Ein gebrauchter Tag für die Oberliga-Fußballer des VfV Borussia 06 Hildesheim. Vor 1604 Zuschauern verloren die VfVer bei Tabellenführer Atlas Delmenhorst mit 0:3.

Der VfV Borussia 06 Hildesheim hat das Spitzenspiel bei Tabellenführer Atlas Delmenhorst mit 0:3 verloren. Nach dem Spiel haderten viele der 100 mitgereisten Hildesheimer Fans mit der Aktion in der 54. Minute. Der quirlige Karsan Doski wurde im Delmenhorster Strafraum gefoult und Louis Malina (Titelfoto, Archiv) scheiterte mit einem halbhohen Schuss vom Elfmeterpunkt an Atlas-Torwart Damian Schobert. Das wäre der Treffer zum 1:1-Ausgleich gewesen. Konjunktiv hilft im Fußball aber nicht weiter und weil die Hildesheimer die erste Halbzeit verschliefen, führte der Tabellenführer zu diesem Zeitpunkt durch einen Treffer von Lucas Bauer bereits mit 1:0. Es war ein kurioser Treffer, weil Bauer den Ball quasi im Sprung über den verdutzten VfV-Keeper Lennart Schulze-Kökelsum ins Tor lenkte und Atlas völlig verdient in Führung brachte. Die Hildesheimer kamen aber stark verbessert aus der Kabine und aber erst stand Fred Mc Mensah in aussichtsreicher Position im Abseits und dann kam Malinas Schusspech dazu. Noch unglücklicher wurde es in der 64. Minute. Der gerade erst eingewechselte Tim Friedrich lenkte einen der vielen langen Delmenhorster Bälle ins eigene Tor. Damit war die Partie vorentschieden. Steffen Rohwedder machte in der 76. Minute für die Delmenhorster alles klar. Der Stürmer traf mit einem satten Schuss aus 15 Metern unhaltbar ins Eck. Die Slapstick-Aktionen zu Ungunsten der Gäste waren aber noch nicht zu ende. Eine Minute später gab es wieder einen Elfmeter für den VfV. Der gefoulte Mahdi Biso trat selbst an rutschte bei der Ausführung unglücklich aus und setzte den Ball neben das Tor. Damit war der wirklich gebrauchte Tag für die VfVer perfekt. „Wir hatten heute nicht das Spielglück auf unserer Seite. Zugegeben, in der ersten Halbzeit waren wir nicht gut, aber die Gegentore waren schon ungewöhnlich und zwei verschossene Elfmeter gibt es auch nicht alle Tage“, sagte Omar Fahmy, der Vorstand Sport des VfV 06 nach dem Spiel. Für das Aufstiegsrennen in der Oberliga gibt sich Fahmy aber optimistisch. „Wir haben noch zehn Spiele zu bestreiten und es ist noch alles drin. Die anderen Mannschaft in der Spitzengruppen haben zuletzt gepatzt, dann müssen wir in den nächsten Wochen nutzen.“ In der Tabelle belegt der VfV aktuell Rang sechs mit einem Rückstand von zehn Punkten auf den Tabellenführer, allerdings hat der VfV drei Spiele weniger bestritten.