Wie geht der Spielbetrieb weiter ?

Zweite virtuelle Video-Konferenz mit den Hildesheimer Fußballvereinen

16. Februar 2021, 09:47 Uhr

„Irgendwann wird der Ball auf dem grünen Rasen wieder rollen, mit Spielern und Zuschauern, mit Bier und Bratwurst“, ermutigte der Kreisvorsitzende die Vereinsvertreter bei der virtuellen Video-Konferenz. Foto: Burghard Neumann

Diszipliniert beteiligten sich 51 Vereinsvertreter und Verbandsfunktionäre bei der virtuellen Video-Konferenz des NFV-Kreises Hildesheim. Der Kreis-Vorsitzende Detlef Winter wurde dabei durchaus kritisch zu manchen Themen.

Schon bei der ersten virtuellen Video-Konferenz mit 61 Hildes- heimer Vereinen hat Isabell Hartmann, Spielausschussvorsitzende des NFV-Kreises Hildesheim, den Vereinsvertretern mitgeteilt, dass durch die aktuellen Regeln des Corona-Lockdowns in den nächsten Wochen an Fußballspielen nicht zu denken sei. „Frühestens im April kann das Leder wieder rollen. Auf jeden Fall soll die Saison sportlich beendet werden“, blickt die Spielausschussvorsitzende nach vorn. Bevor es weitergeht soll den Kickern eine Trainingszeit als „Eingewöhnungsphase“ stattgegeben werden, um gesund- heitliche Risiken zu vermeiden.

Um den bevorstehenden engen Spiel-Fahrplan nicht zu gefährden werde der Kreisspiel-ausschuss auf Begegnungen um den Kreispokal gänzlich verzichten. Auch der Kreisvorsitzende Detlef Winter nimmt dazu Stellung: „Nachdem wir letztes Jahr auf den Kreispokal verzichten mussten werden wir auch in dieser Saison keine Spiele um den Kreispokal sehen, was ich ganz besonders bedauere. Gern erinnern wir uns in den letzten Jahren an rund 1000 begeisterten Zuschauern bei den Finalspielen. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Im nächsten Jahr werden wir bestimmt zur Normalität zurückkehren“, sagte Winter etwas wehmütig.

Auch bei der zweiten virtuellen Video-Konferenz stand die Frage der Vereine an vorderster Stelle, die da heißt: „Wie wird es im Spielbetrieb weitergehen“?
Der Schatzmeister des NFV-Kreises Hildesheim Werner Selzer hatte wieder die Moderation übernommen und begrüßte die Teilnehmer. 51 Vereinsvertreter und Kreisfunktionäre
hatten sich zugeschaltet. Selzer hob die gute Disziplin der Teilnehmer hervor, die schon
bei der ersten Video-Schaltung zu erkennen war und gab das Wort an den Kreisvorsitzenden weiter. 

Winter bewertete die immer mehr stattfindenden Video-Konferenzen positiv und verwies zunächst auf den virtuellen Verbandstag, der mit 274 Delegierten hervorragend über die Bühne ging. „Sonst saßen wir bei den öffentlichen Verbandstagen mit rund 400 Teilnehmern in der Karl-Laue-Halle. Das wird es wahrscheinlich nicht mehr geben“, blickte Winter zurück.
Durch die Corona-Pandemie sei es schwierig Vereinsvertreter und Fußballer zu motivieren.
In mehreren offenen Briefen hatte Winter alle am Fußball Beteiligten Mut zugesprochen:
„Irgendwann wird der Ball auf dem grünen Rasen wieder rollen, mit Spielern und Zuschauern, mit Bier und Bratwurst“, sagte der Kreisvorsitzende optimistisch und sprach über die Hygiene-
Konzepte der Fußballer, die bei einigen Vereinen bisher gut gelöst wurden und bald wieder Trainingsmöglichkeiten und einen eingeschränkten Spielbetrieb ermöglichen könnten.
Jedoch hier sei die Inzidenzzahl zu beachten.

Klare Worte fand er bei der Schlagzeile „Kein Amateurfußball bis zu den Sommerferien“, die vom Landessportbund veröffentlicht wurde. 

Ohne Absprache mit dem Fußballverband. So geht man nicht miteinander um.
Detlef Winter schimpft enttäuscht auf den LSB

Isabell Hartmann bestätigte, dass sich zwischen den beiden Video-Konferenzen nichts geändert hat. Sie befragte die Vereinsvertreter über die Vorlaufzeit der Kicker und über
eventuelle Anregungen. Stefan Hinz vom SV Bockenem plädierte für vier Wochen Vorlaufzeit bei den Herrenmannschaften und zwei Wochen bei den Altsenioren.
Oliver Kauer vom FSV Algermissen sagte: Eine generelle Regelung wäre für mich unverständlich. Den meisten liegt doch viel daran trainieren und spielen zu können. Man könnte doch in Kleinstgruppen anfangen und später mit der Mannschaft in den normalen Spielbetrieb übergehen. Ich könnte mit zwei Wochen Training klar kommen“.
Der Spartenleiter vom MTV Almstedt Peter Sandvoß gab an, dass zwei Wochen Vorbereitungszeit nach ca. sechs Monaten Pause für eine Bezirksligamannschaft zu wenig sind. „Es werde bestimmt eng, die Saison ohne größere Verluste durchzustehen“, sagte der Almstedter Funktionär.

Norbert Fengler vom TSV Deinsen hob in seiner Vorstellung hervor, die Planungen für die mögliche Rückrunde in ein Gesamtkonzept, inklusive Auswirkungen auf die neue Saison, einzubauen.
Isabell Hartmann meldete sich darauf mit den Worten und versprach: „Ihr könnt Euch sicher sein, dass ich mich einsetze, damit die Saison sportlich zu Ende geführt wird und auch die entsprechenden Aufstiegsplätze in den Bezirk durchsetze“. (bn)

Kommentieren