wenn die Eintracht sich erstmalig deutlich absetzen könne. Eine Doppelparade von Wesemann und Tore von Möller und Juric brachten den HC erstmals mit vier Toren in Vorsprung (16:12). Doch die kämpfenden Sportfreunde hielten gut mit und verkürzten nach zwei Ihmann-Toren zum 15:17. Es sollten die letzten Tore von Niklas Ihmann in diesem Spiel sein, denn kurze Zeit später sah er nach einem Gesichtstreffer gegen Philipp Wäger vom Schiedsrichter-Duo Mandana Khalil und Elfi Oliger, welches auf beiden Seiten einige kuriose Entscheidungen traf und so für Unruhe sorgte, eine vertretbare rote Karte und konnte so in der Schlussphase nicht mehr mitwirken (42.). Anschließend blieb das nicht besonders ansehnliche Handballspiel aufgrund von unkonsequenten Angriffen oder Paraden weiter ausgeglichen. Auf einen Drei-Tore-Lauf der Eintracht fanden die Söhrer eine Antwort und trafen selbst zweimal in Folge. Acht Minuten vor dem Schluss traf Wäger zum 19:24. Für die entgültige Vorentscheidung reichte es noch nicht, da die tapferen Sportfreunde mit aller Kraft dagegen hielten und in den hektischen Schlussminuten noch einmal herankamen. Eine Minute vor dem Schluss traf Hanel zum 24:26, doch wenige Sekunden später war es wieder Wäger, der auf 24:27 stellte und das Derby schließlich entschied. Am Ende hieß es 25:27 und der nächste Derbyerfolg des HC Eintracht, der sich in diesem Duell spielerisch aber nicht mit Ruhm bekleckerte. Dennoch war die Freude bei Fans und Spielern nach Abpfiff groß, als es ,,Auswärtssieg, Auswärtssieg!“-Rufe in der eigenen Halle schallte.

Während man bei den Sportfreunden stolz auf die kämpferische Leistung gegen den Favoriten war und endlich mal wieder ein Derby sah, welches nicht schon in der ersten Hälfte entschieden wurde, war man beim HC Eintracht kritischer. ,,Mit zwei Punkten sollte man immer zufrieden sein, das Spiel insgesamt ist aber schon zäh gewesen. Wenig Spieler haben ihre Normalform erreicht“, resümierte HC-Coach Deutsch. Er führte fort: ,,Die Abwehr war mit Jan bei 25 Gegentoren wirklich okay. Aber wir spielen vorne nicht klar auf den Punkt. Die Zweikämpfe die wir führen, sind nicht so gut, dass die den nächsten Mann binden. Wir hatten entweder zu wenig oder zu viel Abstand, sind zu dicht dran. Eine schlechte Schussqualität, auch wenn wir uns Chancen kreieren. Dann ist das in Summe einfach ein ganz schönes Gegurke!“
Bester Werfer wurde Piet Möller mit 13 Treffern, davon zehn vom Siebenmeterstrich. Auf Seiten der Sportfreunde war es wieder einmal der gute Tom Hanel (11 Tore, davon sechs 7M-Tore). Auf beide Mannschaften wartet nun ein Auswärtsspiel. Während der HC am Freitagabend zur schwer zu bespielenden HSG Eider Harde muss, reisen die Söhrer am kommenden Samstag zum Tabellenfünften EHV Aue.

