In der Handball-Oberliga der Damen steht für die SG Börde Handball Damen am Samstag (25.04., 16:30 Uhr) das vorletzte Saisonspiel auf dem Programm.

Foto Titelbild von Fotograf Adrian Spieler

In heimischer Halle empfängt der Aufsteiger die SG Zweidorf/Bortfeld, mit völlig unterschiedlichen Ausgangslagen.
Während die Börde-Damen eine beeindruckende Premierensaison spielen und mit 24:16 Punkten auf Rang vier stehen, geht es für die Gäste um den Klassenerhalt. Zweidorf belegt aktuell mit 13:27 Punkten den ersten Nichtabstiegsplatz und braucht im Saisonendspurt jeden Zähler.
Die Gäste gehen hingegen mit breiter Brust in die Partie. Seit vier Spielen ist die Mannschaft ungeschlagen und hat sich im oberen Tabellendrittel festgesetzt. Dennoch warnt Trainerin Laura Naß vor dem kommenden Gegner, auch mit Blick auf das Hinspiel: „Das Hinspiel gegen Zweidorf war eine unserer schlechtesten Leistungen in dieser Saison. Sowohl im Angriff als auch in der Abwehr konnten wir nie unser volles Potenzial abrufen. Das soll am Wochenende anders laufen.“ Tatsächlich hat sich die SG Börde seitdem deutlich weiterentwickelt. „Entwicklungstechnisch sind wir aktuell auf einem völlig anderen Stand als im Hinspiel“, betont Naß. Entscheidend werde sein, die robuste Spielweise der Gäste früh anzunehmen: „Zweidorf spielt sehr robust in der Abwehr. Das müssen wir schnell annehmen und den Fokus auf unser Spiel legen.“
Der Matchplan ist dabei klar formuliert: „Mit viel Tempo die Gegner überlaufen, um einfache Tore zu erzielen.“ Gleichzeitig ist sich Naß bewusst, dass die Gäste alles investieren werden: „Zweidorf muss am Wochenende alles reinhauen, sonst sieht es für sie schlecht aus. Entsprechend erwarte ich ein umkämpftes Spiel.“
Personell kann Börde nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Saskia Hellberg fällt weiterhin mit einer Schulterverletzung aus, ansonsten sind alle Spielerinnen einsatzbereit.
Für die SG geht es darum, die starke Saison weiter zu veredeln und den vierten Tabellenplatz zu festigen. Gleichzeitig will man im Saisonendspurt keine Rolle im Abstiegskampf spielen: „Meine Mannschaft wird alles geben, die Punkte zu holen, um nicht unnötig den Abstiegskampf zu beeinflussen“, so Naß.
Die Vorzeichen versprechen ein intensives Duell mit einem formstarken Aufsteiger und einem Gegner, der um seine letzte Chance kämpft.

Junges Nachwuchstalent aus Peine verstärkt Börde-Damen im Sommer

Derweil laufen die Planungen der SG für die Oberligasaison 2026/27 auf Hochtouren. Nachdem mit den Schwestern Heidi und Sophie Hollenbach, die aktuell in der A-Jugend der JSG Söhre-Himmelsthür und bei den Frauen von Eintracht Hildesheim spielen, die ersten Verstärkungen vorgestellt wurden, folgte nun der nächste Neuzugang.
Dabei handelt es sich um Ronja Punhthöler, welche in dieser Saison in der B-Jugend Regionalliga bei der Peiner SG, aber auch schon im Frauenbereich mit einem Zweitspielrecht beim Ligakonkurrenten MTV VJ spielte. Trotz ihren jungen Alters gehörte die Rückraumspielerin dort zu den torgefährlichsten Spielerinnen (91 Saisontore) und machte auch in den Duellen gegen die SG Börde auf sich aufmerksam. Nun wechselt Punthöler, welche dem Jahrgang 2009 angehört und zur neuen Saison eigentlich erst in die A-Jugend kommen würde, zur kommenden Saison fest zu den Börde-Damen. Trainerin Naß stolz über den Transfer: ,,Die Verpflichtung von Ronja zeigt, dass die Entwicklung des Damenhandballs der SG Börde über den Landkreis hinweg für Aufsehen sorgt und sich zur Topadresse entwickelt hat.“

Gilt als Toptalent und wird die SG in der nächsten Saison verstärken: Ronja Punthöler. Grafik: SG Börde Handball