Ein Fußball-Pokalheld war zwei Sätze lang scheinbar eine besondere Motivation. Beim 3:1-Heimsieg der Helios Grizzlys Giesen schwächelten die Volleyballer allerdings im dritten Satz kurzzeitig.

Vor den Augen eines Fußball-Pokalhelden haben die Helios Grizzlys Giesen in der Volleyball-Bundesliga ihr Heimspiel gegen die Volley Goats Mitteldeutschland mit 3:1 gewonnen. Jörg Sievers, der ehemalige Torwart und Pokalsieger von Hannover 96, war unter den 1888 Zuschauern in der Hildesheimer Sparkassen-Arena und er sah in den ersten beiden Sätzen ein dominantes Heimteam.

Gruß in die Menge: Jörg Sievers feuerte die Helios Grizzlys Giesen an.

Zwar liefen die Grizzlys zunächst einem Rückstand (1:4 und 4:7) hinterher, danach drehten die Giesener aber mächtig auf. Vor allem Oldie Cody Kessel und Lars Migge. In den entscheidenden Situationen suchte Zuspieler Ilya Ivanov immer wieder die beiden Angreifer. Kessel hatte mit seiner Erfahrung und cleveren Angriffsschlägen Erfolg, Migge überzeugte mit Wucht. Schnell hatten die Grizzlys das Spiel gedreht. Am Ende gelang den Grizzlys, auch dank der guten Aufschläge des jungen Mark Rura, ein glatter 25:19-Erfolg im ersten Satz.

Cody Kessel (links) zeigte sich in überragender Form.

Im zweiten Durchgang waren die Grizzlys vom ersten Punkt an voll da. Die Aufschläge waren präzise, die Annahme verteidigte richtig gut und der Block mit Miguel Sinfronio und Austin Wilmot war auch immer wieder zur Stelle. Mit 25:15 ging auch der zweite Durchgang an die Grizzlys. Zu diesem Zeitpunkt waren gerade einmal 50 Minuten gespielt. Die Fans machten sich schon auf einen kurzen Auftritt ihres Teams gefasst. Die Gäste aus Mitteldeutschland wollten sich aber nicht so einfach geschlagen geben. Insbesondere Zuspieler Paul Klimm und Angreifer Samuel Schellenberg waren extra motiviert, weil beide in der vergangenen Saison noch in der zweiten Mannschaft der Giesener spielten. So, wie auch Jannis Wehry, der aber nicht zum Einsatz kam. Da kann man schon von einer Grizzlys-Filiale in Mitteldeutschland sprechen. Im dritten Satz spielten die Grizzlys zu fehlerhaft. Das nutzten die Gäste aus Bitterfeld und Wolfen aus. Zwar hatten die Grizzlys nach einem durchwachsenen Satz drei Matchbälle, die sie aber allesamt nicht nutzen konnten und so gelang den Volley Goats mit 27:25 der Satzgewinn. Im vierten Durchgang hielten die Sachsen ebenfalls dagegen. Lange Zeit war der Durchgang ausgeglichen, erst zum Ende des Satzes setzte sich die Qualität der Grizzlys durch. Der eingewechselte Inaki Ramos und immer wieder Kessel, der auch zum wertvollsten Spieler gewählt wurde, waren nun erfolgreich. Beim 21:17 hatten die Grizzlys erstmals eine beruhigende Führung, die schließlich in einem 25:18-Satzgewinn endete. Der letzte Punkt war Mittelblocker Wilmot vorbehalten. In der Tabelle verbesserten sich die Grizzlys durch den verdienten Erfolg vorübergehend auf Rang vier.

Starke Bären: Die Helios Grizzlys blocken zu dritt einen Mitteldeutschen Angriff.