Neues Jahr, neues Hurra-Erlebnis für die Spieler von Volleyball-Zweitligist TSV Giesen GRIZZLYS II: Mit einem 3:0 (25:18, 27:25, 25:21)-Triumph gegen den TuB Bocholt brach die „SUPERZWEITE“ auch in eigener Halle endlich den Bann und feierte den ersten Heimsieg der laufenden Saison – und das, obwohl Trainer Martin Richter krank das Bett hüten musste und das freudige Erlebnis nicht mit auskosten durfte.

Sein Assistent Maurice Fröhleke hatte nach der souveränen Vorstellung dann auch nichts auszusetzen. „Die Mannschaft hat ein tolles Spiel abgeliefert. Man merkt, dass sich die filigrane und penible Trainingsarbeit immer mehr auszahlt. Die Youngster wachsen mehr und mehr in ihre Rollen hinein. Aus Ergänzungsspielern werden immer mehr Führungskräfte, die Verantwortung übernehmen und in die Bresche springen, wenn es knapp wird. Man kann zweifelsohne den Entwicklungsprozess von Spiel zu Spiel verfolgen. Das macht schon Spaß, mit den Jungs diesen Weg zu gehen.“

Nach dem souverän gewonnenen ersten Satz wackelten die Gastgeber, wieder angefeuert von den begeistert mitgehenden Fans, die ja mit Siegen in dieser Saison bislang noch nicht verwöhnt worden waren, nur im zweiten Spielabschnitt etwas, fielen aber nicht. Denn bei einer 23:17-Führung brachte Bocholts ehemaliger Erstligaspieler Lukas Salimi mit einer beeindruckenden Serie von platzierten Angaben sein Team zwar zum Ausgleich und zwang Giesen in die Verlängerung – diese entschied die TSV-Reserve jedoch dann wieder 27:25 für sich. „Vor sechs bis acht Wochen hätten wir diesen Satz noch verloren und das Spiel wäre gekippt. Doch mittlerweile haben wir diese Sicherheit in den kribbligen Situationen wieder, die uns auch in der vergangenen Spielzeit ausgezeichnet hat“, lobte Fröhleke die Nervenstärke seiner Akteure, die vor allem im Außenangriff in persona Phil Hotho und Julian Hoyer glänzten. Hotho wurde nach dem Spiel daher zurecht als wertvollster Spieler der Begegnung „MVP“ ausgezeichnet.

Doch nicht nur von den Grundtechniken sieht Fröhleke die Mannschaft deutlich verbessert gegenüber dem ersten Teil der Saison. „Auch unsere Taktik, die wie vor jedem Spiel festlegen, setzen wir von Woche zu Woche besser um. Dadurch sind wir schwerer auszurechnen.“ Daher sieht der Assistenz-Coach die Akteure auch für die kommenden Aufgaben in Mondorf und gegen Schüttorf bestens gerüstet. „Wir haben nichts zu verlieren und können befreit und mit breiter Brust aufspielen. Ich bin davon überzeugt, dass wir in beiden Spielen etwas holen können.“ Es scheint sich ein neues „Wir-Gefühl“ zu entwickeln bei der TSV-Reserve, die mit dem Erfolg gegen Bocholt zudem Platz vier behauptet und den Kontakt zum Top-Trio gehalten hat.

TSV Giesen GRIZZLYS II: Timon Peckmann, Marius Appel, Felix Machel, Julian Hoyer, Alexander Grüne, Phil Hotho, Tizian Babel, Julius Beerboom, Jannis Schröter, Linus Herrmann, Torben Kunze, Tom Machtens, Onno Möller, Henner Wilck.

Verfasser: Thomas Kühlmann