Am 26. Spieltag der Bezirksliga konnte sowohl Ochtersum, als auch Alfeld an der Spitze jeweils einen ungefährdeten 2:0-Heimsieg einfahren.

FC Ambergau-Volkersheim – VfL Borsum
Über die Begegnung, die bereits am Mittwoch gespielt wurde, haben wir bereits berichtet. HIER geht zum Bericht.

1. FC Sarstedt – SV Einum 0:2 (0:1).
Der SV Einum hat im Auswärtsspiel beim 1. FC Sarstedt seine Effektivität unter Beweis gestellt und sich mit einem 2:0-Erfolg drei wichtige Punkte gesichert. Dabei begann die Partie zunächst ausgeglichen: Sarstedt hatte zwar mehr Ballbesitz, konnte daraus aber kaum gefährliche Chancen kreieren. Die erste nennenswerte Aktion führte dann direkt zur Führung für die Gäste: Nach einem Einwurf von Florian Klodwig wurde Cedric Spaethe im Strafraum zu Fall gebracht. Schiedsrichter Dennis Soltau zeigte sofort auf den Punkt – und Tobias Wahlandt verwandelte sicher zum 0:1 (24.). Einum hätte kurze Zeit später fast nachgelegt, doch Spaethe verpasste die Chance nach einem langen Ball. Sarstedt kam kurz vor der Pause zur besten Möglichkeit der Partie: Dominik Karaca setzte Moritz Müller von Blumencron per Heber in Szene, doch Einums Schlussmann Dustin Sauermann rettete stark und hielt die knappe Führung fest. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Sarstedt das Tempo und drängte die Gäste tief in deren Hälfte. Doch ausgerechnet in der stärksten Phase der Hausherren schlug Einum erneut eiskalt zu: Nach einem langen Ball auf Tom Kern konnte Sarstedts Keeper Dennis Teodorczyk zunächst parieren, doch der Abpraller landete bei Tobias Wahlandt, der mühelos zum 0:2 einschob (73.). In der Schlussphase warf Sarstedt noch einmal alles nach vorne, kam aber außer einem Schuss von Kubilay Arslan zu keiner klaren Gelegenheit mehr. So blieb es beim verdienten Auswärtssieg für Einum, der vor allem der Kaltschnäuzigkeit von Doppeltorschütze Wahlandt zu verdanken ist.

SV Alfeld – TuSpo Schliekum 2:0 (0:0).
Nach dem wichtigen Sieg gegen Ochtersum witterten die Alfelder wieder ihre Chance auf den Aufstieg und wollten im Heimspiel gegen Schliekum an die starke Leistung der Vorwoche anknüpfen. Doch genau das erwies sich als unerwartet schwierig. Die Gäste aus Schliekum, personell weiterhin geschwächt, konzentrierten sich vor allem auf eine kompakte Defensive und setzten auf Konter. TuSpo-Trainer Daniel Bothe:

Ein dickes Dankeschön an unsere zweite Mannschaft. Sieben Spieler waren dabei, drei von Beginn. Auch mein Bruder hat nach acht Jahren Abstinenz mitgekickt. Aktuell haben wir zu viele verletzte Spieler.

Die Zuschauer in Alfeld bekamen in der ersten Hälfte nur wenig Offensivaktionen zu sehen. Einzig eine Halbchance von Felix-Marten König sorgte für etwas Gefahr, ansonsten neutralisierten sich beide Teams weitgehend. Nach dem Seitenwechsel reagierte Alfelds Trainer und brachte Maximilian Mauer in die Partie. Der Joker belebte über die linke Seite das Offensivspiel des Tabellenzweiten merklich und sorgte für neuen Schwung. In der 70. Minute wurde Felix-Marten König – den fälligen Freistoß verwandelte er selbst zur verdienten 1:0-Führung. Nur wenige Minuten später war es erneut König, der nach einem klugen Steckpass allein auf TuSpo-Keeper Louis Klauck zulief, dann aber uneigennützig querlegte. Mauer umkurvte seinen Gegenspieler und schob überlegt zum 2:0 ein. In der Schlussphase spielte fast nur noch Alfeld. Vor allem König zeigte sich weiter torhungrig und drängte auf den dritten Treffer. Kurz vor dem Abpfiff nahm er einen hohen Ball an und zog aus der Drehung ab – doch Klauck im Schliekumer Tor reagierte glänzend und lenkte den Ball mit einer starken Parade aus dem Winkel. Am Ende durfte Alfeld dennoch über den zweiten Heimsieg in Folge jubeln.

VfR Germania Ochtersum – TuS GW Himmelsthür 2:0 (1:0).
Nach der Niederlage am vergangenen Spieltag zeigte sich die Germania hochmotiviert und ließ von Beginn an keinen Zweifel daran, dass sie im Aufstiegsrennen nicht erneut ins Straucheln geraten will. Ziel war es, die Alfelder auf Distanz zu halten – und das Team legte los wie die Feuerwehr. Bereits in der ersten Spielminute bot sich Wael Ismail die große Chance zur frühen Führung, doch er verpasste es, die scharfe Hereingabe von Niklas Preußner am zweiten Pfosten im Tor unterzubringen. Die Germania blieb am Drücker, dominierte das Geschehen und ließ die Gäste aus Himmelsthür kaum zur Entfaltung kommen. Trotz zahlreicher Möglichkeiten ließ der Führungstreffer jedoch lange auf sich warten. In der 30. Minute war es dann aber endlich soweit: Philipp Timkov setzte sich im Strafraum energisch durch, scheiterte zunächst am Torhüter – doch Preußner stand goldrichtig und musste den Abpraller nur noch ins verwaiste Tor einschieben. Mit der absolut verdienten 1:0-Führung im Rücken ging es für die Hausherren in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild etwas: Die Gäste kamen besser in die Partie, fanden mehr Zugriff und übernahmen phasenweise die Kontrolle. Germania Ochtersum ließ sich zunehmend in die eigene Hälfte drängen und versuchte mit langen Bällen für Entlastung zu sorgen – was allerdings nur bedingt gelang. Zwar war die Elf von Trainer Genc nun optisch überlegen, doch der letzte Zug zum Tor fehlte. Klare Torchancen blieben aus, und die Defensive der Hausherren stand stabil. In der Schlussminute machte der VfR schließlich alles klar: Nach einer punktgenauen Flanke von Lukas Kasten stieg der eingewechselte Nico Borgwardt im Strafraum am höchsten und köpfte eiskalt zum 2:0-Endstand ein – der Schlusspunkt einer über weite Strecken souveränen Vorstellung der Germania.

FC Concordia Hildesheim – MTV Almstedt 0:6 (0:2).
Von Beginn an ließ der MTV Almstedt keinen Zweifel daran, dass er im Duell mit dem Absteiger aus Hildesheim wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einfahren will. Mit voller Entschlossenheit startete die Heimelf in die Partie – und wurde früh belohnt: Bereits in der 13. Minute nutzte Erik Röbbelen eine präzise Vorlage von Tjark Marahrens zur 0:1-Führung. Auch in der Folge blieb Almstedt gefährlich, ließ jedoch weitere Chancen ungenutzt. Mit zunehmender Spieldauer verlor die Partie etwas an Tempo. Zwar hatten die Gäste aus Hildesheim mehr Ballbesitz, doch fehlte es ihrer Offensive an Präzision – ungenaue Pässe führten immer wieder zu Ballverlusten. In der 39. Minute war es erneut Röbbelen, der per Kopf nach einer Ecke von Brian Van-Ditzhuyzen das 0:2 markierte. Kurz vor der Pause drückte Concordia auf den Anschlusstreffer und erspielte sich sechs Ecken in Folge – ohne jedoch Kapital daraus zu schlagen. Die Defensive des MTV blieb standhaft. Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich zunächst ein offenes Spiel, in dem sich keine der beiden Mannschaften klar überlegen zeigte. Doch ab der 70. Minute brach der Widerstand der Gäste spürbar – und es wurde ein bitterer Nachmittag für Concordia. Den Anfang machte eine sehenswerte Kombination, die sich über das gesamte Spielfeld zog und schließlich von Frerk Bode zum 0:3 vollendet wurde. Nur sechs Minuten später schlug Marahrens eine punktgenaue Flanke auf Brian Van-Ditzhuyzen, der per Abschluss zum 0:4 erhöhte. Weitere vier Minuten später machte Marek Höweling das halbe Dutzend voll und traf zum 0:5. In der Nachspielzeit setzte Ben-Ole Beissner mit seinem ersten Saisontor den Schlusspunkt und besiegelte den 0:6-Kantersieg des MTV Almstedt, der mit diesem Erfolg ein deutliches Lebenszeichen im Abstiegskampf sendet.

TuSpo Lamspringe – TSV Holenberg 5:3 (2:0).
Mit einem echten Paukenschlag startete der TuSpo in die Partie gegen den TSV Holenberg: Bereits in der 11. Minute zimmerte Marius Schütz den Ball aus rund 20 Metern unhaltbar in die Maschen und sorgte damit für einen echten Auftakt nach Maß. In der Folge bestimmte der Gastgeber klar das Spielgeschehen, ohne jedoch weitere Treffer nachzulegen. Holenberg stemmte sich mit großem Einsatz gegen die Offensive, stand in der ersten Halbzeit defensiv meist kompakt und ließ kaum klare Chancen zu. TuSpo blieb jedoch aktiv, lief immer wieder an und wurde für die Mühen kurz vor dem Pausenpfiff belohnt. Nach einem unglücklichen Zuspiel des Holenberger Torwarts landete der Ball über den Kopf von Marius Schütz direkt bei Finn Mathiebe, der frei vor dem Tor auftauchte und souverän zum 2:0 einschob (45.). Auch nach dem Seitenwechsel setzte sich das Pech der Gäste fort: Ein Rückpass aus der eigenen Abwehr prallte in der 56. Minute gegen das Schienbein des TSV-Schlussmanns – von dort aus rollte der Ball zum 3:0 ins eigene Netz. Der TuSpo nutzte das Momentum und machte nur wenige Minuten später weiter Druck. In der 59. Minute erhöhte Tizian März nach Vorlage von Jan-Mika Bartetzko auf 4:0, ehe Philipp Probst in der 69. Minute mit dem 5:0 vermeintlich den Deckel auf die Partie machte. Doch Holenberg zeigte Moral und nutzte die Schlussphase zur Ergebniskosmetik. Innerhalb von sechs Minuten verkürzten Marvin Wessel (83.), Joshua Mély (85.) und Max Mund (89.) auf 5:3 – zum Punktgewinn reichte es jedoch nicht mehr. So sichert sich der TuSpo nach starker Vorstellung den verdienten Heimsieg.

Tizian März (links) bejubelt den Treffer von Finn Mathiebe zum zwischenzeitlichen 2:0. Foto: Eileen Stiehler

SC Harsum – SV BW Neuhof 1:1 (0:0).
In einer insgesamt unspektakulären Begegnung trennten sich der SC Harsum und der SV Blau-Weiß Neuhof mit einem 1:1-Unentschieden. In der ersten Halbzeit bot sich den rund 100 Zuschauern ein ausgeglichenes, aber wenig ereignisreiches Spiel. Die Gäste aus Neuhof, personell stark dezimiert, überließen den Hausherren bewusst den Ball und konzentrierten sich auf eine kompakte Defensivarbeit. Harsum hatte zwar mehr Ballbesitz, schaffte es jedoch kaum, diesen in zwingende Chancen umzuwandeln. Auch nach dem Seitenwechsel setzte sich das Bild zunächst fort, bis ein ruhender Ball für die Erlösung sorgte: In der 62. Minute brachte Tino Schulze einen Freistoß punktgenau auf den Kopf von Tim Buchmann, der zur 1:0-Führung einnickte. Nur wenige Minuten später hätte der SC Harsum den Sack zumachen können. Nach einem starken Solo von Marcel Goslar verpassten die Gastgeber jedoch das 2:0 – Neuhofs Torwart lenkte den Abschluss mit einer Glanzparade an die Latte. Diese vergebene Großchance sollte sich rächen: In der 80. Minute brachte ein langer Diagonalball Jan Radke in Abschlussposition. Der Neuhofer blieb eiskalt und traf zum späten 1:1-Ausgleich. Für Harsum ein bitterer Gegentreffer, wie auch SC-Sprecher Sven Salchow nach dem Spiel betonte: „Sehr ärgerlich. Wir wollten auf Abseits spielen – ob es nun Abseits war oder nicht, da streiten sich die Geister. Auf jeden Fall ein bitterer Gegentreffer, mit dem wir am Ende leben müssen.“

TSV Pattensen (U23) II – TSV Giesen 4:4 (1:0).
Die U23 des TSV Pattensen und der TSV Giesen lieferten sich ein furioses 4:4-Unentschieden mit einem spektakulären Schlusspunkt. In der ersten Halbzeit entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem die Landesliga-Reserve aus Pattensen die besseren Chancen hatte. Der Führungstreffer resultierte jedoch aus einem Giesener Fehler: Ein verunglückter Rückpass zum Torwart wurde von Nico Schünemann erlaufen, der in der 42. Minute zum 1:0 einschob. Kurz nach dem Seitenwechsel erhöhte Pattensen nach einem langen Ball auf 2:0. Giesen antwortete mit einem Doppelschlag: Erst traf Luca-Maximilian Budde nach einer Ecke, fasste sich Lennart Fiech ein Herz aus 30 Metern und glich zum 2:2 aus. In der 64. Minute drehte Giesen die Partie schließlich per Strafstoß komplett und ging mit 3:2 in Führung. Nach Foul an Robin Grodd verwandelte Fiech sicher. Die Hausherren, im Abstiegskampf dringend auf Punkte angewiesen, zeigten jedoch Moral und glichen bereits sechs Minuten später wieder aus. Vorausgegangen war wieder ein langer Ball. Das Spiel blieb intensiv und wogte hin und her. In der 83. Minute schien dann alles entschieden: Fiech traf nach Solo zum 4:3 für den TSV Giesen – die Gäste rochen an drei Punkten. Doch in der Nachspielzeit kam die Szene des Spiels: Pattensens Torwart Marten Krause eilte bei einem langen Einwurf mit nach vorne – und köpfte den Ball tatsächlich am zweiten Pfosten zum umjubelten 4:4-Endstand ins Netz! Giesens Trainer Laurin Paris zeigte sich trotz starker Leistung enttäuscht: „Wir sind sehr gut zurückgekommen, gegen eine wirklich gute Mannschaft. Am Ende fühlt es sich natürlich sehr bitter an.“