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Für die beiden Oberligisten im Handball in Hildesheim der Damen stehen am kommenden Wochenende die nächsten beiden Partien an. Die Eintracht Damen spielen Freitagabend in Schaumburg, während die SG Börde am Sonntag die HSG Plesse-Hardenberg empfängt.
Foto Titelbild von Adrian Spieler
HSG Schaumburg – Eintracht Hildesheim (Fr., 06.03., 20:30 Uhr)
Für die Handballerinnen der Eintracht Hildesheim steht bereits am Freitagabend das nächste Auswärtsspiel in der Oberliga auf dem Programm. Um 20:30 Uhr ist die Mannschaft von Trainer Philipp Wäger bei der HSG Schaumburg gefordert.
Die Gastgeberinnen belegen aktuell mit 17:15 Punkten den fünften Tabellenplatz und gehören damit zum erweiterten oberen Tabellendrittel. Das Hinspiel in Hildesheim verlief bereits äußerst spannend: Damals setzten sich die Eintracht-Damen in eigener Halle knapp mit 35:34 durch.
Nach einer schwierigen Phase hat sich das Team aus Hildesheim zuletzt eindrucksvoll zurückgemeldet. Nach der klaren Derby-Niederlage gegen die SG Börde, bei der mehrere Spielerinnen verletzungs- und krankheitsbedingt fehlten, zeigte die Mannschaft eine deutliche Leistungssteigerung. Zunächst gelang ein überzeugender Sieg gegen das Spitzenteam MTV Braunschweig, den die Eintracht mit zehn Toren Differenz für sich entschied. Auch im darauffolgenden Spiel ließ das Team nichts anbrennen und besiegte den Tabellennachbarn SG Zweidorf/Bortfeld deutlich mit neun Toren Unterschied.
Durch diese beiden Erfolge konnten sich die Hildesheimerinnen etwas von den Abstiegsplätzen absetzen und gehen nun mit neuem Selbstvertrauen in die Partie in Schaumburg.
Ein wichtiger Faktor dabei ist Rückraumspielerin Antonia Westland, die aktuell wieder voll einsatzfähig ist. Im vergangenen Spiel überzeugte sie mit neun Treffern und war damit eine der prägenden Figuren im Angriffsspiel der Eintracht.
Trainer Philipp Wäger sieht den Aufwärtstrend seines Teams vor allem in der verbesserten personellen Situation begründet. „Wir hatten die Wochen davor einfach sehr viel mit Krankheit vieler Spielerinnen zu kämpfen. Wenn Woche für Woche wichtige Spielerinnen im Angriff und in der Abwehr ausfallen, können wir das nicht kompensieren“, erklärt der Eintracht-Coach.
In den vergangenen Wochen habe sich die Situation jedoch deutlich verbessert. „In den letzten beiden Wochen waren wieder alle dabei, wir konnten ordentlich trainieren und das spiegelt sich gleich in der Leistung in den Spielen wieder“, so Wäger.
Vor allem in der Defensive sieht der Trainer derzeit Fortschritte. „Mittlerweile stellen wir eine richtig gute kompakte Abwehr und auch im Angriff schaffen wir es durch deutlich weniger technische Fehler immer effektiver zu werden.“
Mit dieser Entwicklung im Rücken blickt Wäger optimistisch auf die kommenden Wochen. „Wenn wir so weiter spielen, gehe ich davon aus, dass wir noch einige Punkte sammeln werden.“
Die Partie bei der HSG Schaumburg bietet für die Eintracht-Damen nun die nächste Möglichkeit, ihre positive Serie fortzusetzen und weitere wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt einzufahren.
SG Börde Handball – HSG Plesse-Hardenberg (So., 08.03., 17 Uhr)
Nach dem überraschenden Auswärtssieg beim Tabellenführer steht für die Handballerinnen der SG Börde am kommenden Wochenende die nächste anspruchsvolle Aufgabe in der Oberliga Süd auf dem Programm. In der heimischen Halle in Söhlde empfängt der Aufsteiger den Tabellenzweiten HSG Plesse-Hardenberg.
Mit dem 35:30-Erfolg beim Northeimer HC sorgte die SG Börde zuletzt für ein echtes Ausrufezeichen. Gegen den Tabellenführer zeigte das Team eine starke Leistung und belohnte sich mit zwei wichtigen Punkten. Mit nun 16:14 Zählern stehen die Börde-Handballerinnen als Aufsteiger auf einem bemerkenswerten sechsten Tabellenplatz und spielen bislang eine mehr als solide Saison.
An der Tabellenspitze bleibt es derweil eng. Die HSG Plesse-Hardenberg rangiert mit 25:7 Punkten auf dem zweiten Platz und liegt nur einen Minuspunkt hinter dem Northeimer HC. Damit wartet auf die Mannschaft aus Söhlde direkt das nächste Topteam der Liga.
Für Börde-Trainerin Laura Naß zeigt die Saison bisher, wie ausgeglichen die Oberliga ist. „Auch wenn die Liga aktuell zwei Spitzenteams oben angesiedelt hat, ist die Liga so ausgeglichen, dass jeder jeden schlagen kann. Die Saison bleibt bis zum Ende spannend.“ Gleichzeitig zeigt sich die Trainerin zufrieden mit der Entwicklung ihres Teams: „Wir sind stolz darauf, uns so schnell in der Oberliga zurechtgefunden zu haben, dass wir als Aufsteiger auch gegen erfahrene Mannschaften punkten können.“
Der Erfolg in Northeim hat dabei spürbar Selbstvertrauen gegeben. „Der Sieg gegen Northeim gibt ordentlich Rückenwind und das Selbstvertrauen nehmen wir in das Spiel gegen Plesse mit“, erklärt Naß. „Die Mannschaft darf ruhig eine gewisse Euphorie weitertragen und mit Spaß und Spielfreude in das Spiel gehen. Das aktuelle Punktekonto erlaubt es uns, dass wir nicht verkrampft, sondern ohne Druck spielen können.“
Im Hinspiel war Börde bereits dicht an einem Sieg dran. In einer engen Partie erkämpfte sich das Team einen Punkt und zeigte, dass es mit den Spitzenteams mithalten kann. „Im Hinspiel war der Sieg zum Greifen nah. Wir haben einen Punkt mitgenommen und gezeigt, dass wir nicht zu unterschätzen sind. Entsprechend selbstbewusst werden wir am Sonntag auftreten. Auch die zwei Punkte wollen wir verbuchen“, so Naß.
Die Trainerin erwartet jedoch eine schwierige Aufgabe gegen die erfahrene Mannschaft aus Bovenden. „Plesse stellt eine hervorragende 6:0-Deckung. Da gilt es mit einem dynamischen Angriff gegenzuhalten. Die Mannschaft aus Bovenden hat viel Erfahrung und viele Spiele sehr knapp für sich entschieden. Bei engen Spielen scheinen sie mental gut aufgestellt zu sein.“
Auch Börde-Spielerin Lena Holstein blickt optimistisch auf die Partie. „Zu Hause können wir auf jeden Fall zwei Punkte holen. Das Hinspiel war schon sehr ausgeglichen, aber wir haben uns in der Kaderbreite noch einmal verbessert. Wir haben da jetzt mehr Optionen und können Plesse vor verschiedene Aufgaben stellen.“
Die Vorbereitung auf das Spiel läuft dabei ähnlich wie in der vergangenen Woche. „Die Trainingswoche verläuft sehr ähnlich, weil Northeim und Plesse vom Spielstil sehr ähnlich sind“, erklärt Holstein. „Plesse ist sehr körperlich, sie spielen einen guten Druck und haben ein starkes Zusammenspiel mit dem Kreisläufer.“
Trotz des starken Gegners ist die Stimmung im Team nach dem Erfolg beim Tabellenführer entsprechend positiv. „Bei uns ist da auf jeden Fall die Euphorie da und wir wollen die zwei Punkte in unserer Halle behalten“, betont Holstein. Vor heimischer Kulisse in Söhlde hofft die SG Börde damit auf den nächsten Überraschungserfolg gegen ein Spitzenteam der Liga.


