Die U19 des VfV Borussia 06 Hildesheim ist in der ersten Runde des DFB-Pokals gescheitert. Gegen die U19 von Bayer Leverkusen, die mit etlichen Jugend-Nationalspielern gespickt ist, zog sich der VfV achtbar aus der Affäre. Am Ende fiel die Niederlage mit 0:4 sogar zu hoch aus.

Allein der Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals war für die U19 des VfV Borussia 06 Hildesheim schon ein Riesenerfolg. Gegen den Nachwuchs von Bayer 04 Leverkusen war für das Team von Trainer Benedict Plaschke in der ersten Runde Endstation. Die Hildesheimer Nachwuchsfußballer zeigten gegen den haushohen Favoriten aber eine wirklich respektable Leistung. In der ersten Halbzeit war zwischen dem Regionalligisten (VfV) und dem Bundesligisten kein Unterschied zu erkennen. Die VfVer Barra Jomni und Matteo Kumor hatten in der ersten Halbzeit zwei richtig gute Chancen und da zeigte sich der Unterschied zwischen den beiden Teams. Aleksa Damjanovic, den Bayer erst kürzlich von Roter Stern Belgrad verpflichtet hat und der einen Marktwert von fünf Millionen Euro besitzt, traf in der 38. Minute aus heiterem Himmel zum 0:1. Die VfVer ließen sich davon aber überhaupt nicht beeindrucken. Kumor traf kurz vor dem Halbzeitpfiff nur den Pfosten, den Hildesheimern fehlte das notwendige Quäntchen Glück.

Kein Vorteil für den VfV: Der Leverkusener Jonah Berghoff hat soeben von Schiedsrichter David Gediga die gelb-rote Karte gesehen.

Kämpferisch brauchten sich die Hausherren keine Vorwürfe machen. Die VfV-Youngsters verlangten dem Favoriten alles ab und verdienten sich immer wieder den Szenenapplaus der 1268 Fans. In der 64. Minute zeigte sich dann zum zweiten Mal die individuelle Klasse der Werkself aus Leverkusen. Jeremiah Mensah traf mit einem sehenswerten Fallrückzieher zum 0:2. In der 70. Minute keimte nochmals Hoffnung auf. Bayer-Mittelfeldspieler Jonah Berghoff sah die gelb-rote Karte. Die nummerische Überlegenheit tat dem VfV aber gar icht gut. „Dadurch wollten unsere Jungs zu viel. Die zuvor disziplinierte Spielweise ging etwas verloren“, sagte Trainer Benedict Plaschke nach dem Spiel. Gabriel Minutillo und Dustin-Jeremy Buck machten mit schönen Einzelaktionen alles klar. Can Özdemir wäre fast noch der verdiente Ehrentreffer gelungen, sein Schuss ging aber haarscharf am Leverkusener Tor vorbei.

Die Plaschke-Jungs werden nach dem Schlusspfiff von den Fans gefeiert.

Nach dem Schlusspfiff wurden die Hildesheimer Spieler von den Fans völlig zurecht gefeiert. Die VfVer schauten aber etwas unsicher drein, dazu bestand aber kein Grund, denn der Hildesheimer Nachwuchs hatte eine richtig gute Visitenkarte im DFB-Pokal abgegeben. Das sah auch Trainer Plaschke so: „Wir haben über 60 Minuten ein richtig gutes Spiel gemacht, aber man hat natürlich die individuelle Klasse von Bayer gesehen. Ich bin stolz auf meine Mannschaft und wir werden versuchen uns wieder für den Pokal zu qualifizieren. In der Regionalliga wollen wir wieder oben mitspielen und mal schauen, was geht“, sagte der Coach. In der Form vom Sonntag ist den „Plaschke-Jungs“ einiges zuzutrauen.

VfV-Trainer Benedict Plaschke (links) gratuliert Leverkusens Coach Patrick Greveraars zum Einzug in die nächste Runde.