Beim EVI-Cup wurde am Eröffnungstag viel gefachsimpelt und getuschelt. Unterdessen dürfen zwei Ex-Regionalligaspieler nicht beim Budenzauber in der Sparkassen-Arena mitmachen.

Am ersten Tag des EVI-Cups ging es sportlich gut zur Sache, traditionell wurde auf der Tribüne in der Sparkassen-Arena auch wieder viel getuschelt. Die spannendste Frage war, welche Spieler in der Winterpause einen Vereinswechsel anstreben. Ganz vorne mit dabei ist Bezirksligist SC Harsum mit drei Winterzugängen. Mit Felix Lassan (Saale-Ith), Mika Weiser (MTV Almstedt) und Nico Raue (PSV Hildesheim) konnte der SC vor allem in der Offensive nachlegen. Einen vierten Neuen würden die Harsumer gerne noch verpflichten. Mustafa Bido vom Kreisligisten FC Concordia Hildesheim bekommt aber aktuell keine Freigabe für einen Wechsel. Die Concorden ihrerseits liefen beim EVI-Cup mit den Neuzugängen Hassan Atas, Julian Gert und Alpay Badir auf, verpassten aber den Einzug in die Hauptrunde. Auf zwei spektakuläre neue Spieler müssen die Fans beim EVI-Cup allerdings verzichten. Batuhan Kavakli (Titelfoto, Mitte), der vom Regionalligisten HSC Hannover zum Bezirksligisten Türk Gücü Hildesheim wechselte, hat noch keine Spielerlaubnis für die Hildesheimer und bekam somit vom Veranstalter keine Erlaubnis mit einer Gastspielgenehmigung aufzulaufen. Ebenso wie Keanu Brandt, der von Hannover 96 II (Regionalliga) zum Landesligisten SV Newroz Hildesheim transferiert wurde. „Ich hätte gerne mitgespielt, aber eine Gastspielerlaubnis wurde nicht akzeptiert“, sagte TG-Spieler Kavakli am Samstagabend.

Finn Kiszka vom HSC Hannover im Dialog mit dem VfVer Robin Wedemeyer (rechts). Im Vordergrund freut sich VfV-Mannschaftsarzt Michael Oks.

Da half auch nicht sein guter Draht zu VfV-Sportdirektor Omar Fahmy. Fahmy selbst ist derzeit damit beschäftigt, den Transfermarkt zu beobachten. Die VfVer würden wohl gerne noch einen Defensivspieler für die Rückrunde unter Vertrag nehmen. „Wenn wir etwas machen, dann für den hinteren Bereich“, sagte Fahmy. Auf der anderen Seite deutet derzeit nichts daraufhin, dass der VfV seinen Kader verkleinern könnte. „Derzeit ist das nicht geplant“, sagt Fahmy, wenn aber ein Spieler seinen Wechselwunsch hinterlegt, wäre der Verein eventuell gesprächsbereit. Übrigens: Ex-Torjäger Finn Kiszka, der auch in der Halle war, ist scheinbar kein Kandidat für einen Winterwechsel, auch wenn Abwehrchef Yannik Schulze auf der Tribüne für eine Rückkehr des Ex-Kollegen, der beim HSC Hannover auf Torejagd geht, warb.

Trainerkarussell in der Kreisliga nimmt Fahrt auf

Kreisligist SV Teutonia Sorsum ist währenddessen auf der Suche nach einem neuen Trainer. Enis Ujkanovic ist kürzlich zum Bezirksligisten Türk Gücü Hildesheim gewechselt. „Wir wollten Enis keine Steine in den Weg legen, aktuell leitet der Mannschaftsrat um Louis Diedrich das Training beim Kreisligisten“, sagte Vorsitzender Sören Bohnsack. Die Teutonen wollen sich jetzt Zeit lassen und wohl erst zur neuen Saison einen neuen Coach präsentieren. Sven Lengwenus, zuletzt beim PSV Hildesheim, hat derweil eine Absage erhalten. Im VIP-Raum der Sparkassen-Arena saßen derweil Algermissens Stefan Käsehage (Vorsitzender) und Liam Harborth (sportlicher Leiter) mit Trainer Michael Lang zusammen. Es ging wohl um die Zukunft des Trainers, der mit einem Ausstieg zum Saisonende liebäugelt. Der FSV würde mit Lang gerne verlängern, aber es könnte auch zu einem Wechsel auf dem Algermissener Trainerstuhl kommen. Als potentieller Nachfolger wird der Elzer Sven Pohl gehandelt.