Im 19. Spiel der Regionalliga zeigten sowohl Alfeld, als auch Himmelsthür, gegen jeweilige Favoriten eine starke Leistung, stehen aber am Ende mit leeren Händen da.

Northeimer HC – SV Alfeld 32:28 (15:10).

Der Northeimer HC hat sich in der Schuhwallhalle mit 32:28 (15:10) gegen die SV Alfeld durchgesetzt. Dabei legten die Gastgeber den Grundstein für den Heimerfolg bereits im ersten Durchgang, mussten nach der Pause jedoch noch einmal zittern.

Nach ausgeglichenen Anfangsminuten übernahm Northeim zunehmend die Kontrolle. Angeführt von Mateusz Wróbel im Rückraum agierte der NHC geduldig im Angriff und stabil in der Defensive. Treffer von Beltzer, Bode und Kang ließen den Vorsprung kontinuierlich anwachsen. Trotz ausgelassener Chancen ging es mit einer verdienten 15:10-Führung in die Kabine. Kurz vor dem Seitenwechsel sah Alfelds Leistungsträger Sören Lange, früher selbst für Northeim aktiv, die Rote Karte.

Auch nach Wiederanpfiff blieb der NHC zunächst tonangebend. Bis zur 40. Minute bauten die Hausherren den Vorsprung auf 22:14 aus und schienen das Spiel klar im Griff zu haben. Doch nach einigen Wechseln und ohne Wróbel auf der Platte verlor Northeim den Rhythmus. Im Angriff fehlte die Geduld, Abschlüsse wurden überhastet genommen, in der Abwehr ließ die Konsequenz nach.

Alfeld nutzte diese Phase konsequent und arbeitete sich Tor um Tor heran. Der komfortable Vorsprung schmolz deutlich zusammen, die Partie drohte zu kippen. In der Schlussphase fand der NHC jedoch zurück zu mehr Stabilität. Wichtige Treffer von Kang und Hrabák sorgten für die nötige Sicherheit, ehe Pfleiderer in den letzten Minuten den 32:28-Endstand herstellte.

SV Alfeld: Knut Friedemann Stasch (6 Treffer), Fynn Thorge Risch (5), Noel Morice Hildebrand und Malte Hansemann (je 3), Joris von Losch, Sören Lange, Leon Dombrowski, Jan Hagedorn und Pascal Schuldes (je 2), Nando Gernoth (1).

TuS GW Himmelsthür – TvdH Oldenburg 30:31 (14:15).

Die Gastgeber erwischten einen Start nach Maß. Wie die Feuerwehr legte Himmelsthür los und führte nach elf Minuten überraschend deutlich mit 6:1. Mit viel Tempo und einer aggressiven Defensive setzte man Oldenburg früh unter Druck. Doch der Favorit fing sich im weiteren Verlauf und arbeitete sich Tor um Tor heran. Nach 20 Minuten stand es 8:8, wenig später gingen die Gäste beim 8:9 erstmals in Führung. Bis zur Pause drehte Oldenburg die Partie komplett. Mit 14:15 aus Sicht der Hausherren ging es in die Kabine.

Auch nach dem Seitenwechsel hielt Himmelsthür stark dagegen. Oldenburg setzte sich zwar immer wieder mit zwei oder drei Treffern ab, konnte sich aber nicht entscheidend lösen. In der 46. Minute belohnte sich der TuS für seinen Aufwand: Justus Krumwiede traf zum 23:23-Ausgleich. Die Partie war wieder völlig offen.

In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Eine Minute vor dem Ende stand es 29:30, alles war noch möglich. Die Entscheidung fiel schließlich 30 Sekunden vor dem Abpfiff, als Niclas Hafemann für Oldenburg zum 29:31 traf. Zwar gelang Himmelsthür noch ein Treffer zum 30:31-Endstand, doch die Überraschung blieb aus.

TuS GW Himmelsthür: Justus Krumwiede (9 Treffer), Maximilian Hollstein (5), Keanu Brandes (4), Christopher Kollmann (3), Simon Oertel (3), Florian Most und Maximilian Ahrenbeck (je 2), Dennis Bartel und Florian Stechel (je 1).