Sie haben es wieder getan! Benni Plaschke und seine VfV U19 kegeln den nächsten Jugendbundesligisten aus dem Niedersachsenpokal und ziehen völlig verdient in das Niedersachsenpokalfinale ein.

Titelbild: shotsbyjason98

Gestern war er endlich gekommen, der große Tag des Niedersachsen-Pokal-Halbfinals. Die A-Jugend des VfV Borussia 06 Hildesheims empfing mit Eintracht Braunschweig den nächsten Jugendbundesligisten. Bereits im Viertelfinale konnten sie dort den klassenhöheren TSV aus Havelse besiegen. Vor einer dem Anlass würdigen Kulisse von 490 Zuschauern im Friedrich-Eber-Stadion sollte jetzt also der letzte Schritt in Richtung Finale gemacht werden.
Hinein ins Spiel, übernahmen die Hausherren direkt mal das Kommando und erspielten sich die ersten guten Torchancen. Ert scheiterte Nikita Root per Kopf am BTSV- Torwart und dann setzte der flinke Außenbahnspieler seinen Abschluss knapp über das Tor. Die Gäste aus der Löwenstadt brauchten bis in die 20. Minute herein um in die Partie zu finden. Danach übernahmen sie aber zwischen der 20. und 40. Minute zunehmend die Kontrolle. In dieser Phase musste VfV-Keeper Kristers Millers im Eins-gegen-Eins stark parieren und hielt seine Mannschaft im Spiel.

Ein Rückschlag folgte in der 28. Minute, als Innenverteidiger Louis Peuker verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Für ihn kam Robin Köhler, der ein überragendes Spiel hinlegen sollte. „Da hat die Mannschaft so ein bisschen gebraucht, um sich neu zu sortieren“, erklärte Plaschke und ergänzte:,, Für ihn kam dann Robin Köhler rein, der dann ein überragendes Spiel gemacht.“ Kurz vor der Pause bot sich dennoch die große Chance zur Führung, doch Chima Ulonna vergab aus aussichtsreicher Position. Nach Plaschke trotzdem ein Mutmacher für seine Jungs, vor der Halbzeit wieder im Spiel angekommen zu sein.
Nach dem Seitenwechsel zeigte der VfV dann eine überragende Leistung. Direkt zu Beginn ließ die Mannschaft erneut eine große Möglichkeit liegen, machte es in der 55. Minute aber besser. Nach starkem Pressing gewann der VfV den Ball, Braunschweigs Torwart verschätzte sich leicht, und Kapitän Benjamin Mommertz zog aus rund 20 bis 25 Metern ab. Der Ball schlug abgefälscht zur umjubelten 1:0-Führung im Tor der Gäste ein.
Die Hildesheimer blieben am Drücker und hatten mehrfach die Chance, die Partie vorzeitig zu entscheiden. Erneut vergab Ulonna das mögliche 2:0, zudem blieb ein aus Sicht der Gastgeber klarer Handelfmeterpfiff aus. Auch Lennart Plat hatte noch die Gelegenheit, den Sack zuzumachen, doch es blieb beim knappen Vorsprung.
Defensiv ließ der VfV in der zweiten Halbzeit kaum noch etwas zu. Lediglich in den Schlussminuten erhöhten die Gäste noch einmal den Druck, doch die Hildesheimer verteidigten konsequent und brachten den Sieg über die Zeit. „Sehr stabile Mannschaftsleistung, sehr gute Defensivleistung und sehr gut offensiv umgeschaltet“, lobte Plaschke und ergänzte:

Aus meiner Sicht, aufgrund der starken zweiten Halbzeit, ein absolut verdienter Sieg.

Auch Innenverteidiger Robin Köhler zeigte sich nach Abpfiff begeistert: „Ergebnis ist absolut verdient. Nur zwei, drei Torchancen zugelassen, großer Kampf, sehr viel gefighted.“ Besonders hob er die Atmosphäre hervor:

Gänsehaut-Atmosphäre, gerade beim Tor hat das ganze Stadion gejubelt.

Mit dem Erfolg sichert sich der VfV nicht nur den Einzug ins Finale, sondern trifft dort auf Hannover 96, die sich in ihrem Halbfinale knapp gegen den VfL aus Wolfsburg im Elfmeterschießen durchsetzen konnten. Gleichzeitig sicherten sich die jungen Hildesheimer durch den Finaleinzug die Teilnahme am DFB-Pokal der A-Junioren, ein nächstes großes Kapitel für eine ohnehin herausragende Saison der Hildesheimer Nachwuchskicker. Das Finale wird dann am 13.05. um 19 Uhr im August-Wenzel-Stadion in Barsinghausen stattfinden.