In unserem gedruckten Jahresrückblick ist uns auf der Doppelseite zum VfR Germania Ochtersum leider ein redaktioneller Fehler passiert. Umso wichtiger ist es uns, den Verein und sein Jahr 2025 vollständig und korrekt darzustellen. Deshalb veröffentlichen wir hier den kompletten Jahresrückblick des VfR Germania Ochtersum in der richtigen Fassung.

Ein Jahr, das Geschichte schrieb

Für den VfR Germania Ochtersum war das Jahr 2025 eines, das sich tief in die Vereinsgeschichte eingebrannt hat. Ein Jahr zwischen Ekstase und Ernüchterung, zwischen dem größten sportlichen Erfolg der jüngeren Vergangenheit und der brutalen Realität einer neuen Liga. Ein Jahr, das geprägt war von Zusammenhalt, Entwicklung und der Erkenntnis, dass Erfolg nicht immer gradlinig verläuft.

Der Weg zum Aufstieg: Flow, Fokus und defensive Stabilität

Als Tabellenzweiter der Bezirksliga startete Germania Ochtersum in das Fußballjahr, mit fünf Punkten Rückstand auf Spitzenreiter SV Blau-Weiß Neuhof. Drei klare Siege zum Auftakt machten sofort deutlich, dass die Mannschaft bereit war, diesen Rückstand anzugreifen. Zwar folgten mit der 0:1-Niederlage gegen den SC Harsum sowie zwei Remis kleinere Rückschläge, doch Ochtersum fand immer wieder zurück in die Spur.

Nach weiteren Siegen musste die Germania kurz vor Saisonende eine schmerzhafte Niederlage gegen die SV Alfeld hinnehmen. Doch diesmal blieb die Mannschaft ruhig. „In den vergangenen Jahren war so eine Niederlage bei uns oft der Startpunkt für Hektik“, sagt Kapitän Paul Emmerling. „Das war diesmal nicht der Fall. Jeder war gewillt, sich dieses Ziel nicht mehr nehmen zu lassen.“

Der Lohn folgte wenig später: Mit einem 4:2-Erfolg über Giesen machte Ochtersum drei Spieltage vor Schluss den Aufstieg perfekt. Beste Defensive der Liga, mannschaftliche Geschlossenheit und ein klarer Plan waren die entscheidenden Faktoren.

„Die schönste fußballerische Zeit unseres Lebens“

Für Emmerling und viele seiner Mitspieler bleibt diese Rückrunde unvergessen. „Die Bezirksliga-Rückrunde 24/25 war vermutlich die schönste und unbeschreiblichste fußballerische Zeit unseres Lebens. Wir waren in einem Flow, alles hat funktioniert.“ Besonders das „Aufstiegsspiel“ gegen Giesen habe sich eingebrannt: der Abpfiff, die Tore, die Feier bis tief in die Nacht.

Neue Liga, neue Realität

Mit dem Aufstieg begann ein neues Kapitel. Der Kader blieb im Sommer größtenteils zusammen, das Ziel war klar: Klassenerhalt in der Landesliga. Doch schon das Auftaktprogramm zeigte, wie anspruchsvoll diese Aufgabe werden würde. Im ersten Landesligaspiel der Vereinsgeschichte unterlag Ochtersum dem Aufstiegsfavoriten SC Hemmingen-Westerfeld spät mit 1:2. Eine Woche später folgte jedoch ein Highlight: Im Derby gegen den SV Newroz Hildesheim feierte die Germania einen überraschend klaren 4:1-Heimsieg.

Es sollte der einzige Sieg der Hinrunde bleiben. In 16 Spielen sammelte Ochtersum lediglich fünf Punkte. „Katastrophale individuelle Fehler in allen Mannschaftsteilen haben sich durch die Hinrunde gezogen“, so Emmerling offen. Germania überwinterte auf dem letzten Tabellenplatz, mit zehn Punkten Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsrang.

Zusammenhalt als Fundament für 2026

Trotz der sportlich schwierigen Phase verlor die Mannschaft nicht ihren Zusammenhalt. „Wir sind ein gutes Team, eine gute Gemeinschaft. Es war schwer, mit diesem Negativlauf umzugehen, aber ich bin stolz darauf, wie wir uns daraus befreit haben“, betont Emmerling. Im letzten Drittel der Hinrunde sei eine klare Steigerung erkennbar gewesen, spielerisch wie mental.

Der Blick geht nach vorne. „Wir sind gelassener geworden, ohne Motivation oder Siegeswillen zu verlieren. Diese Einstellung müssen wir mit ins neue Jahr nehmen“, sagt der Kapitän. Der VfR Germania Ochtersum hat 2025 gelernt, was Aufstieg bedeutet und was es heißt, sich in einer neuen Liga zu behaupten. Ein Jahr voller Gegensätze, aus dem der Verein gestärkt hervorgehen will.

Wo gibt es das Magazin?

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