Am 27. Juni

NFV lenkt ein: Dieses Szenario soll auf dem Verbandstag gewählt werden

Maximilian Willke
20. Mai 2020, 20:10 Uhr

Symbolbild - Foto: Maximilian Willke

Wie der Niedersächsische Fußball Verband mitteilt, hat sich der Verbandsvorstand in seiner heutigen Sitzung auf ein Szenario geeinigt, wie die Fußball-Saison 2019/20 beendet und gewertet werden soll. 

Der NFV-Verbandsvorstand hat sich in seiner heutigen Sitzung final mit den vier möglichen Varianten zum Umgang der aktuell bis auf Weiteres unterbrochenen Saison 2019/20 beschäftigt. Dabei einigten sich die dem Verbandsvorstand angehörenden Präsidiumsmitglieder und Vorsitzenden der 33 Kreise auf jene Variante, die einen Saisonabbruch nach Quotientenregelung mit Auf-, aber ohne Abstieg vorsieht. Diese Variante wird vom NFV-Verbandsvorstand als Antrag auf dem außerordentlichen Verbandstag eingereicht, der – auch das wurde in der heutigen Sitzung beschlossen – am 27. Juni als voraussichtlich virtuelle Veranstaltung ausgetragen werden soll.
Statement des NFV

Damit scheint nun endgültig die Verlängerung der Spielzeit vom Tisch. Zudem dürfte die vorgeschlagene Variante für Jubel bei vielen Hildesheimer Vereinen sorgen. Oberligist VfV Borussia 06 Hildesheim steht somit kurz vor dem Aufstieg in die Regionalliga oder Bezirksligist 1. FC Sarstedt kurz vor dem Aufstieg in die Landesliga Hannover. 


„Das Webinar am vergangenen Samstag hat noch einmal zur umfassenden Information der Vereine beigetragen. Die Resonanz hat gezeigt, wo die Präferenzen der Vereine liegen. Insofern ist der Verbandsvorstand auch nach Empfehlung des Präsidiums einmütig zur Beschlussfassung gekommen. Der Antrag auf einen Saisonbruch nach Quotientenregelung mit Auf-, aber ohne Absteiger wird der Einzige sein, der von Seiten des NFV-Verbandsvorstandes auf dem außerordentlichen Verbandstag eingebracht und zur Abstimmung gestellt wird. Unabhängig davon kann jeder Verein einen Antrag im Rahmen der Antragsfrist stellen“, erklärte NFV-Präsident Günter Distelrath.

Neben dem einmütigen Votum für das Abbruchszenario ergab auch die Abstimmung zur Frage „Wer steigt auf“ ein klares Ergebnis. Mit großer Mehrheit sprach sich der NFV-Verbandsvorstand für die Variante „Regelaufsteiger + Relegationsplatz“ aus.

Dass der vom Verband vorgesehene Antrag, der keine Absteiger und nur Aufsteiger vorsieht, spieltechnische Konsequenzen für die kommende Saison hat und eine große Herausforderung für die jeweiligen Spielausschüsse darstellt, ist den Verantwortlichen bewusst. „Wir müssen darauf achten, dass kein Verein und keine Mannschaft
überfordert wird. Deshalb wird es zum Beispiel hinsichtlich der Planung der Saison keine Denkverbote geben“, erklärte Distelrath. Der NFV behalte sich darüber hinaus vor, Sonderregelungen für die Pokal-Wettbewerbe zu treffen oder die kommende Saison bis zum Beginn der Sommerferien am 22. Juli 2021 zu verlängern. Der außerordentliche Verbandstag am 27. Juni ist der sechste in der Geschichte des NFV. Der bis dato letzte fand 1979 statt, als sich – analog der damals geltenden politischen Grenzen – die neuen NFV-Kreise und Bezirke konstituierten.

Autor: Maximilian Willke

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