Der VfV 06 Hildesheim hat nach zwei Pleiten in Folge mal wieder gewonnen. Gegen Lupo Martini Wolfsburg gelang ein 3:0-Erfolg. 230 Zuschauer bedeuteten eine Minuskulisse.

Die vergangenen Wochen waren turbulent beim VfV 06. Vier von fünf Spielen gingen verloren und das mit einem Torverhältnis von 2:16. Bis dahin hätte der VfV rein theoretisch noch in das Aufstiegsrennen eingreifen können. Die Mannschaft schaffte es aber nie die Qualität auf den Rasen zu bringen, die in ihr steckt. Ob die Vertragsverlängerung von Trainer Ridha Kitar die Spieler lähmt bleibt eine müßige Spekulation. Die Vereinsführung stärkte dem Coach demonstrativ den Rücken und nahm die Spieler in die Verantwortung. Eine erste Reaktion erfolgte am Sonntag. Nur 17 Spieler standen auf dem Spielformular, von 22 möglichen. Jannis Pläschke und Sean Redemann spielten im Kreisliga-Team beim TSV Föhrste mit, Mohsin Isifou meldete sich noch kurzfristig für diese Partie ab. Cenay Üzümcü, Robin Wedemeyer, Mahdi Biso, Oliver Giesing, Hassan El-Saleh, Yannik Schulze, Maxi Kohl und Ilir Qela fehlten verletzungsbedingt. „Wir haben keinen Spieler aus dem Kader geworfen, falls das so aussehen sollte. Jannis und Sean haben der II. Mannschaft im Abstiegskampf geholfen“, sagte Vorstand Omar Fahmy. Das Oberliga-Team präsentierte sich gegen den Tabellenletzten sehr spielfreudig. Über die gesamten 90 Minuten gesehen, waren die VfVer den Wolfsburger hoch überlegen, allerdings trat der Gast auch nicht unbedingt als ebenbürtiger Gegner auf. Das Spiel ist ziemlich schnell erzählt. Louis Malina brach in der 40. Minute mit dem 1:0 die Gegenwehr der Wolfsburger. In der zweiten Halbzeit spielten sich die Hausherren viele gute Chancen heraus. Nicolo Avellino traf in der 74. Minute nach schöner Vorarbeit des eingewechselten Carlos Christel zum 2:0 und der ebenfalls eingewechselte Yusuf Akdas setzte kurz vor dem Ende den Schlusspunkt zum 3:0.

Die Sitzplatztribüne war schlecht besucht.

In der Tabelle bleibt der VfV Tabellenfünfter, mit Platz eins oder zwei werden die Hildesheimer aber wohl nichts mehr zu tun haben, dafür waren die fünf Spiele zuvor einfach zu schlecht. Das machte sich am Sonntag auch im Friedrich-Ebert-Stadion bemerkbar. Schaute man in das weitere Rund, so waren wohl maximal 200 Zuschauer gekommen. Offiziell wurden 230 Fans verkündet (Titelfoto). „Hannover 96 hat fast parallel gespielt, zudem war ein Fest am Hohnsensee, aber natürlich haben die letzten Ergebnisse dazu beigetragen, dass nur 230 Leute vor Ort waren“, sagte Fahmy. Die Mannschaft hat das Friedrich-Ebert-Stadion mit den zuletzt gezeigten Leistungen fast leer gespielt und für die Minuskulisse gegen den Tabellenletzten gesorgt. „Wir sitzen alle im selben Boot und wir müssen uns aus dieser Situation gemeinsam befreien. Wir haben heute eine vernünftige Leistung gezeigt und wir wollen die Saison vernünftig zu Ende bringen“, sagte Vorstand Omar Fahmy. Vier Spiele haben die VfVer dafür noch Zeit.

Carlos Christel (Mittel setzt sich gegen drei Wolfsburger durch.