Nach zwei Siegen zum Saisonstart musste die SG Börde Handball am vergangenen Wochenende die erste Saisonniederlage hinnehmen. Gegen Plesse-Hardenberg zeigte das Team eine schwache Vorstellung. Nun geht es am 4. Spieltag zur HSG Liebenburg/Salzgitter, die als Aufsteiger am vergangenen Wochenende beim knappen Sieg in Barsinghausen ihren ersten Saisonerfolg feierte.

Fotos: Adrian Spieler

Die Niederlage hat die Börde-Mannschaft nach Einschätzung von Trainerin Laura Naß gut verarbeitet. „Ich glaube, die Mannschaft hat die Niederlage ganz gut weggesteckt. Die Stimmung unter der Woche war bislang recht ausgeglichen“, berichtet sie. Dabei habe auch geholfen, dass die Mannschaft die schwache Leistung vor allem bei sich selbst gesucht habe: „Alle waren sich einig, dass wir das selbst verschuldet haben. Dann war es irgendwie leichter wegzustecken.“

Überbewerten will Naß die erste Niederlage dennoch nicht. „Ich hatte am Anfang der Saison gesagt, wir wollen aus den ersten drei Spielen vier Punkte holen. Das haben wir auf jeden Fall erreicht.“ Gleichzeitig ist sie überzeugt, dass gegen Plesse-Hardenberg mehr möglich gewesen wäre: „Wenn wir Normalform gehabt hätten, hätten wir das Spiel auch gewinnen können.“
Vor allem die vielen individuellen Fehler beschäftigten die Trainerin. „Es hatte am Wochenende wenig mit fehlendem Eingespieltsein zu tun, sondern mehr mit individuellen Fehlern“, sagt Naß. In dieser Woche wurde deshalb das Training angepasst. Mit einem wieder vollständigeren Kader konnte intensiv im Sechs-gegen-Sechs gearbeitet und an verschiedenen Konstellationen gefeilt werden.

Beim Aufsteiger erwartet Börde nun eine unangenehme Aufgabe. „Die kommen natürlich mit einer gewissen Euphorie“, warnt Naß. Gleichzeitig kennt die SG den Gegner aus vergangenen Duellen in der Verbandsliga und der Sommervorbereitung noch gut. Besonders eine Spielerin im linken Rückraum gilt es laut Naß im Blick zu behalten, welche zu den Schlüsselspielerinnen der HSG gehört.

Entscheidend soll aber die eigene Leistung sein. „Wir müssen fokussiert bei uns bleiben und unsere Fehler reduzieren“, fordert Naß. Dann gelte es, die Qualität des Kaders auch als Mannschaft auf die Platte zu bringen. Dabei kann Börde wieder auf Hannah Bartels zurückgreifen: „Sie gibt uns in der Abwehr auf jeden Fall schon einiges an Sicherheit mit und wird, denke ich, auch im Angriff wieder für Akzente setzen.“

Steht Trainerin Naß wieder voll zur Vefügung. SG-Kreisläuferin Hannah Bartels.