Am 2. Spieltag der Kreisliga haben drei Aufsteiger ihre ersten Siege einfahren können. FSV-Trainer Sascha Müller feierte zudem ein gelungenes Debüt.

Spvgg. Hüdd.-Machtsum -PSV GW Hildesheim

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SG Schellerten/Oedelum/Ottbergen – SC Harsum II 6:0 (3:0).

Die SG Schellerten/Oedelum/Ottbergen hat einen deutlichen Heimerfolg eingefahren. Gegen die zweite Mannschaft des SC Harsum setzte sich die SG mit 6:0 (3:0) durch und zeigte sich dabei vor allem vor dem Tor äußerst effizient. Dabei erwischten die Gäste zunächst den besseren Start. Harsum kam früh zu drei guten Möglichkeiten, doch SG-Torwart Connor Nitschke war jeweils zur Stelle und verhinderte die Führung der Gäste. Stattdessen schlug die SG nach 18 Minuten erstmals zu. Nach Vorarbeit von Enrico Hörner stocherte Jonathan Kummert den Ball über die Linie und brachte die Hausherren etwas überraschend mit 1:0 in Führung. Nur sechs Minuten später legte die SG nach. Torhüter Nitschke schlug einen langen Ball nach vorne, den Hörner per Kopf verlängerte. Lasse Wippern war zur Stelle, setzte sich durch und erhöhte auf 2:0. Kurz vor dem Pausenpfiff sorgte Wippern erneut für Gefahr und nutzte einen Fehler in der Harsumer Hintermannschaft zum 3:0. Damit ging die SG mit einem komfortablen Vorsprung in die Halbzeit.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Gastgeber effizient. Ein weiterer Abschlag von Nitschke wurde über Jonas Oppermann und Hörner erneut in Richtung Wippern verlängert. Der Angreifer musste nur noch einschieben und machte mit seinem zweiten Treffer des Tages das 4:0. Harsum gab sich trotz des deutlichen Rückstands nicht auf und hatte auch in der zweiten Halbzeit mehrere gute Möglichkeiten. Einen Kopfball nach einer Ecke lenkte Nitschke gerade noch über die Latte. Wenig später parierte der SG-Schlussmann einen Abschluss von Louis Sauck aus rund fünf Metern stark. Auch gegen Levin Reis war Nitschke aus kurzer Distanz mit dem Fuß zur Stelle. Auf der anderen Seite blieb die SG eiskalt. Nach einem starken Ball von Niklas Brosig in den Lauf von Wippern legte dieser quer auf Hörner, der zum 5:0 traf. Den Schlusspunkt setzte erneut Wippern. Der Angreifer nutzte einen individuellen Fehler der Harsumer Defensive und schnürte mit seinem dritten Treffer des Tages den Dreierpack zum 6:0-Endstand.

VfV Borussia 06 Hildesheim II – 1. FC Sarstedt 2:3 (2:2).

Der 1. FC Sarstedt hat sich beim VfV Borussia 06 Hildesheim einen 3:2-Auswärtssieg gesichert. Dabei verschliefen die Gäste den Start komplett und lagen nach rund 30 Minuten bereits mit 0:2 zurück. Hesen Hamo und Oalid Saeed Matto trafen für die Hildesheimer. ,,Wir haben die ersten 30 Minuten komplett verpennt, standen neben uns“, reflektierte FC-Coach Sami Aref. Nach einer Trinkpause gelang jedoch der wichtige Anschlusstreffer. Peman Gangir eroberte den Ball zentral rund 30 Meter vor dem Tor und überwand den VfV-Keeper mit einem sehenswerten Abschluss (36.). Kurz vor der Pause fiel dann der Ausgleich. Yousef Emghames und Milan Ander kombinierten sich durch, Ander steckte auf Malik Aref durch, der von außen in den Strafraum zog und aus spitzem Winkel zum 2:2 traf (42.). Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Sarstedt deutlich verbessert und übernahm zunehmend die Kontrolle. Die Hausherren hingegen kamen immer wieder über Standards gefährlich vor das Tor. In der Folge sorgte Aref mit einem direkt verwandelten Freistoß aus rund 25 Metern für die Führung und machte seinen Doppelpack perfekt (55.) Anschließend flachte die Partie etwas ab, ehe es in der Schlussphase noch einmal hitzig wurde. Nach einer Notbremse und einer anschließenden Rudelbildung sah ein VfV-Akteur die Rote und ein Sarstedter die gelb-rote Karte. VfV drängte noch einmal auf den Ausgleich, doch Sarstedt verteidigte die Führung. Am Ende blieb es beim 3:2 für Sarstedt, da unter anderem eine große Möglichkeit durch den Schlusspfiff gestoppt wurde, als zwei Sarstedter alleine auf das Tor zuliefen. „Wir müssen uns erst noch finden, aber wichtig war es, die 3 Punkte einzufahren. Mit einem Sieg startet es sich besser“, so Trainer Aref.

FC Ruthe – SV Bavenstedt II 2:3 (1:2).

Die zweite Mannschaft des SV Bavenstedt hat sich beim FC Ruthe im Aufsteigerduell einen späten Auswärtssieg gesichert. Nach einer zwischenzeitlichen 2:1-Führung mussten die Bavenstedter zunächst den Ausgleich hinnehmen, ehe der eingewechselte Florian-Manuel Palitza in der Nachspielzeit zum 2:3 traf.

Die Gäste erwischten den besseren Start und waren im ersten Durchgang über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft. Einzig die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. Statt selbst in Führung zu gehen, geriet Bavenstedt nach einem Fehler im Spielaufbau ins Hintertreffen. Hussein Ismail nutzte den Ballverlust und brachte Ruthe in der 31. Minute mit 1:0 in Führung. Die Antwort der Gäste folgte allerdings prompt. Nur eine Minute später sorgte Orhan Yener für den Ausgleich. Und Bavenstedt legte direkt nach: Deniz Sümer drehte die Partie nur wenige Minuten später und brachte seine Mannschaft mit 1:2 in Führung (35.).

Nach dem Seitenwechsel erwischte die Bavenstedter Reserve allerdings ihre schwächste Phase. Ruthe kam nun besser ins Spiel, konnte die sich bietenden Möglichkeiten zunächst aber nicht konsequent nutzen. Erst nach einem weiteren Fehlpass der Gäste schlugen die Hausherren erneut zu. Wieder war Ismail zur Stelle und stellte in der 75. Minute auf 2:2. In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beide Mannschaften wollten die drei Punkte, doch lange sah es nach einer Punkteteilung aus. Dann schlug Bavenstedt in der vierten Minute der Nachspielzeit noch einmal zu: Nach einer Ecke stand der eingewechselte Florian-Manuel Palitza goldrichtig und erzielte den umjubelten 2:3-Siegtreffer. Trainer Sven Lengwenus bewies ein glückliches Händchen, da er Palitza neun Minuten vor Schluss einwechselte.

„Völlig verdient. Nur am Ende müssen wir schon viel früher den Sack in der ersten Halbzeit zumachen. Dann brauchen wir es gar nicht so spannend machen“, zeigte sich Bavenstedts Trainer Sven Lengwenus zufrieden mit dem Ergebnis. Ärgerlich seien für ihn lediglich die individuellen Fehler gewesen, die zu den beiden Gegentoren geführt hatten.

Sven Lengwenus feierte mit seinem Team die ersten drei Punkte in der Kreisliga. Fotos: Daniel Horst

FSV Algermissen – SV Teutonia Sorsum 3:0 (1:0).

Der FSV Algermissen hat sein erstes Heimspiel der neuen Saison souverän gewonnen. Gegen den SV Teutonia Sorsum setzte sich die Mannschaft mit 3:0 (1:0) durch und feierte damit zugleich einen gelungenen Einstand für Neu-Trainer Sascha Müller, aber auch zwei Neuzugängen.

Von Beginn an hatten die Gastgeber die Partie weitgehend unter Kontrolle und gingen nach 20 Minuten verdient in Führung. Neuzugang Ulrich Tchakounte Leukeu war zur Stelle und brachte Algermissen mit 1:0 in Front (20.). Auch danach blieb der FSV die aktivere Mannschaft und hatte weitere Möglichkeiten, den Vorsprung auszubauen. Die Chancen wurden allerdings zunächst nicht genutzt. Auf der anderen Seite fand Sorsum offensiv nur selten Lösungen. Algermissen stand defensiv konzentriert und ließ kaum gefährliche Aktionen der Gäste zu. Auch eine kurze Druckphase der Teutonen direkt nach dem Seitenwechsel überstand der FSV unbeschadet. Je länger die Partie dauerte, desto besser bekamen die Gastgeber das Geschehen wieder in den Griff. Sorsum konnte kaum noch für Gefahr sorgen, während Algermissen auf die Entscheidung drängte. Die fiel schließlich in der Schlussphase: Der Neuzugang und Joker Pascal Meyer erhöhte auf 2:0, ehe erneut Leukeu zuschlug und mit seinem zweiten Treffer des Tages in der 87. Minute den 3:0-Endstand herstellte. Damit feierte Algermissen einen letztlich ungefährdeten und verdienten Heimerfolg. Für den FSV war es gleichzeitig ein Einstand nach Maß für Sascha Müller, der seine Mannschaft erstmals in einem Pflichtspiel vor heimischer Kulisse betreute.

TuS Lühnde – FC Concordia Hildesheim 2:3 (1:1).

Der FC Concordia Hildesheim hat sich beim TuS Lühnde einen 3:2-Auswärtssieg gesichert. Nach einer ereignisarmen ersten Halbzeit steigerten sich die Gäste nach dem Seitenwechsel deutlich und verdienten sich aufgrund der zweiten 45 Minuten die drei Punkte.
Der erste Durchgang verlief zunächst weitgehend unspektakulär. Beide Mannschaften fanden nur schwer in die Partie, ehe Concordia in Führung ging. Michael Diesenberg setzte sich auf der Außenbahn durch und brachte eine Flanke in den Strafraum. Mustafa Bido nahm den Ball stark mit, umkurvte anschließend den Lühnder Torhüter und schob zum 1:0 ein. Die Führung hielt allerdings nicht lange. Fast im direkten Gegenzug bekam Lühnde einen Freistoß zugesprochen. Die Hereingabe fand einen Abnehmer, der per Kopf zum 1:1 traf. In der Folge passierte bis zur Pause nicht mehr viel, sodass es mit einem leistungsgerechten Unentschieden in die Kabinen ging.

Nach dem Seitenwechsel übernahm Concordia zunehmend die Kontrolle und war nun die klar bessere Mannschaft. Die Hildesheimer belohnten sich in der 2. Halbzeit mit der erneuten Führung: Nach Vorlage von Hamza Siala traf Leon Scharnhorst zum 1:2. Concordia blieb am Drücker und legte wenig später nach. Nach einem Eckball landete der Ball bei Roberto Cid-Valdes vor dem Strafraum. Der Concordia-Akteur nahm Maß und schloss überlegt zum 3:1 ab. Anschließend hätten die Gäste die Partie endgültig entscheiden können. Cid-Valdes, Julian Gert und Marlon Laubinger vergaben weitere gute Möglichkeiten und hielten Lühnde damit zumindest theoretisch im Spiel.

Mit dem Schlusspfiff gelang den Hausherren tatsächlich noch der Anschlusstreffer zum 2:3. Ein Sonntagsschuss schlug sehenswert im Concordia-Tor ein. Für eine komplette Aufholjagd blieb allerdings keine Zeit mehr. So nahm Concordia Hildesheim letztlich verdient drei Punkte aus Lühnde mit. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte hatten die Gäste nach dem Seitenwechsel deutlich mehr vom Spiel und hätten den Sieg bei besserer Chancenverwertung sogar früher festmachen können.

VfR Germ. Ochtersum II – SV BW Neuhof II 5:3 (2:2).

Der VfR Germania Ochtersum II hat einen zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand noch in einen 5:3-Heimerfolg gegen die zweite Mannschaft des SV BW Neuhof gedreht. Nach einer turbulenten ersten Halbzeit übernahm Ochtersum nach dem Seitenwechsel zunehmend die Kontrolle und belohnte sich mit drei weiteren Treffern.

Die Gastgeber erwischten zunächst den besseren Start und waren in den ersten 15 Minuten die spielbestimmende Mannschaft. Dann schlug Neuhof allerdings mit zwei sehenswerten Aktionen innerhalb kürzester Zeit zu. Zunächst setzte sich Friedrich Wettberg in einer Einzelaktion durch und brachte die Gäste in der 15. Minute mit 0:1 in Führung. Nur drei Minuten später fiel bereits das 0:2, und das war ein echtes Traumtor. Nach einer Ochtersumer Ecke klärte die VfR-Defensive den Ball genau in die Füße von Dirk Radke, der aus rund 30 Metern volley abzog und den Ball unhaltbar in den Winkel setzte. „Dann war zum Glück Trinkpause“, blickte VfR-Trainer Florian Preußner später auf die schwierige Phase zurück. Denn nach der Unterbrechung fand Ochtersum deutlich besser ins Spiel und belohnte sich noch vor der Pause für die Leistungssteigerung. Nach einem Steckpass von Henri Flindt verkürzte Liam Kolbe in der 42. Minute auf 1:2. Nur drei Minuten später war die Partie wieder komplett offen: Lukas Schaper setzte Linus-Julien Klett überlegt in Szene, der zum 2:2-Ausgleich traf. Nach einer munteren ersten Halbzeit übernahm Ochtersum nach dem Seitenwechsel endgültig das Kommando. „Die zweite Halbzeit haben nur wir gespielt“, fasste Preußner die Kräfteverhältnisse zusammen. In der 65. Minute drehte der VfR die Partie endgültig. Thomas Buerdek spielte aus der eigenen Viererkette einen perfekten Pass in die Tiefe. Liam Kolbe war durch und blieb im Eins-gegen-eins cool – 3:2 für Ochtersum. Nur sieben Minuten später legten die Gastgeber nach. Jeremy Bansen schickte Lukas Schaper mit einem Steckpass auf die Reise, der selbst zum 4:2 vollendete. Nach der anschließenden Trinkpause kam Neuhof allerdings noch einmal zurück. Ein umstrittener Strafstoß sorgte für den Anschlusstreffer. Friedrich Wettberg verwandelte und machte die Partie mit seinem zweiten Treffer des Tages wieder spannend.

Ochtersum ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen und sorgte kurz vor Schluss für die Entscheidung. Nach einer starken Vorarbeit von Lukas Schaper war Henri Flindt zur Stelle und stellte den 5:3-Endstand her.