Hoher politischer Besuch bei Eintracht Hildesheim: Der CDU-Landesvorsitzende und mögliche Ministerpräsidentenkandidat Sebastian Lechner war am Dienstag, dem 19. Mai, auf dem Gelände des Hildesheimer Großsportvereins zu Gast.

Gemeinsam mit dem Vorstand rund um den Vorstandsvorsitzenden und Geschäftsführer Clemens Löcke verschaffte sich Lechner einen Eindruck von den vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen eines modernen Mehrspartenvereins.

V.l.n.r. Clemens Löcke, Sebastian Lechner und Ritchie Ereš

Nach einem Rundgang über das Eintracht-Gelände ging es in der Geschäftsstelle in intensive Gespräche über verschiedene gesellschaftlich und sportpolitisch relevante Themen. Besonders im Fokus stand dabei der Bereich Ganztagsschule. Eintracht Hildesheim gilt hier seit Jahren als Vorreiter und betreut mittlerweile an mehreren Schulen in Hildesheim und Umgebung über 2.000 Schülerinnen und Schüler im offenen Ganztag. Der Verein verbindet dabei klassische Betreuung mit Bewegungs-, Sport- und Bildungsangeboten und wurde für dieses Engagement bereits mit dem „Goldenen Stern des Sports“ ausgezeichnet.

Auch das Thema Schutzkonzept spielte bei dem Austausch eine wichtige Rolle. Eintracht Hildesheim gehört zu den ersten Vereinen in Niedersachsen, die offiziell mit dem Qualitätssiegel „Verein(t) zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport“ ausgezeichnet wurden. Über einen Zeitraum von mehreren Jahren entwickelte der Verein gemeinsam mit Fachstellen umfangreiche Präventionsmaßnahmen, Schulungen und Verhaltensrichtlinien zum Schutz von Kindern und Jugendlichen.

Lechner und Ereš.

Darüber hinaus wurde über die Herausforderungen der Sportförderung und des Sportstättenbaus gesprochen. Gerade große Mehrspartenvereine stehen zunehmend vor der Aufgabe, moderne Infrastruktur zu schaffen und gleichzeitig steigende Kosten zu bewältigen. Themen wie Sanierung, Barrierefreiheit und die Finanzierung von Sportanlagen seien dabei zentrale Zukunftsfragen für Vereine und Kommunen gleichermaßen.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Ehrenamtsarbeit und die Rolle des Sportvereins als Arbeitgeber. Eintracht Hildesheim beschäftigt mittlerweile zahlreiche Mitarbeitende, FSJler, Auszubildende und dual Studierende und hat mit seinem „Jungen Team“ ein eigenes Nachwuchs- und Ausbildungskonzept aufgebaut. Gleichzeitig engagiert sich der Verein stark in der Ausbildung pädagogischer Fachkräfte und Übungsleiter.

Im gemeinsamen Austausch wurde deutlich, wie stark sich die Aufgaben moderner Sportvereine verändert haben. Längst gehe es nicht mehr ausschließlich um den klassischen Trainings- und Spielbetrieb, sondern zunehmend auch um Bildung, Integration, Gesundheitsförderung, soziale Verantwortung und die Schaffung beruflicher Perspektiven.