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Am kommenden Wochenende wird es für das Team 48 Hildesheim erstmals ernst. Zum Auftakt in die neue Saison der 2. Bundesliga Frauen Nord wartet direkt ein anspruchsvoller Doppelspieltag auf die Mannschaft von Trainer Matthias Keller.
Am Samstag, 19. September, gastieren die Hildesheimerinnen um 19:30 Uhr beim TV Hörde, ehe es nur einen Tag später um 16 Uhr gegen den VCO Münster geht.
Schwere Aufgabe im Hörder „Hexenkessel“
Zum Auftakt wartet mit dem TV Hörde direkt ein Gegner, den Keller zu den stärksten Mannschaften der Liga zählt. Hörde ist aus der Sparda 2. Liga Pro abgestiegen und bringt entsprechend viel Erfahrung aus der höheren Spielklasse mit. Dort konnte das Team in der vergangenen Saison auch einige Siege feiern.
Hinzu kommt die besondere Atmosphäre in der Sporthalle Phoenix. Die kleine Halle, viele Zuschauer und eine regelmäßig hitzige Stimmung machen Auswärtsspiele in Hörde zu einer besonderen Herausforderung. Keller weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig es ist, dort etwas mitzunehmen.
Bereits vor zwei Jahren trafen Hildesheim und Hörde in der 2. Bundesliga aufeinander. Während das Team 48 sein Heimspiel verlor, gelang auswärts ein knapper 3:2-Erfolg.
Großen Respekt hat Keller auch vor seiner Trainerkollegin auf der anderen Seite. Die US-Amerikanerin Tonya „Teee“ Slacanin-Williams, selbst ehemalige Nationalspielerin, gehört für den Hildesheimer Coach zu den Top-Trainerinnen der Liga. Für das Team 48 dürfte damit bereits am Samstagabend eine erste Standortbestimmung anstehen.
Junge Nationalspielerinnen warten in Münster
Viel Zeit zur Erholung bleibt anschließend nicht. Bereits am Sonntagnachmittag geht es für das Team 48 gegen den VCO Münster weiter. Auch dort erwartet Keller eine anspruchsvolle Aufgabe.
Das traditionell junge Münsteraner Team hat sich nach Einschätzung des Hildesheimer Trainers im Vergleich zur vergangenen Saison vor allem hinsichtlich seiner Erfahrung weiterentwickelt. Mehrere Junioren-Nationalspielerinnen stehen im Kader und waren in diesem Jahr bereits bei einer Europameisterschaft im Einsatz.
Damit wartet auch am zweiten Tag des Wochenendes ein Gegner auf einem hohen Leistungsniveau. Gerade nach der kräftezehrenden Partie am Vorabend dürfte für die Hildesheimerinnen entscheidend sein, schnell zu regenerieren und erneut ihre bestmögliche Leistung abzurufen.
Drei Punkte sind das Mindestziel
Trotz des schwierigen Auftaktprogramms reist das Team 48 mit Selbstvertrauen zum ersten Saisonwochenende. Keller zeigte sich mit den absolvierten Vorbereitungsturnieren sehr zufrieden. Das Mindestziel ist klar formuliert: Aus den beiden Begegnungen sollen mindestens drei Punkte mit nach Hildesheim genommen werden.
Personell kann der Trainer dabei auf mehreren Positionen auf bewährte Kräfte aus der Vorsaison setzen. Im Zuspiel bleibt Lena Onnen eine zentrale Säule. Auch auf der Außenposition setzt das Team 48 weiterhin auf Nina Laudien, Vanja Przulj und Rachel Gunn.
Bitterer Ausfall vor dem Saisonstart
Einen schmerzhaften Rückschlag muss Hildesheim allerdings bereits vor dem ersten Spieltag verkraften. Die Französin Victoire Panattoni fällt aufgrund von Knieproblemen aus. Die Spielerin, die als Ersatz für Nele Schmitt eingeplant war und zuvor unter anderem in China sowie in der NCAA Division I spielte, wird dem Team damit zunächst fehlen.
Auch auf der Mitte dürfte Hildesheim zum Saisonstart auf eine junge Besetzung setzen. Lisa Ludew und Jette Mann sind dort voraussichtlich für die Startformation vorgesehen. Gleichzeitig ist die Kaderplanung auf dieser Position noch nicht abgeschlossen. Das Team 48 möchte noch ein bis zwei ausländische Spielerinnen verpflichten und sich damit im Saisonverlauf zusätzlich verstärken.
Bis dahin muss die aktuelle Mannschaft die ersten schwierigen Aufgaben bewältigen. Mit dem Bundesliga-Pro-Absteiger TV Hörde und dem talentierten VCO Münster wartet gleich zum Auftakt ein Wochenende, das früh zeigen dürfte, wo das Team 48 in der neuen Saison steht.
