Oberliga Niedersachsen

VfV06 gewinnt hoch konzentriert - Delmenhorst lässt gleichzeitig federn

31. Oktober 2019, 15:22 Uhr

Foto: Gerhard Peisker

Der VfV Borussia 06 Hildesheim gastierte heute beim FC Hagen/Uthlede. Es war die Generalprobe vor dem in drei Tagen anstehenden Spitzenduell in der Oberliga Niedersachsen gegen Delmenhorst. 

Die Begegnung startete gleich offensiv. Die Gastgeber machten viel Druck und schon in der 4. Spielminute musste Nils Zumbeel sein ganzes Können auf den Platz bringen, um eine Großchance zu bereinigen. Nachdem die erste Drangphase des FC überwunden war, spielte auch die Domstadtelf munter nach vorne. In der 11. Minute wollte Yannick Schulze schlitzohrig einen Freistoß auf´s Tor bringen, verzog dann aber doch weit. Nur kurze Zeit später (15.) war es dann aber soweit. Der sich anscheinend in Topform befindende Thomas Sonntag schlug zu und bugsierte das Leder sehenswert zum 1:0 in den Winkel - sein 9. Saisontor.  Die Hausherren schienen aber nur wenig geschockt zu sein und spielten weiter munter mit. Nur fünf Minuten später erfolgte dann auch schon der Ausgleich. Auf Seiten von Hagen/Uthlede war es Mark Holler, der alles richtig machte und zum 1:1-Ausgleich einnetzte. Wie erwartet war es kein leichtes Spiel für den VfV06, denn der FC spielte sehr körperbetont und hielt vor allem physisch stark dagegen. Erst nach einer halben Stunde riss die Domstadtelf das Zepter wieder an sich. Zunächst verpasste Leon Heesmann nur knapp - er lief heute für den verletzten Benedict Plaschke auf. Dann konnten die gut 50 mitgereisten Hildesheimer einen schönen Angriff über Maik Erdmann bestaunen, der jedoch nicht veredelt wurde. Wiederum nur zwei Minuten später (38.) verpasste Yannick Schulze abermals eine gute Gelegenheit die Führung wiederherzustellen. Der VfV06 war so vor allem zum Ende der ersten Hälfte überlegen.

Weiter mit Halbzeit zwei. Da war Hildesheim in Form von Thomas Sonntag dann auch gleich wieder zur Stelle. In der 52. Spielminute erzielte der 23jährige Angreifer seinen zweiten Treffer des Tages und stellte auf 2:1. Dies war übrigens das zehnte Tor in der laufenden Saison, das der VfV06 in der ersten Viertelstunde nach der zweiten Halbzeit schoss. In dieser Phase des Spiels scheint die Duda-Elf besonders torgefährlich zu sein, sind es doch immerhin 1/3 der gesamt erzielten Tore. Es war dann ein eher ausgeglichenes Spiel. In der 62. Minute musste Zumbeel einen gefährlich getretenen Freistoß entschärfen und nur eine Minute später fand eine tolle Kombination über Erdmann und El-Saleh leider kein Happy-End. 20 Minuten vor Schluss mussten die Gastgeber dann in Unterzahl weiterspielen, weil Justin Sauermilch mit einer Gelb-Rot von Platz flog. Doch trotzdem ließ Hagen/Uthlede die Bemühungen zum Ausgleichstreffer nicht ruhen und agierten weiter mutig nach vorne. Genau das spielte in die Karten der abgebrühten Hildesheimer, denn in der 81. Minute rollte der spielentscheidende Konter los. Über Sonntag und Avci gelang der Ball zu Hady El-Saleh, der genau richtig stand und zum vorentscheidenden 3:1 einschob. Ab diesem Moment wusste jeder im Stadion was Sache ist und die Bemühungen der Hausherren verebbten. In der 84. Minute erzielte Dominik Franke dann sogar noch das 4:1. Am Ende wurde es dann eine recht eindeutige Sache, das hatte sich so, über die gesamte Spielzeit gesehen, nicht angebahnt. Trotzdem war es auch nicht unverdient, denn Hildesheim hatte die zwingenderen Chancen und war gerade im zweiten Durchgang das bessre Team. Der Platzverweis tat dann sein übriges. 

Ein ganz wichtiger Auswärtserfolg für den VfV Borussia 06 Hildesheim und ein klares Zeichen, dass die Mannschaft von Benjamin Duda auch mental die Nummer Eins der Liga ist. Verfolger Atlas Delmenhorst spielte zeitgleich nämlich nur 0:0 beim TuS Bersenbrück und kann den vorherigen Abstand somit nicht halten. Aktuell trennen Tabellenführer Hildesheim und den Zweitplatzierten Atlas Delmenhorst 6 Punkte, Delmenhorst hat allerdings noch ein Spiel weniger. Kommenden Sonntag kommt es dann zum großen Showdown in Delmenhorst. Die Leistung heute spricht eindeutig für die Domstadtelf. 

Autor: Florian Zerrath

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