Superzweite ist Meister

Aufstieg wird in Braunschweig unter Dach und Fach gebracht

25. Februar 2020, 17:24 Uhr

Am Samstagnachmittag war es soweit. Nach dem verwandelten Satzball zur 2:0 Satzführung gegen die Reserve des USC Braunschweig war allen Spieler, Trainer und Fans klar: „Wir sind Meister und spielen nächstes Jahr wieder in der 3.Liga.“ 

Nach einer überragenden Saison mit vielen Höhepunkten, wie dem Sieg vor großartiger Kulisse gegen den VSG Ammerland oder der Machtdemonstration gegen den GFL Hannover, ist dieser Aufstieg der nächste Meilenstein für die junge Mannschaft um das Trainergespann Stefan Drews und Uwe Bödder. 

Foto: Maximilian Willke

Die Marschroute beim Auswärtsspiel in Braunschweig war klar. Heute sollte mit zwei gewonnenen Sätzen die Meisterschaft klar gemacht werden, nachdem dies beim Oldenburger TB mit einer Niederlage noch misslang. Doch diesmal merkte man den GRIZZLYS an, dass sie konzentriert und bis in die Haarspitzen motiviert waren, heute ihre Saison zu krönen. Von Anfang an entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, wobei beiden Seiten die Anfangsnervosität zu schaffen machte. Ab Mitte des ersten Satzes schaltete die Giesener Mannschaft einen Gang hoch und konnte sich beim Spielstand von 21:18 erstmalig mit drei Punkten absetzen. Diesen Vorsprung konnte man bis zum Ende verteidigen und holte sich den ersten Satz mit 25:22. Nun brauchten die GRIZZLYS nur noch einen Satzgewinn für die Meisterschaft. Mit dem Bewusstsein ging es weiter und man merkte der Mannschaft an, dass sie überzeugt davon waren diesen zweiten Satz für sich zu entscheiden. Es wurde sich direkt eine fünf Punkte Führung erspielt und bis zum Satzball gehalten. Doch mit dem großen Erfolg und der Ziellinie vor Augen schien die junge Mannschaft nervös zu werden. Oft heißt es: „Der letzte Schritt ist der Schwerste“ und das war auch dieses Mal der Fall. Die Annahme passte nicht mehr, das Zuspiel wurde ungenauer und auf einmal wurden drei Punkte in Folge verloren und der Vorsprung schmolz auf 24:22. Doch dann kam die Erlösung und Außenangreifer Jannik Schiller konnte den entscheidenden Punkt zum 25:22 verwandeln. Die Freude und Erleichterung auf dem Spielfeld und bei den mitgereisten Fans war groß, aber nun war die Mannschaft gewillt das Spiel auch zu gewinnen, um den Feierlichkeiten keinen Abbruch zu tun. 

Trainer Stefan Drews rotierte nun zum Anfang des dritten Satzes. Der lange verletzt fehlende Mittelblocker Tobias Bödeker durfte erstmals wieder einen Satz über die komplette Distanz bestreiten und auch Außenangreifer Marius Appel bekam wichtige Einsatzminuten. Mitte des dritten Satzes kam auch noch Zuspieler Steffen Biermann für Vincent Witt und Diagonalangreifer Alexander Grüne für Jannik Lehmann ins Spiel. Doch trotz dieser Wechsel war der Konzentrationsabfall nach dem entscheidenden zweiten Satz spürbar und die GRIZZLYS fingen an fahrig zu agieren und ungewohnte Eigenfehler in ihr Spiel einzustreuen. Somit ging der dritte Satz verdient mit 25:19 an die stark aufspielenden Braunschweiger. Dieses Bild setzte sich auch im vierten Satz weiter fort. Der USC kämpfte aufopferungsvoll um jeden Punkt, während sich bei den GRIZZLYS in der Annahme und im Zuspiel immer wieder Ungenauigkeiten ergaben. So liefen die Giesener auch im vierten Satz einem Rückstand hinterher, bis Jonathan Lehmann mit einem Ass zum 21:21 ausgleichen konnte. Die GRIZZLYS zeigten Moral und wollten auch die drei Punkte mit nach Hause nehmen und dies gelang ihnen auch mit 26:24 denkbar knapp. Im Endeffekt merkte man der jungen Mannschaft, dass nach dem zweiten Satz und der damit verbundenen Meisterschaft die Luft raus war, doch zum Schluss kämpfte man sich zurück und konnte zusammen mit den Fans auch noch drei Punkte feiern. 

Foto: Maximilian Willke

„Wir sind überglücklich heute die Meisterschaft gefeiert zu haben. Das ist einfach ein geiles Gefühl! Damit konnten wir eine herausragende Saison bereits zwei Spieltage vor Schluss krönen. Viele haben uns zugetraut oben mitzuspielen, doch dass wir so durch die Liga marschieren werden, hätten glaube ich die wenigsten vor der Saison gedacht. Durch unseren qualitativ breit aufgestellten Kader konnten wir auch einige Ausfälle problemlos verkraften. Vielen Dank auch an die vielen Fans, die uns bei jedem Spiel in der Schachtarena so zahlreich unterstützt haben und auch einige Auswärtsspiele zu Heimspielen gemacht haben, wie heute in Braunschweig. Nun steht für uns noch ein echtes Highlight auf dem Programm mit dem Heimspiel gegen den MTV Hildesheim. Wir hoffen, dass wir mit den Fans dort nochmal eine ordentliche Siegesfeier starten können“, zeigte sich Außenangreifer Jannik Schiller erleichtert über den großen Erfolg. Am 1.März steigt nun das letzte Heimspiel gegen MTV 48 Hildesheim und die Superzweite hofft bei dem letzten Heimspiel in der Regionalliga viele Fans in der Schachtarena begrüßen zu dürfen, um mit ihnen einen würdigen Abschluss zu feiern und sich zu bedanken. 

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