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Ein Traum geht in Erfüllung, aber die eigentliche Arbeit beginnt erst jetzt. Finn Kiszka, ehemaliger Spieler des VfV Borussia 06 Hildesheim, hat sich den Traum vom Profifußball erfüllt und wird mit dem TSV Havelse in der dritten Liga an den Start gehen.
Für Finn Kiszka geht es nach nur einer Saison in der Regionalliga direkt eine Spielklasse höher. Der frühere Offensivspieler des VfV Borussia 06 Hildesheim hat den HSC Hannover verlassen und sich dem Drittligisten TSV Havelse angeschlossen. Damit setzt der 25-Jährige seinen rasanten sportlichen Aufstieg fort.
Kiszka war im Winter der Saison 2022/23 vom OSV Hannover zur Domstadtelf gewechselt und verbrachte insgesamt zweieinhalb Spielzeiten in Hildesheim. Im Trikot des VfV entwickelte er sich zu einem der gefährlichsten Offensivspieler der Region. In 68 Pflichtspielen gelangen ihm 45 Scorerpunkte.

Nach der abgelaufenen Saison folgte der Wechsel zum HSC Hannover in die Regionalliga Nord. Auch dort benötigte Kiszka keine lange Anlaufzeit. Mit 16 Scorerpunkten hatte er einen großen Anteil am Klassenerhalt der Hannoveraner und spielte sich damit in den Fokus des TSV Havelse.
„Den Weg von Finn verfolgen wir nun seit mehreren Jahren. Er hat sowohl in den direkten Duellen als auch im Ligaalltag gezeigt, wie er mit seinen dynamischen Tiefenläufen immer wieder zu gefährlichen Torraumaktionen kommt“, erklärt Havelses sportlicher Leiter Samir Ferchichi bei der Bekanntgabe des Wechsels auf der Website des Vereins. Der Drittligist freue sich, mit Kiszka einen weiteren Spieler aus der Region für den eigenen Kader gewonnen zu haben.
Deutlich höheres Trainingspensum
Die ersten Wochen bei seinem neuen Verein sind für den ehemaligen Hildesheimer von einer deutlich höheren Belastung geprägt. Statt der bisherigen Trainingsfrequenz stehen beim Drittligisten teilweise zwei Einheiten am Tag auf dem Programm. Kiszka berichtet:
Die Vorbereitung läuft gut. Natürlich ist es ein anderes Pensum und eine andere Frequenz mit Trainingseinheiten zweimal am Tag, als ich es bis jetzt gewohnt war.
In den ersten Testspielen gegen den SV Atlas Delmenhorst und Eintracht Braunschweig habe die neu zusammengestellte Mannschaft bereits erste Fortschritte gezeigt.
Viele Spieler seien neu zum Team gestoßen, während lediglich ein kleiner Kern des Aufstiegskaders zusammengeblieben sei. Dennoch habe die Integration schnell funktioniert. „Es sind alles sehr korrekte Jungs und es macht Bock. Langsam entwickelt sich eine Teamdynamik und man wächst von Einheit zu Einheit mehr zusammen“, sagt der Offensivspieler.
„Technisch alles noch einmal versierter und schneller“
Wie groß der Sprung von der Regionalliga in die 3. Liga tatsächlich ist, kann Kiszka vor dem ersten Pflichtspiel noch nicht abschließend beurteilen. Bereits im täglichen Training seien die Unterschiede jedoch deutlich zu erkennen. Der 25-Jährige erklärt:
Qualitativ ist es natürlich noch einmal etwas anderes. Sowohl von der Dynamik und Intensität als auch technisch ist alles noch einmal versierter und schneller.
Auch in der Kabine treffe er nun auf andere Namen als noch in den vergangenen Spielzeiten.
Das vorrangige Ziel des Aufsteigers ist für Kiszka eindeutig. Der TSV Havelse möchte sich in der 3. Liga behaupten und den Klassenerhalt erreichen. Wie konkurrenzfähig die neu formierte Mannschaft ist, werde sich nach Einschätzung des früheren VfV-Spielers bereits in den ersten Saisonwochen zeigen.
Vorfreude auf große Stadien
Für Kiszka bedeutet der Wechsel zugleich die Erfüllung eines Kindheitstraums. Innerhalb weniger Jahre führte sein Weg von der Jugend und den Herren des OSV Hannover über den VfV 06 Hildesheim und den HSC Hannover bis in den Profifußball.
Mein sechsjähriges Ich wäre wahrscheinlich extrem stolz, einfach die Chance zu haben, in einer Profiliga und in großen Stadien zu spielen.
Besonders auf Auswärtsspiele in Düsseldorf, Münster oder am Aachener Tivoli freue er sich.
Dass sein Weg in den vergangenen Jahren derart schnell nach oben führte, führt Kiszka auf kontinuierliche Arbeit und seine Anpassungsfähigkeit zurück. An allen bisherigen Stationen sei er gut aufgenommen worden und habe seine offensiven Qualitäten einbringen können.
Trotz des rasanten Aufstiegs: Kiszka bleibt bescheiden
„Es ist nicht so, dass ich es jetzt geschafft habe, sondern jetzt kommt eigentlich erst die richtige Aufgabe“, betont der Neuzugang. Nun gelte es, sich auch in der neuen Liga zu beweisen:
Ich denke, dass man mit Herausforderungen wächst. Wenn man immer alles reinhaut, können dabei solche Ergebnisse herauskommen. An der einen oder anderen Stelle braucht man sicherlich auch ein bisschen Glück.
Nach zweieinhalb erfolgreichen Spielzeiten in Hildesheim und einem überzeugenden Regionalliga-Jahr beim HSC Hannover wartet auf Finn Kiszka nun die bislang größte Herausforderung seiner Karriere. Beim TSV Havelse möchte der 25-Jährige zeigen, dass seine dynamischen Tiefenläufe und seine Torgefahr auch in der 3. Liga für Gefahr sorgen können.


