HC Eintracht gastiert in Burgdorf

„Vielleicht ist es auch ein Prädikat für uns“

13. Januar 2022, 22:31 Uhr

Archivbild: HC Eintracht-Cheftrainer Jürgen Bätjer und Sportdirektor Martin Murawski. Foto: Maximilian Willke

Nach der kurzfristigen Absage in Leipzig will der HC Eintracht Hildesheim am Samstag bei der Reserve des TSV Burgdorf in das Handballjahr 2022 starten. Dabei haben die Hildesheimer mit einigen Hindernissen zu kämpfen. 

Nun soll es also wirklich losgehen. Nach dem coronabedingten Ausfall vom vergangenen Dienstag in Leipzig, gastiert der HC Eintracht Hildesheim am morgigen Samstag (20 Uhr) bei der Reserve des TSV Burgdorf, zum ersten Spiel des Handballjahres 2022. Ein schwer einzuschätzender Gegner, wie Eintracht-Trainer Jürgen Bätjer preisgibt: „Man weiß nicht genau, wer da spielt, das macht die Vorbereitung aber schwer.“

Beim Rückblick auf die Geschehnisse in Leipzig will Bätjer nicht hadern. „Sie haben sich korrekt verhalten. Es ist in diesen Zeiten wahrscheinlich einfach so, da kann man keinem einen Vorwurf machen“, so der Hildesheimer Trainer. Seine Mannschaft war bereits in Leipzig, da hieß es: ‚Bleibt mal lieber drinnen‘. Bätjer wird etwas genauer: „Wir waren schon auf dem Weg aufs Spielfeld. Wir waren alle umgezogen, ich hatte gerade die Besprechung beendet, da hieß es plötzlich: ‚Bleibt mal lieber drin‘. Nach kurzen Gesprächen sind wir dann zu der Entscheidung gekommen, dass wir doch nicht spielen und sind wieder nach Hause gefahren.“

So heißt der erste Gegner in 2022 also TSV Burgdorf II. Eine Wundertüte, weil man nicht genau weiß, wer wohl auflaufen wird. „Das ist schon seit Jahren so und das ist auch gut für Handball-Deutschland, dass es Ausbildungsmannschaften gibt. Meiner Meinung nach müsste es eine Regelung geben, unabhängig von uns, dass wenn ein U23-Spieler mehr als zehn Spiele oder welchen Wert man nimmt, in der Bundesliga gespielt hat, dann darf der in EM- oder WM-Pause in der 3. Liga mitspielen. Ich erinnere mich noch, in Burgwedel haben Fabian Wiede und Paul Drux mal bei der Füchse-Reserve mitgespielt, weil sie beide Rekonvaleszenten waren“, erinnert sich Bätjer an ein Erlebnis aus der Vergangenheit und blickt damit auf den Gegner, „Das wird denke ich in Burgdorf auch so sein. Egal ob dann da Martin Hanne, Steffen Fischer, Veit Mävers aufläuft. Das sind ja mittlerweile alles gestandene Erstligaspieler. Ich finde das sogar cool, dass sie so eine gute Jugendarbeit haben.“ Dennoch sei es dadurch auch etwas problematisch: „Das macht die Vorbereitung aber auch schwer, weil man nicht genau weiß, wer da spielt.“
Doch der Cheftrainer will gar keine Ausreden suchen, sondern sieht eher ein Lob darin. „Unabhängig davon freuen wir uns auf jeden, der sich mit uns messen will und vielleicht ist es auch ein Prädikat für uns, dass sie das Beste, was sie haben auf die Platte bringen, um uns zu schlagen. Wir wollen gewinnen und bereiten uns genauso akribisch vor wie immer, dass wir da ein gutes Wörtchen um den Sieg mitreden können“, so der Trainer.
Auf Seiten der Hildesheimer werden Sören Kress und Lukas Schieb nach seinem Kreuzbandriss ausfallen. „Das sind zwei zentrale Spieler“, bedauert Bätjer den Ausfall und ist froh, dass ansonsten niemand weiter ausfällt, „ne Gott sei Dank nicht, das reicht ja schon.“ Erwartungen und Hoffnungen werden jetzt besonders auf Jakub Tonar liegen. „Es ist eine Chance für andere Spieler sich zu profilieren, aber man darf zum Beispiel nicht vergessen, dass Tonar aus einer langen Knieverletzung kommt, denn wir immer langsam ran geführt haben. Da müssen wir hoffen, dass die auch unter Voll-Belastung halten“, erläutert Bätjer die Crux. Nichtsdestotrotz sollen die zwei Punkte mit auf die Heimfahrt genommen werden.

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