Mit einer Fünf-Tore-Hypothek geht Eintracht Hildesheim in das Aufstiegsrundenrückspiel gegen den HC Empor Rostock am Sonntag.

Die Handballer von HC Eintracht Hildesheim haben das erste Play-Off-Spiel in der Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga verloren. Beim HC Empor Rostock, dem Tabellenzweiten der Nord-Ost-Staffel unterlag der Nord-West-Meister am Donnerstag mit 27:32. Vor über 3500 Zuschauern in der Rostocker Stadthalle erstarrten die Gäste teilweise vor den Empor-Hünen in Ehrfurcht. Andre Meuser (2,07 Meter, Titelfoto) und Marc Pechstein (1,98 Meter), trafen insgesamt 13mal aus dem Rückraum. Die beiden Kreisläufer Dennis Mehler (2,05 Meter) und Martin Kaergaard (2,01 Meter) waren ebenfalls nur schwer zu verteidigen. Mehler kam auf fünf Treffer und Kaergaard netzte zweimal. Eintracht-Abwehrchef Petar Juric verteidigte übermotiviert und zog sich frühzeitig bei einer Aktion eine Verletzung zu. Juric konnte weitermachen, wirkte aber fortan etwas gehemmt.

Die Eintracht-Kreisläufer Moritz Schade (links) und Hendrik Hanemann kamen auf drei Treffer.

Der Eintracht-Angriff tat sich zudem sehr schwer das Rostocker Abwehrbollwerk zu überwinden. Hinzu kam, dass Eintracht-Rückraumspieler Philipp Wäger sich in der ersten Halbzeit am Rücken verletzte und nicht mehr mitmischen konnten. Nun lag die Verantwortung auf den Schultern von Jakub Tonar und Matteo Ehlers. Während Tonar sechs Tore erzielte, waren Ehlers mit zunehmender Spieldauer die Strapazen anzumerken. Nach Wägers Treffer zum 7:6 in der 13. Minute zogen die Hausherren auf 12:7 davon. Diesen Vorsprung nahmen die Rostocker auch mit in die Halbzeitpause. Die Eintracht-Keeper Jan Jochens und Leon Krka verloren das Torhüterduell gegen Robert Wetzel und Jan Kominek. Beim Seitenwechsel führte Empor mit 18:13. In der zweiten Halbzeit kämpfte sich Eintracht phasenweise wieder heran. Florian Billepp und Tobias Myrbakk kamen von der Bank und gaben durchaus Impulse. Nach 41 Minuten mussten die 70 mitgereisten Gäste-Fans allerdings Schlimmstes befürchten. Empor führte nun mit sieben Toren (26:19). Jetzt waren es Tonar und Moritz Schade am Kreis, die die Gäste zurück ins Spiel brachten.

Trainer Daniel Deutsch (links) peitscht sein Team nach vorne.

In der 49. Minute verkürzte Myrbakk auf 27:24. Zwei Minute später traf Tonar sogar zum 28:26. „Diesen Zwei-Tore-Rückstand hätten wir gerne mit nach Hause genommen“, sagte Trainer Daniel Deutsch nach dem Spiel. Jetzt gab es allerdings einige unglückliche Entscheidungen der ansonsten gut pfeifenden Schiedsrichter. In Überzahl konnte Rostock den Vorsprung wieder ausbauen. Am Ende gewann der HC Empor Rostock verdient mit 32:27. „Wir können Ausfälle, wie von Philipp Wäger nicht so einfach kompensieren. Wir haben aber auch nicht unsere beste Leistung abgerufen. Es ist aber erst Halbzeit. Wir werden am Sonntag alles reinhauen und versuchen den Rückstand wettzumachen. Es ist noch nichts verloren“, sagte Trainer Daniel Deutsch. Um doch noch in die nächste Runde einzuziehen, bedarf es einer deutlichen Leistungssteigerung. Am Sonntag um 17 Uhr müssen die Hildesheimer die Fünf-Tore-Niederlage ausmerzen. Sonst droht das frühe Aus in der Aufstiegsrunde.

Abwehrchef Petar Juric ist nach dem Spiel die Enttäuschung anzumerken.