Fehlstart ins Pflichtspieljahr 2026 für den SV Bavenstedt: Beim Tabellenführer SC Hemmingen-Westerfeld setzte es eine deutliche 0:5 (0:4)-Niederlage.

Während Hemmingen seine Ambitionen auf die Spitzenposition eindrucksvoll unterstrich, erwischten die Gäste einen gebrauchten, oder wie Trainer Michael Jarzombek es formulierte, „eher einen rabenschwarzen Tag“.

„Die Jungs haben sich viel vorgenommen und wollten richtig abliefern. Vielleicht war das einen Ticken zu viel, sodass der Kopf müde war. Ich weiß es nicht“, sagte Jarzombek nach der Partie.

Früher Nackenschlag

Die Begegnung begann denkbar ungünstig für die Gäste. Bereits in der ersten Minute spielte Bavenstedt den Ball zurück zu Torwart Lyon Raeck, der ausrutschte. Niclas Tanner sagte Danke und schob zum frühen 1:0 ein. Nur wenig später folgte der nächste Rückschlag: In der neunten Minute verletzte sich Luca Zschoche und musste durch Louis Garbelmann ersetzt werden. In der 13. Minute erhöhte Adrian Udovicic auf 2:0. Aus dem Gewühl traf er den Ball aus rund 18 Metern zentral auf das Tor, doch erneut rutschte Raeck weg, sodass der Ball im Netz landete. „Wir haben in der ersten Halbzeit nicht das umgesetzt, was ich sehen wollte. Es haben die Basics gefehlt“, monierte Jarzombek.

Zwar fand Bavenstedt nach dem zweiten Gegentor besser ins Spiel, doch Hemmingen blieb effizient. Zudem hatten die Gastgeber Glück, nach einem Foulspiel von hinten nur die Gelbe Karte zu sehen. Eine Rote wäre durchaus vertretbar gewesen. In der 30. Minute folgte das 3:0: Kaan Akif Köse traf mit einem sehenswerten Schuss in den Winkel. Zunächst entschieden Schiedsrichter und Linienrichter auf Abstoß, da sie den Ball nicht im Tor gesehen hatten, korrigierten ihre Entscheidung aber folgerichtig. Kurz vor der Pause erhöhte Christopher Schultz per Foulelfmeter (40.) auf 4:0, nachdem ein Bavenstedter seinen Gegenspieler nach einer Ecke zu Boden gezogen hatte.

Zweite Halbzeit ausgeglichener

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine offenere Partie. „Die zweite Halbzeit war ein 50:50-Spiel. Es ging hin und her zwischen den beiden Sechzehnern“, so Jarzombek. Beide Teams kamen zu jeweils zwei guten Möglichkeiten, ehe Dennis Rosnowski nach einem Eckball per Kopf zum 5:0-Endstand traf (70.).

Trotz der deutlichen Niederlage wollte der Bavenstedter Trainer die Partie einordnen: „Wir werden aus dem Spiel viele Lehren ziehen. Man muss aber auch sagen, dass Hemmingen schon sehr eingespielt war. Da haben die Automatismen gestimmt. Das war bei uns noch nicht der Fall.“ Die Vorbereitung sei aufgrund der Platzverhältnisse eingeschränkt gewesen: „Wir konnten erst einmal auf dem Platz trainieren. Ich bin überzeugt, dass es schnell besser wird. Heute haben wir aber zu Recht verloren.“