Am 26. Spieltag der Kreisliga steht mit Förste der erste Absteiger fest. Hasede ist dagegen nur noch einen Sieg vom Aufstieg entfernt.

Spvgg. Hüdd-Machtsum – VfV Borussia 06 Hildesheim II 1:1 (1:1).
Im Duell zwischen der Spvgg. Hüdd.-Machtsum und der Oberligareserve des VfV Borussia 06 Hildesheim gab es keinen Sieger – am Ende stand ein leistungsgerechtes 1:1. Die Gäste erwischten den besseren Start und erspielten sich durch Alpay Badir und Hesen Hamo gleich zu Beginn zwei hochkarätige Chancen, blieben aber im Abschluss zu harmlos. Stattdessen nutzte die Spielvereinigung ihre erste Gelegenheit: Erik-Maurice Wolligand scheiterte zunächst am VfV-Keeper, doch Mattis Probst stand goldrichtig und staubte zum 1:0 ab (30.). Die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. Nach einem abgefälschten Schuss bugsierte Modou Lamin Sonko den Ball aus kurzer Distanz ins Tor – der Ausgleich (37.). Kurz vor der Pause rettete Yan-Luca Marheineke mit einer starken Grätsche vor dem möglichen Rückstand. Die zweite Hälfte blieb umkämpft, aber arm an Höhepunkten. HüMax hatte durch einen Freistoß von Frederik Gerbrich die beste Möglichkeit, doch VfV-Keeper Anton Salge war zur Stelle. Auf der Gegenseite verfehlte ein Versuch von Lazar Aydin knapp das Ziel. Am Ende blieb es bei der Punkteteilung.

HüMax-Torwart Moritz Landsberg fängt den Ball. Foto: Bernward Jarzembski

SV Teutonia Sorsum – SSV Förste 3:2 (1:1).
Dramatik pur in Sorsum: Mit dem Schlusspfiff sicherte sich der SV Teutonia einen 3:2-Sieg gegen die SSV Förste. Bereits nach wenigen Sekunden hatte Mahmut Hamza das 1:0 auf dem Fuß, scheiterte jedoch am glänzend reagierenden Förster-Keeper Felix Kittke. Danach entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel mit vielen Fehlpässen – bis Leon Bruns einen Abpraller zur Teutonen-Führung verwertete, nachdem sich Leon Schrader stark durchsetzte und mit einem Schuss scheiterte (30.). Die Gäste antworteten jedoch prompt: Ein schneller Einwurf leitete den Ausgleich durch Philipp Weiss ein (39.), nachdem Teutonia-Schlussmann Jan-Niklas Duwe unter einer Flanke hindurchsegelte. Nach dem Seitenwechsel übernahm Sorsum die Kontrolle. In der 66. Minute kombinierten sich Tristan Werth und Louis Diedrich durch das Mittelfeld, ehe Joker Joshua Salland den Ball annahm, nach innen zog und zur erneuten Führung einnetzte – ein sehenswerter Treffer. Förste gab sich nicht geschlagen und kam erneut zurück: Nach einem verlorenen Kopfballduell bei einem langen Ball verwertete Luca Kollakowski den anschließenden Eckstoß per Kopf zum 2:2 (75.). Doch Sorsum hatte das letzte Wort: In der letzten Aktion des Spiels setzte sich Christopher-Martin Ertelt stark auf rechts durch und bediente erneut Salland, der mit dem schwachen Fuß zum 3:2-Endstand traf (90.). Durch die Niederlage steigt die SSV Förste in die 1. Kreisklasse ab.

Sorsumer Joshua Salland sorgte nach seiner Einwechslung gegen Förste für den Heimsieg. Foto: Gerhard Peisker

SV BW Neuhof II – SV Türk Gücü Hildesheim 1:2 (1:1).
Trotz Personalproblemen verkaufte sich die zweite Mannschaft des SV BW Neuhof gegen den Bezirksliga-Aufsteiger SV Türk Gücü Hildesheim teuer – belohnt wurde der große Aufwand am Ende jedoch nicht. Die Gastgeber standen tief und ließen den spielstarken Gästen den Ball, die zwar viel Ballbesitz hatten, diesen aber zunächst nicht nutzen konnten. Stattdessen schlug Neuhof eiskalt zu: Nach einem starken Solo von Felix Ulrich legte dieser quer auf Julius Balthasar Hehenkamp, der zur 1:0-Führung einschob (8.). Der Ausgleich ließ lange auf sich warten. Erst kurz vor dem Pausenpfiff schickte Hassan Atas mit einem feinen Steckpass Altin Nazifi auf die Reise, der eiskalt zum Ausgleich verwandelte. In der zweiten Halbzeit drückten die Gäste weiter – und wurden bei einem Standard spät belohnt: Nach einer Ecke erzielte Türk Gücü durch Valdrin Berisha den verdienten Siegtreffer. Trotz der Niederlage zog Neuhofs Coach Timo Schaer ein positives Fazit: „Von der Laufbereitschaft und der Defensivarbeit her – großes Kompliment an die Jungs. Das war, wie schon gegen Ahrbergen, wirklich stark.“

VfL Nordstemmen – FSV Algermissen 0:1 (0:0).
Der abstiegsbedrohte VfL startete gut in die Begegnung und hatte gleich zu Beginn des Spiels eine gute Möglichkeit, als Mike Sander nur den Pfosten traf. „Das rüttelte uns aber leider nicht so wach“, sagte der FSV-Trainer Michael Lang. Nordstemmen war weiter gut im Spiel, doch Torchancen blieben Mangelware. Ismail Manasra probierte es zwei Mal aus der Distanz. Die Gäste kamen lediglich nach Eckbällen gefährlich vor das VfL-Tor. Die beste Chance vergab Lian Umuhire Mugaragu mit einem Kopfball. Kurz danach scheiterte Mugaragu im Eins-gegen-Eins gegen den gegnerischen Torhüter.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Lang-Elf besser. In der 58. Minute erlief Mugaragu einen zu kurz geratenen Rückpass und schob zur Führung der Gäste ein. Nordstemmen zeigte sich vom Gegentreffer geschockt. Algermissen kam durch Anderson Kipre zu einer nächsten guten Tormöglichkeit, die ungenutzt blieb. So blieb es bis zum Schluss spannend. Doch am Ende konnte sich Algermissen nicht unverdient mit 0:1 in Nordstemmen durchsetzen und Platz Drei verteidigen.

TuS Lühnde – SV Alfeld II 2:3 (1:2).
Der Gastgeber zeigte gegen die Bezirksligareserve des SV Alfeld zwei völlig verschiedene Gesichter. Trotz starker zweiter Hälfte musste sich die Heimelf in letzter Minute mit 2:3 (1:2) geschlagen geben. „Das war eine bittere Niederlage. So wie die Halbzeiten gelaufen sind, wäre ein Remis gerecht gewesen“, bilanzierte Lühndes Trainer Tim Drewke nach dem Schlusspfiff. Im ersten Durchgang fand Lühnde kaum ins Spiel. „Wir kamen nicht in die Zweikämpfe, haben die zweiten Bälle nicht gewonnen und waren oft einen Schritt zu langsam“, kritisierte der Coach deutlich. Alfeld nutzte diese Schwächephase eiskalt aus: Sören Wunram traf nach einem Angriff durch die Mitte aus rund 16 Metern zum 0:1 (11.), wenig später erhöhte Nico Zoeller, der einen schönen Heber hinter die Abwehrkette erlief, auf 0:2 (24.). Kurz vor der Pause sorgte Felix Stotz per Kopf nach einer Flanke von links für den Anschlusstreffer (45.). Der Treffer brachte Aufwind. Die Gastgeber übernahmen nach dem Seitenwechsel das Kommando. Nach einem starken Umschaltmoment über halbrechts erzielte Mathis Hägert mit einem platzierten Schlenzer aus etwa 18 Metern den verdienten 2:2-Ausgleich (58.). „Das war zu dem Zeitpunkt absolut verdient“, betonte der Coach. In der Schlussphase hätten beide Teams den Siegtreffer erzielen können. „Da gab es auf beiden Seiten jeweils eine hundertprozentige Chance“, so Drewke. Doch dann kam der letzte Angriff des Spiels: Eine Flanke von links rutschte durch bis zur rechten Seite. Über Umwege kam der Ball zu Alessandro Schaper, der den Ball zum 2:3 über die Linie drückte (90.)

SV RW Ahrbergen – SC Drispenstedt 2:0 (1:0).
Bereits in der ersten Spielminute wurde es gefährlich: Ahrbergen tauchte direkt vor dem Drispenstedter Tor auf, doch Torhüter Mateusz Zollner parierte stark. In der vierten Minute war er jedoch chancenlos, als Nils Pliske per Kopf aus fünf Metern nach Flanke von Tim Lukaschak zur frühen Führung traf. Die Gastgeber blieben am Drücker – nur drei Minuten später retteten Janik Nowak und erneut Zollner in letzter Sekunde auf der Linie. Dann der nächste Rückschlag: Keeper Zollner musste in der zwölften Minute verletzt vom Platz. Für ihn kam David Roda, der gleich gefordert wurde – in der 20. Minute blieb er in einer Eins-gegen-Eins-Situation lange stehen und zwang den gegnerischen Stürmer zum Fehlschuss. In der 21. Minute zeigte sich der SCD erstmals offensiv: Bardhyl Avdiu setzte zu einem Schlenzer aus 18 Metern an, verfehlte das Tor aber knapp. Jetzt war Drispenstedt besser im Spiel, trat energischer auf und erspielte sich einige gute Aktionen. Daut Musolli versuchte es in der 28. Minute mit einer Direktabnahme, verfehlte das Tor jedoch deutlich. Ahrbergen hätte in der 32. Minute erhöhen können, doch ein Angreifer brachte den Ball aus drei Metern nicht im Gehäuse unter. David Roda zeigte bis zur Pause mehrfach seine Klasse, darunter eine starke Parade in der 36. Minute aus rund zwölf Metern. Kurz darauf musste auch Sven Walczyk verletzt ausgewechselt werden – die zweite Hiobsbotschaft für den SCD. Vor der Pause drückten die Gäste nochmal: Zwei Eckbälle in der 42. Minute sowie ein Flachschuss von Monir Omeirat in der 45. Minute sorgten für Gefahr, doch Ahrbergens Keeper hielt. Kurz nach Wiederanpfiff dann fast der Ausgleich: Nach einem Pressschlag zwischen dem SV-Keeper und Otman El Ferjani landete der Ball bei Mahmud Siala, dessen Direktabnahme allerdings misslang (51.). Ahrbergen blieb effizient – in der 58. Minute nutzten sie einen Konter über die linke Seite zum 2:0: Jacob Kiveta-Ndongalasiya ließ Roda im Tor keine Chance. Auch danach hatte der SCD kein Glück: Malik Ismail, erst kurz zuvor eingewechselt, musste in der 64. Minute nach einem Kopftreffer ausgewechselt werden – der dritte verletzungsbedingte Wechsel des Tages. In der Schlussphase verflachte das Spiel zunehmend, doch Dani Abdi zeigte in der 77. Minute noch eine starke Defensivaktion gegen zwei Angreifer. Kurz vor Schluss forderten die Gäste Elfmeter, doch der Schiedsrichter bewertete die Situation im Strafraum anders (89.). Die letzte Aktion der Partie gehörte Mahmud Siala, dessen Linksschuss in der 91. Minute aber nur das Außennetz traf.

Bardhyl Avdiu mit einem Zuspiel zu Mahmud Siala. Foto: Peter Straube

TuS Hasede – TSV Deinsen 3:0 (2:0).
Mit einer überzeugenden Leistung hat sich der TuS Hasede einen souveränen 3:0-Heimerfolg gegen den TSV Deinsen gesichert. Die Mannschaft von Trainer Milano Werner war über weite Strecken die klar spielbestimmende Mannschaft und ist nun nur noch einen Sieg vom sicheren Aufstieg entfernt. „Die personelle Situation war im Vergleich zu den letzten Wochen deutlich entspannter – und das hat man auf dem Platz auch gemerkt“, zeigte sich Werner nach dem Spiel zufrieden. „Die Jungs haben es gut umgesetzt.“ Nach einer zehnminütigen Abtastphase übernahm Hasede mehr und mehr die Kontrolle. In der 14. Minute hatten die Gastgeber die erste Großchance: Ein Traumpass von Kevin Illgen fand Tim Utermöhle, der frei durch war. Sein Abschluss wurde auf der Linie geklärt, auch der Nachschuss von Liam Müller wurde im letzten Moment geblockt. In der 34. Minute dann die verdiente Führung: Einen langen Ball von Utermöhle nahm Björn Karkoß auf und verwandelte aus 16 Metern zum 1:0. Kurz darauf tauschten beide die Rollen: Karkoß bediente Utermöhle, der zum 2:0 erhöhte. Auch nach der Pause zeigte Hasede eine konzentrierte Vorstellung. In der 66. Minute hatte Kevin Illgen nach Rückpass von Müller Pech – sein Schuss landete am Pfosten. Nur sieben Minuten später traf Tim Utermöhle die Latte. In der 79. Minute wurde Utermöhle im Strafraum gefoult, doch Kevin Illgen scheiterte vom Punkt an Mathias Meinhart im Deinsener Tor. Den Schlusspunkt setzte Hasede in der Nachspielzeit: Nach einem Fehler im Spielaufbau der Gäste schnappte sich der starke Karkoß den Ball und traf aus 16 Metern zum 3:0-Endstand. „Ein sehr souveränes Spiel von uns. Hat mir sehr gefallen“, so das Fazit von Milano Werner. Mit dem Erfolg hat Hasede die Tür zum Aufstieg weit aufgestoßen – ein weiterer Sieg genügt, um das Ziel endgültig perfekt zu machen.

Augen auf dem Ball: Hasede-Kapitän Tim Steinmeyer (rechts) im Zweikampf mit Deinsens Hoshyar Taha Bash. Foto: Anton Gebhard