Spiel mit echtem Derbycharakter

HC'ler erfolgreich gegen den Northeimer HC

20. Dezember 2021, 07:27 Uhr

Lukas Schieb (HC Eintracht Hildesheim) in Aktion. Schieb war gestern mit 7 Treffern bester Werfer. Foto: Sascha Brandis

Pünktlich zum vierten Advent wurden die Hildesheimer Handballfans erneut in die Volksbank Arena gebeten. Hintergrund war die Begegnung zwischen dem HC Eintracht Hildesheim und dem Northeimer HC. Das Spiel mit echtem Derbycharakter endete nach 60 Minuten zu Gunsten der HC-Einträchtler. Durch den 33:27 Heimsieg klettern die HC‘ler vor dem letzten Spiel des Jahres auf den zweiten Tabellenplatz. 

Nach einer Minute und 48 Sekunden lag am heutigen Sonntagnachmittag Marco Matic bereits zum zweiten Mal auf dem Hallenboden der Volksbank Arena in Hildesheim, eine Minute später schickte das Schiedsrichtergespann Northeims Malte Wodarz für zwei Minuten auf die Bank. Aber auch die Hausherren zeigten sich wach und agierten aggressiv in der Abwehr und zeigten schnelles Spiel Richtung Northeims Abwehrreihe. Der Derbycharakter war also bereits von Minute eins spürbar in der Arena. Die ersten zehn Minuten verliefen ausgeglichen, erst in der elften Minute traf der HC Eintracht Hildesheim vom Siebenmeterpunkt zur ersten zwei Tore Führung (8:6). Weiter ausbauen ließ sich diese Führung erstmal nicht, stattdessen verkürzten die Gäste auf 7:8 und HC-Trainer Jürgen Bätjer legte den grünen Karton zur ersten Auszeit. Doch auch Northeims Trainer hatte seiner Mannschaft wohl die richtigen Worte mit auf den Weg gegeben, denn die Gäste gingen in der 16. Minute mit 9:8 in Führung. Das war so gar nicht nach dem Geschmack der Hausherren, sodass sich das Team um Trainer Jürgen Bätjer knapp eineinhalb Minuten später die Führung zurück erspielte (10:9). Daraufhin hatte der Gästetrainer Redebedarf. Doch jetzt war Zauberunterricht im HC-Angriffspiel. Erst betitelte Hallensprecher Christoph „Scholle“ Scholz das Anspiel von Martin Schmiedt auf Kay Behnke als Zauberball, ein Angriff später den Pass von Marco Matic auf Martin Schmiedt. Alles jedoch nicht zu vergleichen mit dem ungewollten Kempatrick, den Kay Behnke über einen Fehlwurf auf Lukas Schieb auflegte. Vor allem der Angriff lief also ganz nach dem Geschmack der 756 HC-Fans. Über 12:10, 14:11 und 16:12 setzen sich die HC-Einträchtler fünf Minuten vor der Halbzeit mit 17:12 ab. Doch auch die Abwehr- und Torhüterleistung stieg stetig an, sodass der Gast vom Northeimer HC ab Minute 23 gänzlich torlos blieb. So erhöhten die Hausherren bis zur Halbzeit zum 19:12

In der 32. Minute erlösten sich die Gäste mit ihrem 13. Treffer. Der Spielwitz der Gastgeber blieb vorerst noch in der Kabine, was auch mit der neuen offensiven Abwehr der Gäste zusammenhing. Northeim gelang es, bis zum 15:19 zu verkürzen. Beim Stand von 21:16 bat Eintracht-Coach Jürgen Bätjer zur nächsten Auszeit. Doch ein richtiges Mittel wurde gegen die Offensivdeckung der Northeimer noch nicht gefunden, sodass der sieben Tore Vorsprung in der 40. Minute auf drei Tore schmolz (22:19). Danach aber zeigten die Hildesheimer Hausherren erneut ihr konsequentes und schnelles Angriffsspiel und bauten ihren Vorsprung wieder aus. In der 44. Minute beim Stand von 25:19, zog Northeims Cheftrainer die Auszeitkarte. Spätestens in der 47. Minute war die Zauberstunde aus der ersten Halbzeit zurück, als Kay Behnke erneut zum Kempatrick auflegte. Diesmal auf Marko Matic und diesmal mit Absicht. Abschütteln ließen sich die Northeimer aber keinesfalls. Zwar konnte der Vorsprung von fünf Toren stetig gehalten werden, einen höheren Abstand ließen die Gäste allerdings nicht zu. Fünf Minuten vor Schluss wurde es nochmals etwas spannender, als die Gäste zum 26:29 verkürzten. Mehr war aber nicht drin für die Gäste, denn kurz bevor Northeim wiederum die Auszeitkarte legte, traf Jan Winkler in der 57. Minute zum 31:26 und stellte somit den fünf Tore Vorsprung wieder her. 30 Sekunden vor Schluss jubelte die Volksbank Arena beim Treffer zum 33:27 Endstand.  

Wieder souverän gewonnen. Das war ein unbequemer Gegner, der gleich von Anfang an viel Härte ins Spiel gebracht hat. Ich glaube wir haben ein bisschen zu lange gebraucht, um uns auf die offensive Abwehr von Northeim einzustellen. Ansonsten ist es auch kompliziert, da wir am Mittwoch schon wieder spielen. Ich wollte die Kräfte gerne etwas verteilen. Unter normalen Umständen lässt man die Besetzung, bei der es gut geklappt hat, etwas länger laufen, aber wir müssen auch an Mittwoch denken“ sagte Jürgen Bätjer nach dem Spiel. 

Am kommenden Mittwoch treten die Hildesheimer zum letzten Mal dieses Jahr aufs Parkett. Um 19.00 Uhr gastieren die Youngsters des SC DHFK Leipzig in der Volksbank Arena. Tickets können unter www.hceintracht-hildesheim.de, in der HC Geschäftsstelle und an der Tageskasse erworben werden. Handballdeutschland.TV überträgt live. 

HC Eintracht: Konstantin Madert, Leon Krka – Antonio Sario (1), Lukas Schieb (7), Marko Matic (5), Jonas Richardt (1), Jakub Tonar (2), Martin Schmiedt (1), Nikolaos Tzoufras (5), Kay Behnke (4), Lothar von Hermanni (5/4), Moritz Schade (1), Jan Winkler (2), Eimantas Grimuta

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