Eintracht U23 holt den Pott

KWG-Regio-Cup hält einige Überraschungen parat

Maximilian Willke
05. Januar 2020, 09:40 Uhr

Foto: Maximilian Willke

Knapp 1.600 Zuschauer pilgerten am Freitag und Samstag in die Volksbank-Arena zum KWG-Regio-Cup. Das Handball-Turnier hält einige Überraschungen parat. 

Alfeld und Börde bleiben hinter den Erwartungen zurück

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Der KWG-Regio-Cup 2020 ist Geschichte - knapp 1.600 Zuschauer kamen an beiden Tagen in die Volksbank-Arena und wurden Zeuge einiger überraschender Auftritte. Am gestrigen Finaltag waren es rund 800 Zuschauer die sahen, wie sich die ranghöchsten Teams von den Sportfreunden Söhre, der SG Börde Handball und der SV Alfeld allesamt schwer taten. Während es die Alfelder gar nicht ins Halbfinale schafften, waren die Söhrer und die SG Börde immerhin unter den letzten Vier vertreten. 
Die 'Börde-Adler' verloren allerdings ihr Halbfinale gegen die U23 von Eintracht Hildesheim und mussten so mit dem Spiel um Platz drei vorlieb nehmen. Die Sportfreunde zeigten im Halbfinale eine gute Leistung gegen TuS GW Himmelsthür und schafften durch ein deutliches 21:8 den Sprung ins Finale. 

Himmelsthürs Torwart überzeugt

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In den Platzierungsspielen setzten sich dann zunächst Gronau (5:3 vs. Bad Salzdetfurth) und Alfeld (8:5 vs. Groß Lafferde) durch und konnten sich Platz sieben und fünf sichern. 

Im Spiel um Platz drei traf dann Landesligist TuS GW Himmelsthür auf den Verbandsliga-Tabellenführer SG Börde Handball. Der Verbandsligist musste nach 20 umkämpften Minuten seine dritte Niederlage im gesamten Turnierverlauf hinnehmen. Zuvor hatten die Mannen von Trainer Georgi Nikolov bereits gegen die Sportfreunde Söhre in der Gruppenphase Punkte gelassen und im Halbfinale Eintracht U23 den Vortritt lassen müssen. Einen großen Anteil am Himmelsthürer Sieg hatte Keeper Jan Kastening, der mit einigen Paraden der Börde-Offensive den Zahn zog. Ob Tempo-Gegenstoß, Siebenmeter oder aus dem Rückraum, Kastening war kaum zu bezwingen. Lediglich elf Tore gelangen der SGB. "Wir haben das Ding im letzten Spiel echt gerockt, das kann man sich kaum besser vorstellen", zeigte sich Kastening sichtlich erfreut. Zudem fügte er an: "Das Turnier ist hochkarätig besetzt, wir sind mit einer Landesliga-Truppe Dritter geworden, da sind wir mehr als zufrieden." 

Krka pariert, Kinzel nicht unbedingt

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Im Endspiel kam es dann zum Aufeinandertreffen der U23 von Eintracht Hildesheim und Oberligist und Titelverteidiger Sportfreunde Söhre. Während die Söhrer auf Spielgestalter Maximilian Kolditz, Kreisläufer Philipp Klein und Außen-Shooter Lucas Range verzichten mussten, hatten die Hildesheimer mit Leon Krka und Norman Kordas zwei Spieler aus dem Drittliga-Kader dabei. 
Krka und Kordas wurden über die insgesamt 40 Minuten auch zu entscheidenden Faktoren. Von Beginn an lagen die Eintracht-Jungs in Front, Söhre scheiterte immer wieder an Krka oder an sich selbst mit etlichen technischen Fehlern. So lag der Oberligist nach elf Minuten mit 2:7 hinten. Selbst eine doppelte Überzahl konnten die Sportfreunde nicht entscheidend nutzen. Zur Pause stand es 10:6 für Eintrachts U23. 

Wirklich eng wurde es in Halbzeit zwei nicht mehr, dass lag vor allem daran, dass Leon Krka immer dann eine Parade zeigte, wenn die Söhrer hätten heran kommen können. Auch mit dem 7. Feldspieler schafften die Sportfreunde es kaum mehr Gefahr auf das Tor zur bringen, stattdessen traf Krka in das leere Tor und sorgte für die Entscheidung. Durch einen 17:12-Sieg sicherte sich die U23 von Eintracht Hildesheim am Ende verdient den Gewinn des KWG-Regio-Cups. "Man sagt zwar immer es ist ein Vorbereitungsturnier, aber im Endeffekt geht es um viel Prestige. Söhrer war nicht mit der besten Truppe dabei, aber für unsere junge Truppe ist das echt eine super Sache", zeigte sich Eintracht-Trainer Robin John erfreut. 
Söhre-Trainer Sven Lakenmacher erkannte die verdiente Niederlage an: "Wir haben verdient verloren, dass muss man ganz klar sagen. Wir sind zu oft am Torhüter gescheitert und mussten dann viel hinterherlaufen. Vielleicht ist das vor Freitag auch nochmal ein guter Weckruf, dass wir den Fokus auf das schwere Spiel am Freitag in Nienburg legen müssen. 

Autor: Maximilian Willke

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