Am 21. Spieltag der Frauen-Oberliga mussten beide Hildesheimer Teams Niederlagen hinnehmen. Während der PSV GW Hildesheim gegen den Favoriten aus Lehrte chancenlos blieb, musste auch Sarstedt eine Niederlage hinnehmen.

PSV GW Hildesheim – SV 06 Lehrte 0:3 (0:1).

Die Gäste aus Lehrte wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und setzten sich am Ende klar mit 3:0 durch. Der PSV trat dabei stark ersatzgeschwächt an, musste auf mehrere Stammspielerinnen verzichten und hatte zusätzlich noch einen frühen Rückschlag zu verkraften: Zoe Delf musste bereits nach 32 Minuten verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Ein Lichtblick war hingegen das Comeback von Thalke Hagedorn, die nach langer Verletzungspause direkt wieder in der Startelf stand.

Trotz der personellen Probleme startete der PSV ordentlich in die Partie. Vor allem im Zentrum sorgten Vanessa Dorn und Franziska Aue mit guten Ballgewinnen für Stabilität. Lehrte tat sich zunächst schwer, zwingende Chancen herauszuspielen. Wenn es doch einmal gefährlich wurde, war PSV-Torhüterin Jolien Auracher zur Stelle.

Nach 29 Minuten fiel dann jedoch die Führung für die Gäste: Hannah Lena Gudra traf zum 0:1. Auch nach dem Seitenwechsel hielt der PSV zunächst dagegen, musste dann aber den entscheidenden Doppelschlag hinnehmen. Julia Rasokat erhöhte auf 0:2, ehe erneut Gudra in der 89. Minute den 0:3-Endstand markierte.

Offensiv blieb der PSV weitgehend harmlos, einzig ein Lattenschuss von Sophie Wendland sorgte für etwas Torgefahr. Trotz der Niederlage kann das Team auf die Leistungen gegen zwei Spitzenteams aufbauen.

1. FC Sarstedt – MTV Barum 2:3 (1:1).

Der 1. FC Sarstedt zeigte gegen den MTV Barum eine engagierte Leistung, musste sich am Ende aber knapp mit 2:3 geschlagen geben.

Dabei erwischte Sarstedt einen Traumstart: Vivien Neubauer brachte ihr Team bereits in der zweiten Minute früh in Führung. „Wir hatten viele gute Szenen und gute Momente und das Spiel im Griff. Leider haben wir aber in der Mitte der ersten Hälfte den Zugriff im Mittelfeld verpasst“, erklärte Sarstedts Kapitänin Sara Kocak nach der Partie.

In der Folge kam Barum besser ins Spiel. Torhüterin Jo Steinhauer konnte sich mehrfach auszeichnen, war beim Ausgleich durch Shayne Nicoleth De Gala in der 36. Minute jedoch machtlos.

Nach dem Seitenwechsel verlor Sarstedt zunehmend den Zugriff. Barum nutzte seine Chancen konsequent: De Gala schnürte mit dem Treffer zum 1:2 (62.) ihren Doppelpack, bevor Marie-Luise Petersen in der 75. Minute auf 1:3 erhöhte. Ein weiterer Rückschlag für Barum blieb allerdings ungenutzt, als ein Elfmeter vergeben wurde.

Sarstedt gab sich jedoch nicht auf: Catarina Habertroh wurde im Strafraum gefoult und verwandelte den fälligen Elfmeter selbst zum 2:3-Anschluss (78.). In der Schlussphase drängte Sarstedt auf den Ausgleich, doch Barum brachte die knappe Führung über die Zeit.

„Wir hatten gute Ansätze, aber insgesamt oft zu wenig Zugriff auf den Gegner. Leider müssen wir wie in jedem Spiel immer wieder verletzte Spielerinnen verkraften, was unsere Situation nicht einfacher macht. Nun heißt es, die letzten Wochen zu trainieren und den Spaß am Fußball zu finden. Nichts anderes zählt mehr“, so Kocak.