Der 1. FC Sarstedt hat die Derby-Niederlage gegen den PSV vom vergangenen Wochenende schnell abgeschüttelt und im Nachholspiel der Oberliga ein wichtiges Erfolgserlebnis eingefahren. Am Mittwochabend setzte sich das Tabellenschlusslicht unter Flutlicht mit 2:1 (2:1) gegen den SV Wendessen durch.

Trotz eines dezimierten Kaders, bedingt durch zahlreiche Verletzungen, zeigte Sarstedt von Beginn an eine starke Leistung. „Flutlichtspiele haben immer eine besondere Atmosphäre“, erklärte Kapitänin Sara Kocak nach der Partie. Und ihr Team ließ sich davon sichtbar beflügeln: Mit viel Mut, Entschlossenheit und Energie starteten die Gastgeberinnen in die Begegnung und durften dabei eine Rückkehrerin begrüßen. Denn Laura Möhring feierte nach 563 Tagen ihr Comeback.

Bereits in der Anfangsphase hatte Sarstedt die große Chance zur Führung, doch Elena Reinicke scheiterte freistehend an der Torhüterin. Besser lief es dann in der 19. Minute: Kocak setzte sich stark durch und wurde im Strafraum gefoult. Den fälligen Elfmeter verwandelte Catarina Haberstroh sicher zum 1:0.

Nur wenige Minuten später legte Sarstedt nach: Haberstroh kämpfte sich über außen durch, spielte auf Sophie Finn, die den Ball clever auf Kocak weiterleitete. Die Kapitänin traf sehenswert in den Winkel zum verdienten 2:0 (28.). Ein individueller Fehler im Spielaufbau brachte Wendessen allerdings zurück ins Spiel: In der 33. Minute nutzten die Gäste die Gelegenheit durch Christiane Sturm zum Anschlusstreffer.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Sarstedt spielbestimmend, musste sich jedoch zunehmend gegen eine hitziger werdende Partie behaupten. Wendessen erhöhte den Durck, doch Sarstedt hielt mit großem Einsatz dagegen, gewann viele Duelle und ließ defensiv wenig zu. Am Ende wurde es nochmal bitte, weil Kapitänin Kocak nach einem harten Foulspiel verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Doch Sarstedt rettete die knappe Führung über die Zeit und konnte sich nach neun Niederlagen am Stück mal wieder über einen Sieg freuen.

„Ich bin unfassbar stolz auf dieses Team“, betonte Kocak. „Mit so einem schmalen Kader so aufzutreten, war wirklich bemerkenswert.“