2. NFV-eFootball-Cup

"... ohne die Hilfe der Jungs aus Algermissen hätten wir es nicht geschafft!"

21. Januar 2020, 18:38 Uhr

Foto: NFV

Die SG Wehrstedt/Salzdetfurth stellt die eFootball-Könige Niedersachsens. Beim 2. NFV-eFootball-Cup in der hannoverschen Swiss Life Hall boten Nico Jurkschat und Luca Schulze im Finale im Trikot von Real Madrid gegen SV Bruchhausen-Vilsen ein perfektes Spiel, siegten deutlich mit 4:0 (2:0) und ließen sich anschließend im Konfettiregen feiern.

Gespielt wurde das Turnier in Hannover mit Rundumbande und auf Kunstrasen. 24 eFootball-Stationen mit Tischen, Stühlen, Monitoren und Konsolen waren beim 2. NFV-eFootball-Cup auf der Spielfläche der Swiss Life Hall aufgebaut worden. Eine zusätzliche Station gab es auf der großen Live-Bühne. Deren Spiele wurden für die Zuschauer auf einer Videowand übertragen und bei Facebook und Twitch live gestreamt. Der Clou für die Spieler: Der NFV hatte ein Fotografenteam von „the Image Report“ aus Berlin engagiert, das für alle Spieler eine Players Card mit Namen und Foto erstellen wird.

96 Zweier-Teams hatten sich für den eFootball-Cup qualifiziert. Zwei sagten kurzfristig ihre Teilnahme ab, so dass schließlich 188 Konsolenkicker vor der prächtigen Kulisse an den PlayStations im Spiel „FIFA 20“ in 22 Gruppen á vier Teams und zwei Gruppen á drei Teams ins Turnier gingen. Die ersten beiden Teams aus jeder Gruppe zogen schließlich in die K.o.-Runde ein. Alle drittplatzierten Teams sowie die besten acht Viertplatzierten spielten zusätzlich 16 weitere Teilnehmer für die K.o.-Runde aus, die mit dem 32er-Finale begann.

Niko Jurkschat und Luca Schulze haben ihrer Mannschaft mit dem Titelgewinn ein tolles Geschenk gemacht. Denn immerhin kann die SG Wehrstedt/Salzdetfurth nun mit 20 Personen ein Wochenendtrainingslager im Sporthotel Fuchsbachtal in Barsinghausen absolvieren.

Interview mit den Gewinnern

Sportnews Hildesheim: In der Kreisliga seid ihr abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz, beim eSoccer Niedersachsenmeister. Wie gut glaubst du wirkt sich so ein Erfolgserlebnis auf Wehrstedt aus?

Nico: Natürlich bringt uns dieser Sieg auf dem Spielfeld keine Tore oder Punkte, nichtsdestotrotz haben wir bewiesen, dass wir etwas schaffen können, was uns keiner zugetraut hat. Wenn wir uns konzentrieren und als Team alles dafür geben, ist nichts unmöglich. Die Qualität haben wir definitiv in der Mannschaft. 

SN: Wie hast du die eSoccer Niedersachsenmeisterschaft insgesamt erlebt?
Luca: Für mich war der Spaßfaktor im Vordergrund. Im Hinterkopf habe ich erst im Achtelfinale an den Titel gedacht.

SN: Zum Turnier - an welchem Zeitpunkt dachtest du, der Turniersieg ist hier heute drin?
Nico: Unser Ziel war es zunächst die Gruppenphase zu überstehen. Nach dem guten Start haben wir das letzte Gruppenspiel mit 4:1 verloren. Die Niederlage kam für uns definitiv zum richtigen Zeitpunkt. So richtig das Gefühl, dass wir das Ding gewinnen können kam bei mir nachdem wir das Viertelfinale gegen einen sehr guten Gegner gewonnen haben. Im Halbfinale hatten wir das Glück auch ein wenig auf unserer Seite, da wir dort in der 93. Minute mit der letzten Aktion den Siegtreffer erzielt haben. Im Finale haben wir relativ schnell gemerkt, dass wir das Spiel dominieren und sind auch schnell 2:0 in Führung gegangen und haben kaum was zugelassen. Die Jungs aus Algermissen haben uns auch super unterstützt und uns immer wieder eingeredet, dass wir uns auf uns konzentrieren sollen. Ohne deren Hilfe hätten wir es auch nicht geschafft! 

SN: Wie hast du die Stimmung erlebt?
Luca: Die Stimmung war als Fan selber denke ich mal perfekt. Für mich als Spieler hat es in manchen Situationen genervt, wenn irgendein Betrunkener von hinten reinrufte. 

SN: Nach dem Sieg wurde noch etwas in der Wehrstedter-Kabine gefeiert. Wie haben Euch die Mannschaftskollegen aufgenommen?
Nico: Auf dem Rückweg hat unser Trainer uns angerufen und gesagt, wir müssen unbedingt noch ins Clubhaus kommen. Als wir dort ankamen, war fast die ganze Mannschaft da und hat uns gefeiert. Die haben sich teilweise fast mehr gefreut als wir, weil wir es da immer noch nicht wirklich realisieren konnten. Das war nicht selbstverständlich an einem Sonntag um 21 Uhr. 

Autor: Anton Gebhard

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