American Football

Der neue Invaders-Coach Tom Cudney ist in Hildesheim angekommen

01. März 2022, 22:28 Uhr

Freut sich auf seinen neuen Job: Invaders-Coach Tom Cudney. Fotos: Stephan Gaube

Seit Januar ist klar, dass die Hildesheim Invaders mit einem neuen Coach in die kommende Spielzeit gehen werden. Der 65-Jährige Amerikaner Tom Cudney ist am Dienstagmittag in Hannover gelandet. Nach vier Stunden Schlaf stand er am Abend zum ersten Mal auf dem Trainingsplatz.Cudneys Auftrag ist klar. Er soll den Aufsteiger zum Klassenerhalt in der GFL 2 Nord führen.

Der neue Coach hat schon viel erlebt

Als Spieler und Trainer hat Tom Cudney im American Football so ziemlich alles erlebt. Nach einer Karriere als Spieler in der großen National Football League, startete der heute 65-Jährige 1983 in den Trainerjob.Über 30 Jahre war er als Headcoach an namhaften Colleges in den USA und Canada tätig. 2016 wagte den Cudney den Sprung über den großen Teich. Zwei Jahre lang war der US-Amerikaner bei den Uppsala 86ers in Schweden tätig. 2018 war er Cheftrainer der GUC Eagles in Kairo. Am Dienstag nun landete Cudney in Hildesheim. "Ich war fast 24 Stunden von Ontario bis nach Hildesheim unterwegs", sagte der neue Invaderscoach am Abend bei der ersten Trainingseinheit mit seinem neuen Team. Im Übrigen löste Cudney Aufstiegstrainer Bob Madden ab, dessen Vertrag nicht verlängert wurde.

Der neue Quarterback ist ein alter Bekannter

Der neue Quarterback Nelson Hughes packt sein Spielgerät aus.

Nicht nur auf der Trainerposition gibt es eine Veränderung. Auch der Quarterback ist neu. Isaiah Weed zog es nach Österreich. Sein Nachfolger ist ein alter Bekannter. Nelson Hughes kommt wechselt aus Italien zu den Invaders zurück. Bereits im Jahr 2017 zog der US-Boy als Spielmacher die Fäden bei den Hildesheimern. Cudney und Hughes sind so etwas wie die Hoffnungsträger in der kommenden Saison. Die Zielsetzung der Zweitligaaufsteigers ist klar. "Als Neuling wollen wir den Klassenerhalt schaffen", sagte Jan Hendrik Meyer, der erste Vorsitzende der Footballer am Dienstagabend am Rande des Trainingsauftakts in Dinklar. Nanu, Dinklar werden sich einige fragen. Die Invaders haben ihr Trainingsdomizil derzeit auf einem eher untauglichen Platz in der Zeppelinstraße in Hildesheim. Die Trainingsfläche genügt kaum den Ansprüchen eines Zweitligisten. Zudem fehlt dort auch eine Flutlichtanlage, so dass die Invaders in dieser Jahreszeit ausweichen müssen. Der SV Dinklar ist gerne behilflich und hat derzeit neben den Invaders auch die Fußballer des SV Newroz als Untermieter. Die Footballer weichen aber auch des Öfteren zum SV Einum aus. Ihre Zweitligaspiele werden die American Footballer dann wieder in Hildesheim austragen. 

Saisonstart am 21. Mai gegen die Rostock Griffins

"Unser Homefield wird ja bekanntlich um einige Meter versetzt, ich gehe davon aus, dass dieser Vorgang bis zum Saisonstart im Mai erledigt ist", berichtet Meyer. Ein Trainingsbetrieb ist dort aber nicht möglich. Am 21. Mai geht es dann im Homefield wieder richtig los. Die Rostock Griffins sind dann in Hildesheim zu Gast. "Wir wollen möglichst jedes Spiel gewinnen", sagte Headcoach Cudney bei seinem Amtsantritt. Cudney ist Sportler und will das Beste aus seinem Team herausholen. Die erste Einheit verdeutlichte seine Motivation. Nach einer kurzen, aber emotionalen Ansprache legte er mit seinem sechsköpfigen Trainerteam voller Tatendrang los. Cudney ist viel lauter als sein Vorgänger und er war recht aktiv beim Training dabei. 

Gibt Offense-Coach Reggie Bullock sein Comeback als Runningback?

Offense-Coach Reggie Bulloch (rechts) gibt Denis Krüger wertvolle Tipps.

Mit mindestens 62 Spielern wollen die Invaders dieses Unterfangen angehen. Ist der Kader schon komplett? "Wir sind noch mit zwei, drei Spielern in Gesprächen. Vielleicht können wir bald noch den ein oder anderen Neuzugang präsentieren", sagte Meyer. Einer davon könnte einer werden, der schon bei den Footballern involviert ist. Reggie Bullock, Runningback-Legende aus vergangenen Tagen ist aktuell einer der Offense-Coaches. Es könnte sein, dass der 33-Jährige, sein Comeback auf dem Rasen gibt. "Das wäre eine Idee", schmunzelte Meyer auf die Sportnews-Nachfrage.

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