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Viele Abgänge, ein kurzfristiger Trainerwechsel und der Rückzug von Manager Serhat Kaplan und dem Vorsitzenden Mustafa Ördek. Der SV Newroz Hildesheim steht nach dem Bezirksliga-Abstieg vor großen Herausforderungen.
Der SV Newroz hat nach vielen erfolgreichen Jahren einen Rückschlag hinnehmen müssen: Der Hildesheimer Verein schaffte es in kurzer Zeit bis in die Landesliga und träumte sogar von mehr, nun sind die Hildesheimer in der Realität angekommen. Etwas überraschend stieg der SV Newroz in der abgelaufenen Saison in die Bezirksliga ab. Ein ungewohntes Erlebnis für die erfolgsverwöhnten Fußballer. Plötzlich machte sogar das Gerücht die Runde, dass der SV Newroz in der kommenden Saison keine Mannschaft mehr in der Bezirksliga melden würde. „Bei uns geht es weiter“, sagt Cemil Ördek, der bisher für den Bereich Medien und Kommunikation verantwortlich war. Allerdings gibt es einige Veränderungen im Vorstandsbereich der Newrozer. Serhat Kaplan (Titelfoto, rechts), bislang zweiter Vorsitzender und Manager des SVN, will kürzer treten. Ebenso Mustafa Ördek, der erste Vorsitzende. „Beide bleiben dem Verein aber erhalten“, sagt Cemil Ördek gegenüber Sportnews. Dennoch ist der Rückzug der Bosse ein herber Rückschlag für den jungen Verein, hat doch vor allem Kaplan durch seine Transfers zum Aufstieg der Hildesheimer beigetragen. Am Montag finden Vorstandswahlen bei Newroz statt. Dann sollen die Nachfolger von Kaplan und Mustafa Ördek präsentiert werden. In der Trainerfrage sind die Hildesheimer schon weiter. Slavik Siabandov, der zuletzt als sportlicher Leiter fungierte, wird wieder Trainer beim SV. Sebastian Franz, der das Traineramt erst im April antrat, ist nicht länger Coach. „Sebastian ist ein sehr guter Trainer, wir wollten in der aktuellen Situation aber auf Slaviks Netzwerk und Kontakte zurückgreifen“, sagte Cemil Ördek. Damit meint Erdek die angespannte Situation um die Kadergröße des SV Newroz. „Aktuell haben wir eine Handvoll Spieler, die verlängert haben. Wir haben aber auch schon einige Neuzugänge, die wir in den nächsten Tagen präsentieren werden.“ Etliche Spieler haben den SV Newroz allerdings bereits verlassen. Die Brüder Keanu und Toni Brandt wechseln zum SV Lindwedel-Hope, Stürmer Ibrahim Houban und Torwart Leo Braun zieht es zum SV Bavenstedt, Daniel Rotenberg und Retwan Defli spielen künftig für Arminia Hannover und auch Adrian Gert (FC Eldagsen), Alban Shabani (Hannover 74), Erik Henschel (VfV 06) und Arda Özdemir (Viktoria Thiede) sind ebenfalls nicht mehr dabei. Die beiden japanischen Winterzugänge Reo Kambe sowie Riyu Kikunami haben Newroz auch schon wieder verlassen und Kapitän Ibrahim Kansou hat sich jüngst dem VfR Ochtersum angeschlossen. Das sind 13 sichere Abgänge und weitere könnten folgen. „Leider haben sich einige nicht an ihre Zusagen gehalten und andere haben uns erst nach dem Abstieg informiert, dass sie den Verein verlassen möchten“, sagte Ördek dazu. Der SV Newroz steht also vor einem großen personellen Umbruch. „Wir werden jetzt alles daran setzen, dass wir in der neuen Saison eine gute Mannschaft an den Start schicken können“, sagte Trainer Siabandov, der mit einer schlagkräftigen Mannschaft beim KEHRWIEDER-Cup Anfang Juli auflaufen möchte. Ein weiteres Thema, das die Hildesheimer beschäftigt, ist die Platzfrage. „Da gab es in den vergangenen Monaten viele Gespräche, leider hat nichts davon geklappt. Sowohl eine Kooperation mit dem SC Asel als auch mit der SG Frankenfeld Hildesheim scheiterte. „Wir werden unsere Heimspiele künftig weiterhin in Drispenstedt austragen und der Trainingsbetrieb wird beim SV Schellerten stattfinden“, sagte Ördek. Vor dem am Montag neu zu wählenden Vorstand liegen also weiterhin große Herausforderungen.
