Am 23. Spieltag der 1. Kreisklasse Staffel B hat der SV Freden vorzeitig den Aufstieg perfekt gemacht. Dahinter bleibt es spannend. Fünf Teams kämpfen um die drei weiteren Plätze, wobei die Kirschen aus Neuhof die besten Karten haben.

SV Mehle – VfL Adensen-Hallerburg 0:7 (0:3).

Der VfL Adensen-Hallerburg hat beim SV Mehle einen klaren 7:0-Auswärtssieg gefeiert und dabei über 90 Minuten eine völlig einseitige Partie dominiert. Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor, das sich im gesamten Verlauf nicht änderte. Der VfL setzte den Gegner früh unter Druck und kam schnell zu ersten Torerfolgen. In der 26. Minute brachte Micha Ruben Werz sein Team mit einem Schlenzer ins lange Eck in Führung. Nur zwei Minuten später erhöhte Kevin Onderka nach einem schön ausgespielten Angriff über die rechte Seite auf 2:0. Noch vor der Pause wurde die Partie früh entschieden: Nach einem Eckball unterlief den Gastgebern ein Eigentor zum 3:0 (39.). Auch im zweiten Durchgang blieb das Bild unverändert. Adensen-Hallerburg spielte weiter nach vorne und ließ Mehle kaum Luft zum Atmen. Micha Ruben Werz erhöhte in der 60. Minute auf 4:0, ehe Luka-Maximilian Skop per direkt verwandeltem Freistoß aus rund 20 Metern das 5:0 erzielte (70.). Nur wenige Minuten später durfte erneut Werz jubeln, der mit seinem dritten Treffer des Tages auf 6:0 stellte (81.). Den Schlusspunkt setzte schließlich Skop in der 87. Minute, als er nach einem Angriff über die rechte Seite und Vorlage von Jason Bode zum 7:0-Endstand einschob. Am Ende stand ein auch in dieser Höhe verdienter Auswärtssieg für den VfL Adensen-Hallerburg in einer einseitigen Partie. Durch die Niederlage rutscht Mehle wieder auf den letzten Tabellenplatz ab, während Adensen-Hallerburg weiter Kurs auf die Kreisliga nimmt.

TSV Adenstedt – SV Ambergau Bockenem II 3:2 (2:0).

Der TSV Adenstedt hat sich in einem umkämpften Heimspiel mit 3:2 gegen die Reserve des SV Ambergau Bockenem durchgesetzt. Vor allem Christoph Schmundt avancierte dabei mit zwei Treffern und einer starken Leistung zum entscheidenden Mann auf dem Platz. Die erste Halbzeit verlief weitgehend ausgeglichen, doch die Gastgeber präsentierten sich vor dem Tor deutlich effektiver. In der 25. Minute brachte Mohamed Kawar den TSV etwas glücklich mit 1:0 in Führung. Wenig später legte Christoph Schmundt etwas glücklich nach, als sein Schuss von dem Pfosten an den gegnerischen Torhüter prallte und von dort ins Tor rollte. Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gäste zunehmend die Kontrolle und drängten auf den Anschluss. Lars Bugiel verkürzte nach Vorarbeit von Fabien Serwatke in der 50. Minute auf 2:1 und leitete damit eine starke Phase des SV Ambergau Bockenem II ein. Doch Adenstedt hielt kämpferisch dagegen und hatte in Christoph Schmundt den entscheidenden Unterschiedsspieler. Der Offensivmann zeigte erneut seine Qualitäten im Strafraum und sorgte in der 70. Minute mit einem sehenswerten 35-Meter-Heber für das 3:1. Die Gäste gaben sich jedoch nicht auf und kamen durch Fabien Serwatke nur vier Minuten später noch einmal auf 3:2 heran. In der Schlussphase verteidigte Adenstedt den knappen Vorsprung mit viel Leidenschaft und brachte den Heimsieg schließlich über die Zeit.

SG Wehrstedt/Salzdetf. – SV BW Neuhof II 2:5 (0:2).

„Wir waren die ersten 25 Minuten überhaupt nicht im Spiel“, erklärte Neuhofs Trainer Timo Bauerschaper nach der Partie. Die Gastgeber erwischten den besseren Start und kamen zu mehreren guten Möglichkeiten, ließen ihre Chancen jedoch ungenutzt. Mit zunehmender Spielzeit fand Neuhof besser in die Partie und ging in der 34. Minute in Führung. Dirk Radke eroberte den Ball selbst, zog aus rund 25 Metern ab und traf sehenswert über den Torwart hinweg zum 0:1. Kurz vor der Pause legten die Gäste nach: Nach einem langen Ball von Phil Schommartz setzte sich erneut Radke stark durch, scheiterte zunächst am Keeper, doch Jannis Kallinich verwertete den Abpraller per Seitfallzieher zum 0:2 (43.). Zur Halbzeit brachte Bauerschaper dann Friedrich Wettberg nach viermonatiger Verletzungspause und der Joker schlug direkt doppelt zu. Zunächst setzte sich Wettberg nach einem langen Abschlag von Dennis Teodorczyk stark durch und erhöhte auf 0:3 (63.). Nur vier Minuten später traf er erneut: Über Mustafa Abbas Mustafa Lali, Kallinich und Maximilian Voll lief ein schöner Angriff, den Wettberg schließlich zum 0:4 abschloss. Doch die Partie war noch nicht entschieden. In einer Schwächephase ließ Neuhof die Gastgeber zurück ins Spiel kommen. Enis Glogov verkürzte auf 1:4 (69.), ehe Patrick Jahns nur wenige Minuten später sogar das 2:4 erzielte (75.). Die Antwort der Gäste folgte jedoch schnell. Nach einem langen Ball machte Wettberg den Ball stark fest, Maximilian Voll startete durch und traf mit einem platzierten Abschluss ins lange Eck zum entscheidenden 5:2-Endstand (79.). „Wichtiger Sieg für den Aufstieg, enorm starke Mannschaftsleistung“, bilanzierte Bauerschaper nach dem Schlusspfiff zufrieden.

SV Betheln-Eddinghausen – SV Freden 0:3 (0:0).

Der SV Freden hat den vorzeitigen Aufstieg in die Kreisliga perfekt gemacht. Mit einem souveränen 3:0-Auswärtssieg beim SV Betheln-Eddinghausen sicherte sich die Mannschaft drei Spieltage vor Saisonende den Erfolg und durfte anschließend den verdienten Aufstieg feiern. Dabei tat sich der Favorit in der ersten Halbzeit zunächst noch schwer. Zwar kontrollierte Freden über weite Strecken das Spielgeschehen, zwingende Torchancen blieben jedoch zunächst Mangelware, sodass es torlos in die Kabinen ging. Direkt nach dem Seitenwechsel fiel dann die erlösende Führung: Wolfgang Kruse traf in der 48. Minute zum 1:0 und brachte den SV Freden damit auf Kurs. In der Folge übernahmen die Gäste endgültig die Kontrolle und ließen defensiv kaum noch etwas zu. Betheln-Eddinghausen kam lediglich zu zwei gefährlicheren Abschlüssen, die vom Freden-Keeper Raphael Siedenburg jedoch sicher entschärft wurden. Für die endgültige Entscheidung sorgte Nick-Elvin Lorenz mit einem Doppelschlag binnen weniger Augenblicke. Mit seinen Treffern in der 73. und 74. Minute stellte er auf 3:0 und beseitigte die letzten Zweifel am Auswärtssieg. Nach dem Abpfiff kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Trainer Andreas Weber-Seegert zeigte sich entsprechend erleichtert: „Es ist geschafft! Wir sind froh und erleichtert, dass wir unser erstes Ziel erreicht haben. Gefeiert wird spontan beim Trainer im Garten zu Hause mit Musik und reichlich Kaltgetränken.

Großer Jubel nach dem Sieg und dem geschafften Aufstieg. Foto: Privat

SG Sibbesse/Westfeld – TSV Gronau 0:6 (0:4).

Die Gronauer haben ihre Pflichtaufgabe erfüllt und bei der abstiegsbedrohten Spielgemeinschaft einen ungefährdeten Auswärtssieg eingefahren. Damit bleibt Gronau auf einem Aufstiegsplatz, während Sibbesse/Westfeld weiter im Tabellenkeller zittern muss.
Tore: 0:1+0:2 Ahmed El Aalim (22.+28.), 0:3 Lukas Ansorge (39.), 0:4 Luis Reckstadt (45.), 0:5 Adrian Hellmann (59.), 0:6 Marlon Trittmacher (86.).

SG Bodenburg/Sehlem – MTV Almstedt II 0:1 (0:1).

Der MTV Almstedt II hat das Derby bei der SG Bodenburg/Sehlem knapp mit 0:1 gewonnen und damit wichtige Punkte im Aufstiegsrennen gesammelt. Durch den Auswärtssieg zog der MTV nach Punkten mit Bodenburg/Sehlem gleich und kann mit einem Erfolg im Nachholspiel bis auf zwei Zähler an den derzeitigen Viertplatzierten aus Gronau heranrücken. Spielertrainer Marek Höweling sprach nach der Partie von einem typischen Spiel „das eigentlich keinen Sieger verdient hatte“. Die Gastgeber standen tief und kompakt, überließen Almstedt weitgehend den Ballbesitz und lauerten auf Fehler im Spielaufbau. Wirklich Kapital schlagen konnte Bodenburg/Sehlem daraus jedoch nicht. Der entscheidende Treffer fiel in der 34. Minute: Nach einer Flanke von Pascal Schünemann nahm Noah-Joel Schoen den Ball stark herunter und schob ihn platziert links ins Tor zum 0:1-Halbzeitstand. Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit den besseren Möglichkeiten für die Gastgeber. Vor allem nach Ecken und den langen Einwürfen von Spielertrainer Marvin Rohrbach wurde es immer wieder gefährlich vor dem MTV-Tor, doch der Ausgleich wollte nicht fallen. Kurz vor Schluss schien Bodenburg/Sehlem dann doch noch zum 1:1 zu kommen, als Melwin Maschke am zweiten Pfosten einschob. Der Treffer wurde jedoch aberkannt, da zuvor ein Handspiel erkannt wurde. Im direkten Gegenzug hatte Almstedt sogar die Chance zur Entscheidung, doch Noah-Joel Schoen stand nach Zuspiel von David Koziol beim vermeintlichen 0:2 im Abseits. So blieb es am Ende beim knappen 1:0-Erfolg für den MTV Almstedt II. „Nicht glorreich, aber ein wichtiger Sieg für uns“, bilanzierte Höweling nach dem Derby.

TSV Eberholzen – TuSpo Lamspringe II 2:1 (1:0).

Der TSV Eberholzen hat sein Heimspiel gegen TuSpo Lamspringe II mit 2:1 gewonnen, wusste dabei spielerisch jedoch nicht vollständig zu überzeugen. Trainer Daniel Gnebner zeigte sich nach dem Schlusspfiff trotz der drei Punkte kritisch: „Das Ergebnis stimmt, die Leistung diesmal nicht. Ich bin sehr froh über die drei Punkte, aber mit dem Auftritt war ich heute nicht zufrieden. Lamspringe hätte bei besserer Chancenverwertung mindestens einen Punkt verdient gehabt.“ Vor allem Torhüter Daven Wedermann hatte großen Anteil am Heimsieg. Mit gleich drei starken Paraden im Eins-gegen-Eins hielt er seine Mannschaft immer wieder im Spiel und avancierte damit zum entscheidenden Mann des Tages. Die Gastgeber gingen in der 20. Minute in Führung. Tim Haustein setzte sich im Laufduell stark durch und traf anschließend von der rechten Seite mit seinem starken linken Fuß zum 1:0. Lamspringe blieb jedoch gefährlich und kam nach einem Ballverlust im Spielaufbau der Eberholzer zum verdienten Ausgleich, als Youssif Soumahoro traf. Sieben Minute später musste der Torschütze mit Gelb-Rot vom Platz (66.). Doch auch in Unterzahl erspielten sich die Gäste weitere gute Möglichkeiten, scheiterten jedoch mehrfach am überragenden Wedermann. Die Entscheidung fiel schließlich in der Nachspielzeit nach einer Standardsituation. Eine Ecke von Nico Tschätsch wurde von einem Lamspringer Spieler unglücklich ins eigene Tor abgefälscht und bedeutete das 2:1 für Eberholzen.