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So schnell kann das gehen. Noch vor einigen Wochen war die Enttäuschung beim VfV 06 nach der Niederlage in Meppen riesengroß. Nun haben die Hildesheimer nach dem 1:0-Erfolg gegen Wilhelmshaven wieder gute Karten im Aufstiegsrennen.
Das war ein ganz wichtiger Erfolg für die Oberliga-Fußballer des VfV Borussia 06 Hildesheim. Das Team von Trainer Ridha Kitar gewann am Sonntagnachmittag das Verfolgerduell gegen den SV Wilhelmshaven mit 1:0. Weil sich die Konkurrenten im Aufstiegsrennen einige Ausrutscher leisteten, dürfen die Hildesheimer nun wieder vom Aufstieg in die Regionalliga träumen. Aktuell sind die VfVer Tabellenfünfter mit 34 Punkten, sie haben aber drei Spiele weniger als die Konkurrenz absolviert. Gewinnt die Domstadtelf die drei Nachholspiele, klettert sie auf Platz eins. Aber der Reihe nach. Gegen das Team vom Jadebusen sahen die 580 Zuschauer eine sehr langweilige erste Halbzeit. Beim VfV machte sich das Fehlen der besten Offensivkräfte bemerkbar. Mick Gudra (18 Scorerpunkte) ist verletzt und Torjäger Louis Malina (11 Tore) saß eine Gelbsperre ab. Dementsprechend taten sich die Hausherren schwer, gute Offensivaktionen zu kreieren. Das sollte sich in der zweiten Halbzeit ändern. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff wurde Mahdi Biso im SVW-Strafraum gefoult. Biso übernahm selbst die Verantwortung und versenkte den Elfer eiskalt in die Mitte des Tores. Kurze Zeit später flankte der aufgerückte Sean Redemann mustergültig auf Fred Mc Mensah, dessen Kopfball SVW-Torwart Niko Koliofoukas reflexartig parierte. Einen Freistoß von Yannik Schulze kratzte der Keeper ebenfalls aus dem Eck. Die kalte Dusche für den VfV folgte in der 66. Minute. Dem eingewechselten Tim Friedrich soll ein Handspiel im eigenen Strafraum unterlaufen sein. Während die 30 mitgereisten SVW-Fans auf den Ausgleich hofften, drückten die VfV-Fans ihrem Torwart Lennart Schulze-Kökelsum („LSK“) die Daumen und das sollte helfen. Maurice Bank visierte das rechte Eck an, aber „LSK“ vereitelte den Ausgleich und parierte den Strafstoß zur Ecke. In der Folge drängten die Gäste auf das 1:1, die Hildesheimer Defensive verteidigte aber aufopferungsvoll den eigenen Strafraum.

Bei einem Konter hatte Carlos Christel die Möglichkeit zur Vorentscheidung, er scheiterte aber an Koliofoukas (89.). Leonint Mina vergab die beste Gäste-Chance in der Nachspielzeit und setzte einen Schuss aus 13 Metern über den Kasten. Damit hatten die VfVer den nicht unverdienten Heimerfolg unter Dach und Fach gebracht. Die Spieler feierten den Sieg ausgelassen mit den Fans und dürfen nun wieder träumen. Übrigens hatte Trainer Kitar in der Halbzeitpause den richtigen Riecher. Als Kitar sich auf den Weg von der Kabine zur Trainerbank machte, rief er dem Sportnews-Journalisten zu: „Die anderen spielen alle für uns, jetzt müssen wir nur das Tor treffen!“. Kitar sollte Recht behalten. Manager Omar Fahmy war ebenfalls zufrieden mit dem Ergebnis. „In der ersten Halbzeit hat man gemerkt, dass unsere Topscorer fehlen, aber die Mannschaft hat das gut kompensiert. Jetzt stehen die schweren englischen Wochen an. Da wird sich unser breiter Kader bemerkbar machen“, sagte Fahmy. Wenn die VfVer dann weiterhin so effizient auftreten, ist ihnen alles zuzutrauen.

