VfV verliert 0:3 gegen Osnabrück

"Wer keine Tore schießt, kann auch nicht gewinnen!"

21. September 2022, 19:42 Uhr

Respekt vor dem Underdog. Moritz Göttel (am Boden) wird gleich von drei Osnabrückern angegriffen. Fotos: Stephan Gaube

Im Viertelfinale des Niedersachsenpokals ist der VfV 06 Hildesheim ausgeschieden. Der Regionalligist verlor gegen Drittligist VfL Osnabrück mit 0:3. So deutlich, wie es das Ergebnis aussagt, war es aber keineswegs.

Bleib weg: Der Osnabrücker Paterson Chato hält sich Thomas Sonntag vom Hals.

So hatten sich die meisten der 1250 Zuschauer im Friedrich-Ebert-Stadion den Auftakt gewünscht. Der Außenseiter aus Hildesheim spielte frech und der Drittligist hatte seine liebe Mühe. In der Anfangsviertelstunde hatte der VfV drei gute Aktionen. Zunächst schoss Mohammad Baghdadi den Ball knapp am Tor vorbei, dann unterlief dem Osnabrücker Timo Beermann fast ein Eigentor und  auch Thomas Sonntag vergab die Chancen zur VfV-Führung. Die Profis aus der dritten Liga waren beeindruckt. Auch danach hatten die Hildesheimer bei vielen Ecken immer wieder gefährliche Situationen. Nur ein Tor wollte dem VfV nicht gelingen. "Wer keine Tore schießt, kann auch keine Spiele gewinnen", analysierte Stürmer Moritz Göttel treffend.

Mit allen Mitteln verteidigte der VfL Osnabrück sein Tor.

Nach einer der vielenen VfV-Ecken fiel das Gegentor. Über drei Stationen landete der Ball schließlich bei Leonardo Putaro, der im zweiten Versuch Torwart Antonio Brandt keine Chance ließ. Mit der ersten gelungenen Aktion ging der Drittligist in Führung. So ist Fußball eben. In der zweiten Halbzeit ließen sich die Hausherren nicht entmutigen. Sie spielten weiter munter nach vorne. Der letzte Pass fehlte aber immer wieder. Anders die Gäste, bei denen sich in der Endphase auch die Qualität des Kaders bemerkbar machte. Der eingewechselte Lukas Kunze machte mit seinen beiden Treffern (86. und 90.) alles klar. Sehr zur Freude der 150 mitgereisten Osnabrücker Fans. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Wir müssen uns für den Aufwand belohnen. Am Ende sind es die Kleinigkeiten, die der VfL besser, kaltschnäuziger macht", sagte VfV-Trainer Markus Unger. Sein Gegenüber, Tobias Schweinsteiger, war sehr zufrieden. "Wir wussten um die Hildesheimer Stärken und den schwierigen Boden. Dafür haben wir das wirklich abgezockt gemacht", lobte Schweinsteiger sein Team. Der Sieg fiel aber mindestens um ein Tor zu hoch aus. 

Kommentieren