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Betten Raymond Hildesheim
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Seit mehr als 200 Jahren steht Betten Raymond für qualitativ hochwertige Bettwaren, Matratzen, Lattenroste und alles Weitere rund um den gesunden Schlaf.
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Vier Tage Hallenfußball, volle Ränge, große Emotionen und jede Menge Geschichten. Der EVI-Cup 2025 hat einmal mehr gezeigt, warum dieses Turnier zu den absoluten Highlights im regionalen Fußballkalender gehört.
Wir haben ausführlich berichtet: mit Spielberichten, Bildergalerien, Videos, Interviews und vielen Eindrücken direkt vom Spielfeldrand. Zeit, im Nachgang noch einmal zurückzublicken. Nicht auf Ergebnisse, sondern auf das, was hängen geblieben ist.
Wenn Underdogs plötzlich das Rampenlicht übernehmen
Was die Kreisligisten 1. FC Sarstedt und SC Drispenstedt beim EVI-Cup ablieferten, war mehr als nur eine nette Überraschung. Es war ein Statement.
Schon in der Qualifikation legten beide Teams den Grundstein für ein starkes Turnier. Drispenstedt gewann alle drei Spiele, Sarstedt holte sieben Punkte und kassierte in drei Partien gerade einmal ein Gegentor. Dass beide Mannschaften danach auch in der Hauptrunde bestehen würden, war so nicht zwingend zu erwarten.
Drispenstedt startete dort mit einer deutlichen Klatsche gegen die U19 des VfV und schüttelte sich anschließend einmal kräftig. Drei Siege folgten, neun Punkte, Platz zwei in der Gruppe und der verdiente Einzug in die Endrunde. Sarstedt verlor ebenfalls sein Auftaktspiel deutlich, kam danach aber immer besser ins Turnier, spielte remis und zog mit zwei Siegen ebenfalls in die Endrunde ein.
Dort wurde Sarstedt endgültig zum Publikumsliebling. In einer Gruppe mit gleich zwei Landesligisten setzte sich der Kreisligist sensationell als Gruppenerster durch. Drispenstedt spielte in derselben Gruppe, schlug zunächst Landesligist Bavenstedt, musste sich am Ende aber mit Rang drei zufriedengeben. Das Aus kam trotzdem mit Applaus. Vor allem, weil Rilind Salihi mit elf Treffern zum Torschützenkönig des Turniers gekürt wurde.
Sarstedts Reise ging weiter – und wie. Im Halbfinale führte man sogar mit 2:0 gegen den Oberligisten VfV Borussia 06 Hildesheim, den späteren Turniersieger. Am Ende reichte es nicht ganz, doch Sarstedt hatte das Publikum längst gewonnen. Krönender Abschluss: Torwart Ekber Nergüz wurde zum Torhüter des Turniers gewählt.

Der Turniersieger-Besieger – und ein K.o. in vier Sekunden
Der TSV Giesen spielte ein überragendes Turnier und schied am Ende trotzdem maximal bitter aus. Ohne Niederlage qualifizierte sich das Team von Laurin Paris für die Endrunde und bekam es dort mit beiden VfV-Teams sowie Harsum zu tun. Gegen die U19 und die Erste des VfV gewann Giesen. Das Halbfinale war schon vor dem letzten Gruppenspiel sicher. Ein deutliches 6:0 gegen Harsum folgte. Es war übrigens der höchste Sieg des gesamten Turniers.
Im Halbfinale wartete dann SV Newroz. Das Duell hatte es bereits in der Hauptrunde gegeben. Damals endete es remis. Auch diesmal wurde es dramatisch. Beide Teams bekamen jeweils einen unberechtigten Neunmeter zugesprochen, beide verwandelten. Newroz ging in Führung, ehe Felix Bielicke mit einem echten Geistesblitz zwei Gegenspieler stehen ließ und zum 2:2 traf.
Dann passierte das, was den Fußball manchmal brutal macht. Vier Sekunden vor Schluss zog Newroz-Spieler Ibrahim Houban aus der eigenen Hälfte ab. Ein eigentlich harmloser Ball, der jedoch durch die Beine von Giesens Keeper Marcell Gatzemeyer trudelte. 3:2, Finale für Newroz, Schockstarre bei Giesen.
Besonders bitter: Gatzemeyer hatte zuvor ein starkes Turnier gespielt und sich mit zahlreichen Paraden ausgezeichnet. Im Spiel um Platz drei zeigte er dann noch einmal seine Klasse und hielt gleich drei Neunmeter. Giesen wurde Dritter und sammelte über das gesamte Turnier hinweg jede Menge Sympathiepunkte. Zudem war es das einzige Team, welches den späteren Turniersieger VfV 06 eine Niederlage zufügte. Giesens Lennart Fiech wurde außerdem noch zum Spieler des Turniers gekürt.

VfV 06 Hildesheim: Wackler, Comebacks – und ein neuer Rekord
Der Titelverteidiger startete souverän. 5:0, 4:0, 2:1 und 3:1 – der VfV marschierte wie gewohnt durch die Vorrunde und zog sicher in die Endrunde ein. Dort folgte zunächst ein klarer Sieg gegen Harsum, ehe es eine Niederlage gegen Giesen setzte.
Damit kam es im letzten Gruppenspiel zum direkten Duell mit der eigenen U19. Beide Teams standen bei vier Punkten, nur der Sieger würde ins Halbfinale einziehen. Es war ein umkämpftes und hitziges Spiel. Vor allem in den Schlussminuten kochten die Emotionen hoch. Sportlicher Ehrgeiz gehört dazu, keine Frage. Doch dafür, dass beide Mannschaften denselben Verein repräsentieren, war es phasenweise deutlich zu viel. Am Ende gab es keinen Sieger. Die Erste Herren zog aufgrund eines mehr geschossenen Tores ins Halbfinale ein.
Dort zeigte das Team von Ridha Kitar echte Comeback-Qualitäten. Gegen Sarstedt lag man 0:2 zurück und drehte die Partie noch zum 3:2-Sieg. Das Publikum stand klar auf der Seite der Underdogs, auch die Spielweise des VfV kam nicht überall gut an. Torwart Lennart Schulze Kökelsum nahm das sichtbar sportlich, hielt den Ball auffällig lange und suchte auch mal den verbalen Austausch mit dem Schiedsrichter, Geschmackssache.
Im Finale gegen Newroz wurde es dann endgültig wild. 0:2 zurück, 2:2, dann wieder 2:4 hinten. Noch 40 Sekunden zu spielen und der VfV traf zweimal. Verlängerung. Dort schlug der Favorit eiskalt zu und gewann am Ende 6:4.
Damit stellte der VfV einen neuen Rekord auf: viermal in Folge EVI-Cup-Sieger – das hatte zuvor noch kein Team geschafft.

Newroz: Rückschläge wegstecken, trotzdem fast ganz oben
Der SV Newroz musste beim EVI-Cup einige Rückschläge verkraften. Neuzugang Keanu Brandt konnte nicht mitspielen, in der Endrunde fehlte zudem Stammtorwart Antonio Brandt. Feldspieler Pascal Mitros ging ins Tor und machte seine Sache überragend.
Nach der Niederlage gegen Sarstedt verlor Newroz gleich zwei Spieler: Daniel Rotenberg sah nach einem Handspiel zur Torverhinderung Rot, Leistungsträger Retwan Defli schied zudem aus. Kurzentschlossen zog sich Lucien Tejeda um, der eigentlich nur zuschauen wollte und wurde zu einem wichtigen Faktor mit mehreren Treffern.
Newroz qualifizierte sich als Gruppenzweiter, warf Giesen im Halbfinale raus und stand im Endspiel ganz dicht vor dem Turniersieg. Am Ende fehlten Sekunden. Trotzdem: Auf diese Leistung kann Newroz absolut stolz sein.

Lautstarke Fans – und ein spürbarer Unterschied
Am Qualifikationstag sorgten vor allem die Fans des VfL Nordstemmen für ordentlich Stimmung. Große Gruppe, Banner, lautstarke Unterstützung. Nordstemmen qualifizierte sich für die Hauptrunde. Dort ließ die Unterstützung allerdings nach.
Ähnlich bei den Harsumern: In der Hauptrunde noch viele Zuschauer, in der Endrunde deutlich ruhiger. Himmelsthür wie gewohnt stark vertreten, aber auch PSV, Ochtersum und Neuhof machten lautstark auf sich aufmerksam. Auffällig: In den ersten drei Tagen waren viele Fangruppierungen einheitlich gekleidet, in der Endrunde deutlich weniger. Insgesamt herrschte dennoch an allen vier Tagen eine starke Stimmung mit wenigen Ausnahmen.

Sportnews-Interviews: viel Lob, aber auch Kritik
Unsere Sportnews-Redakteure Stephan Gaube und Felix König führten während des Turniers elf Interviews mit Spielern, Trainern, Verantwortlichen und Zuschauern. Über 200.000 Aufrufe zeigen: Das Format kam an.
Für viele Spieler war es eine ungewohnte Situation vor der Kamera, die sie jedoch souverän meisterten. Leider gab es auch unschöne Kommentare, in denen sich über Spieler lustig gemacht wurde, das geht nicht. Kritik an den Interviews selbst wurde ebenfalls geäußert, allerdings meist ohne Begründung. Unterm Strich bleibt: ein nahbares Format, das den Hallenfußball noch greifbarer gemacht hat.

Livestream als echter Mehrwert
Am Finaltag sorgte der kostenlose YouTube-Livestream der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung für ein echtes Plus. Ein starkes, modernes Format: für Zuschauer zuhause genauso wie für Spieler im Nachgang. Besonders die Replay-Funktion kam gut an, mit der Szenen schnell noch einmal angeschaut werden konnten.
Bitteres Aus für Alfeld
Neun Punkte reichen locker fürs Weiterkommen? Nicht immer. SV Alfeld musste diese schmerzhafte Erfahrung machen und schied trotz neun Zählern aus. Das Torverhältnis gab den Ausschlag. In anderen Gruppen kamen Teams mit acht oder sogar sieben Punkten weiter. Brutal, aber genau so ist Fußball.
EVI Energieversorgung Hildesheim spendet stolzen Betrag
Für jedes Tor hat die EVI 10€ gespendet. Insgesamt sind 298 Tore gefallen. Diese Summe wird unter den vier Organisationen und Vereinen DKSB Hildesheim, Malteser, Wildgatter und dem Verein Wildrose aufgeteilt. Zusätzlich haben alle von der EVI einen Sockel-Betrag von 500€ erhalten. Damit beläuft sich die Gesamtspendensummer auf 4.980€.
