Niedersachsen-Derby in Lüneburg

"Den Kopf in den Sand stecken ist keine Möglichkeit."

Maximilian Willke
19. Februar 2021, 15:33 Uhr

Jan Röling (Nr. 10) will alles versuchen um noch mit den GFRIZZLYS in die Play-Offs zu kommen. Foto: Christian Scheffler

Die Helios GRIZZLYS Giesen müssen nur drei Tage nach der bitteren 1:3-Heimniederlage gegen die Volleyball Bisons Bühl bei der SVG Lüneburg antreten. Am kommenden Samstag findet das zweite Niedersachsen-Derby der Saison statt. Das Hinspiel konnten die GRIZZLYS mit 3:2 für sich entscheiden.

Nur drei Tage nach der bitteren 1:3-Plete gegen die Volleyball Bisons Bühl geht es für die Helios GRIZZLYS Giesen bereits weiter. Am Samstag steht um 19 Uhr das Niedersachsen-Derby bei der SVG Lüneburg auf dem Programm. Punkte sind ab sofort dringend vonnöten, wollen die Giesener die Play-Off-Chancen wahren. 

Theoretisch ist noch alles möglich.
GRIZZLYS-Trainer Itamar Stein glaubt noch an die Chance

Das Hinspiel im vergangenen Dezember hatten die GRIZZLYS mit 3:2 für sich entscheiden können. In der Bundesliga-Tabelle liegen die Lüneburger derzeit zwei Plätze und vier Punkte vor den GRIZZLYS. Der Druck auf die Giesener ist seit den zuletzt vier Niederlagen in Folge gestiegen.

In Lüneburg wurden zu Saisonbeginn die Erwartungen im Vergleich zur Saison 19/20 deutlich gedämpft. Die neu formierte Mannschaft der „Lünehünen“ war nach den ersten Saisonwochen tatsächlich noch in der Findungsphase mit schwankenden Leistungen und Ergebnissen. Darüber hinaus musste man im Dezember 2020 überraschend noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden: Zuspieler Leon Dervisaj, erst im Sommer vom TV Rottenburg gekommen, hatte um die Auflösung seines Vertrages aus persönlichen Gründen gebeten und heuerte nur wenig später beim Ligakonkurrenten United Volleys Frankfurt an. Kurzfristig vor Weihnachten präsentierte die SVG Lüneburg einen alten, neuen Zuspieler. Mit dem Niederländer Gijs van Solkema kam ein bekanntes Gesicht von seinem Ausflug zu IBB Polonia London zurück nach Lüneburg. 
Van Solkema griff aber erst nach der 2:3-Niederlage der Lüneburger in Hildesheim im neuen Jahr 2021 in das Spielgeschehen ein und konnte das Hübner-Team inzwischen spielerisch stabilisieren. Nach dem Spiel gegen die GRIZZLYS wurde nur noch in Düren, beim aktuellen Tabellenzweiten, verloren. Am Mittwoch der vergangenen Woche setzen die Lüneburger ein weiteres sportliches Ausrufezeichen. Gegen die BR Volleys konnte die SVG einen Punkt holen und zeigte in einem umkämpften und engen Auswärtsspiel gerade in Block und Annahme eine sehr starke Leistung. Das Hübner-Team hat die Playoff-Spiele fest im Visier und dürfte gegen die GRIZZLYS leicht favorisiert ins Spiel am kommenden Samstag gehen.

Lokalderbys haben oft ihre eigenen Gesetze. Die Helios GRIZZLYS dürften motiviert sein das Niedersachsen-Derby zu gewinnen und damit wichtige Punkte für die eigenen Playoff-Ambitionen einzufahren, dennoch hat man die Play-Offs nicht abgehakt:

Es kann noch so viel passieren, ich würde uns nie unterschätzen oder abschreiben. Natürlich ist gewinnen immer besser, aber den Kopf in den Sand stecken ist keine Möglichkeit.
Zuspieler Jan Röling

Im Fokus der Mannschaft von Cheftrainer Itamar Stein stehen in den wenigen vorbereitenden Trainingseinheiten vor dem Auswärtsspiel in Lüneburg Spielelemente, wie Block und Abwehr aber sicherlich auch die Vorbereitung auf einen blockstarken Gegner. In der relativ flachen Lüneburger Halle wird auch der Aufschlag ein entscheidendes Element sein. Die GRIZZLYS haben also einige Aufgaben auf ihrem Zettel bis zur Abreise zum Niedersachsen-Derby.

Ich werde alles geben, das Team gut auf das nächste Spiel vorzubereiten.
Itamar Stein
 

Autor: Maximilian Willke

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