Am morgigen Dienstagabend steht unter Flutlicht in Drispenstedt das mit Spannung erwartete Landesliga-Derby zwischen dem SV Bavenstedt und dem SV Newroz Hildesheim an. Im Hinspiel konnten sich die Bavenstedter knapp durchsetzen und gehen aufgrund der tabellarischen Situation als kleiner Favorit in das Derby.

Es ist wieder soweit! Das Hildesheimer Landesliga-Derby zwischen dem SV Newroz Hildesheim und dem SV Bavenstedt steht an und besser könnten die Umstände nicht sein. Dienstagabend, Flutlicht und Derby. Hildesheimer Fußballherz was willst du mehr. Auch Bavenstedt Spieler und Doppeltorschütze im Hinspiel Sandro Padial freut sich auf die besonderen Umstände für das Derby:

Das Derby ist natürlich was besonderes, vor allem bei einem schönen Flutlichtspiel (zwinker)!

Aber auch rein sportlich wird es ein brisantes Duell zwischen den beiden Hildesheimer Teams. Nach der starken Debütsaison steht der SV Newroz immer noch auf einem Abstiegsplatz und will diesen schnellstmöglich verlassen. Aktuell steht man punktgleich mit 16 Punkten mit dem ersten Nichtabstiegsplatz, den aktuell die SSG Halvestorf-Herkendorf belegt, auf Platz 13. Drei Punkte im Derby würden dem Team von Trainer Adem Cabuk also vor allem tabellarisch sehr gut tun. Er ordnet das Spiel gegenüber Sportnews folgendermaßen ein:

Ein Derby ist für alle in und um Hildesheim immer etwas schönes und interessantes, aber wir sind nicht in der Situation, dass wir uns speziell auf ein Derby freuen können, sondern uns geht es in der Rückrunde um die Punkte.

Auch den Bavenstedter um Trainer Michael Jarzombek würden drei Punkte sehr gut tun. Tabellarisch steht man aktuell mit 30 Punkten und einem soliden siebten Platz gut dar, doch der Start ins Jahr 2026 ist den Bavenstedtern ordentlich missglückt. Aus drei Spielen konnte Bav bisher keines gewinnen. Dazu muss jedoch gesagt sein, dass es mit Hemmingen, Eilvese und Wunstorf für die Bavenstedter auch gegen Top-Gegner der Landesliga ging.

Ein Derby ist für alle Beteiligten etwas besonderes, doch beide Trainer wollen von einem besonderen Spiel im Vorfeld der Partie nicht viel hören. Vor dem Hinspiel war die Ausgangslage medientechnisch noch eine ganz andere. Aussagen von Bavenstedt-Sportdirektor Darius Schwientek über den damaligen Newroz-Stürmer Justin Eilers sorgten für eine hitzige Stimmung im Vorfeld des Derbys.

Die Ausgangslage vor diesem Derby ist hingegen sehr ruhig und vor allem auf das Sportliche fokussiert. Newroz-Trainer Adem Cabuk sind vor allem die Punkte wichtig, auch wenn er weiß, dass seine Jungs sich auf das Spiel freuen:,, Die Spieler freuen sich natürlich besonders auf so ein Spiel, aber für mich als Trainer geht es vor allem darum, dass wir die Punkte brauchen und dementsprechend werden wir auch in das Spiel gehen.“ Für Bavenstedt-Trainer Michael Jarzombek ist das Derby ein Spiel wie jedes andere und das Ziel ist es die ersten Punkte im Jahr 2026 einzufahren:

Jedes Spiel ist wichtig egal wer es ist! Die ersten drei Punkte sind wie in jedem Spiel unser Ziel!

Um noch einmal einen Blick auf das Hinspiel zu werfen, in dem sich die Bavenstedter durch einen Doppelpack von Sandro Padial mit 2:1 durchsetzen konnten, dürften die Newroz-Spieler für das kommenden Derby auf heimischem Rasen höchstmotiviert sein sich zu revanchieren. Newroz-Stürmer Retwan Defli betont im Vorfeld gegenüber Sportnews, dass vor allem Leidenschaft, Zweikämpfe und Einsatz über den Ausgang entscheiden werden. Er ist sich guter Dinge, dass er und seine Mannschaft den Bavenstedtern einen großen Kampf liefern werden und die Punkte zu Hause bleiben. Nach dem Sieg im ersten Ligaspiel des Jahres gegen Bruchhausen-Vilsen und dem spielfreien Wochenende möchte man aus Sicht des SV Newroz eine kleine Serie starten, um die Abstiegsplätze schnellstmöglich zu verlassen.

Gefühlt sind die nächsten zehn Spiele alle Endspiele. Wir müssen, aber wir werden auch punkten. Wir wollen so eine kleine Serie starten, womit wir letzte Woche angefangen haben.

Personell sieht es bei dem SV Bavenstedt aktuell alles andere als rosig aus. So musste man schon am vergangenen Wochenende mit einem dezimierten Kader nach Wunstorf reisen, wo man sich trotz einer kämpferischen Leistung am Ende mit 2:0 geschlagen geben musste. Torwart Lyon Raeck beruflich, Luca Bartels, Cedric Jahnel, Constantin Aue, Mahdy El-Saleh, Tristan Heine und Louis Garbelmann fallen allesamt verletzt aus. Beim SV Newroz hingegen kann man bis auf den Langzeitverletzten und Stürmer Kamil Jermakowicz, der sich letzte Woche im Training verletzt hat, auf alle Spieler des Kaders zurückgreifen und so aus den Vollen schöpfen. Die personelle Situation soll jedoch für die Bavenstedter keine Ausrede sein, sondern man will den Derby-Fight trotzdem annehmen.

Das die Aufgabe unter den Bedingungen eine schwere wird, ist in Bavenstedt jedem klar. Alle Zuschauer können sich also auf ein wiedermal spannendes Landesliga-Derby freuen, bei dem im Vorfeld tabellarisch gesehen die Bavenstetder als Favorit in die Partie gehen. Den Umständen zu Folge ist der Ausgang der Partie allerdings völlig offen und ein Derby schreibt ja bekanntlich sowieso seine eigenen Gesetze.