Niederlage rückt in den Hintergrund

GRIZZLYS: Volleyball-Bundesliga-Saison mit sofortiger Wirkung beendet

Maximilian Willke
12. März 2020, 21:50 Uhr

Volleyball - Symbolbild

Eigentlich hatten sich die Helios GRIZZLYS Giesen noch Chancen auf die Play-Offs ausgerechnet, dann setzte es allerdings eine klare Niederlage bei den Alpenvolleys. Diese war wenig später jedoch bedeutungslos. 

Ereignisse überschlagen sich

Hinter den Helios GRIZZLYS Giesen liegen kuriose Tage. Erst am vergangenen Sonntag hatten sie dank einer starken Heimvorstellung die SVG Lüneburg klar mit 3:0 besiegt und leichte Hoffnung auf das Erreichen der Play-Offs angemeldet. Dann überschlugen sich die Ereignisse von Tag zu Tag. 
Am Montag wurde bekannt, dass aufgrund des Corona-Virus das Spiel bei den Alpenvolleys in Innsbruck unter Ausschluss der Öffentlichkeit als sogenanntes 'Geisterspiel' ausgetragen wird. Am gestrigen Donnerstag, der gleichzeitig auch Spieltag für die Giesener war, vermeldete die Volleyball-Bundesliga zunächst gegen 15 Uhr, dass man die Hauptrunde der 1. Bundesliga in allen Spielen unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu Ende bringen wollen würde. Nur wenige Minuten nach dem Ende der Partie zwischen den Alpenvolleys und den GRIZZLYS gab es eine weitere Meldung: "Die Volleyball Bundesliga reagiert auf die sich rasant verändernde Situation rund um die Vorkehrungen zur Eindämmung des Coronavirus und beendet die Saison mit sofortiger Wirkung."


Somit wurde die Giesener 3:0-Niederlage zur Randnotiz. 

Alpenvolleys machen kurzen Prozess

Nur 79 Minuten dauerte die Partie zwischen den Hypo Tirol Alpenvolleys Haching und den Helios GRIZZLYS, das gleichzeitig also die letzte Partie der Saison sein sollte. Die Gastgeber, um den Ex-GRIZZLY Jerome Clere, waren in den entscheidenden Momenten und ganz besonders in Durchgang zwei einfach stärker. 
Im ersten Durchgang liefen die Giesener, die erneut ohne Magloire Mayaula auskommen mussten, zunächst einem Rückstand hinterher. Gegen Mitte des Satzes hatten sich die Mannen um Kapitän Hauke Wagner wieder herangekämpft und das Match enger gestaltet. In der 'Crunchtime' waren es jedoch wieder die "Tiroler" die stärker waren und den Durchgang mit 25:22 für sich entscheiden konnten. 
In Satz zwei ließen die GRIZZLYS schnell Federn und mussten die Mannen aus Innsbruck und Haching davon ziehen lassen. Am Ende ging der Durchgang deutlich mit 25:15 an die Hausherren. Durchgang drei verlief wieder enger, Giesens-Trainer Itamar Stein wechselte sein Personal nun munter durch, aber es sollte nichts mehr daran ändern, dass die Alpenvolleys die Partie für sich entschieden. 25:20 endete der letzte Durchgang zum fälligen 3:0-Heimsieg. 

Damit vergaben die GRIZZLYS ihre Chance auf die Play-Offs, die wenigen Minuten später allerdings hinfällig wurde. 

Autor: Maximilian Willke

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