Wieder kein Auswärtssieg

Auf und ab ohne Happy End gegen Netzhoppers

Maximilian Willke
23. November 2019, 21:04 Uhr

Foto: Maximilian Willke

Die Helios GRIZZLYS Giesen können auswärts weiter nicht gewinnen. Immerhin bringen die Bundesliga-Volleyballer einen Punkt aus Bestensee mit. 

Guter Start

Nach dem Pokal-Aus unter der Woche in Rottenburg schickte Trainer Itamar Stein beim Duell der Tabellen-Nachbarn in Bestensee eine veränderte Sechs zunächst auf das Parkett. Etwas überraschend saß Timon Schippmann auf der Bank und Jan Röling musste verletzt passen, dafür starteten David Wieczorek und Alexander Tusch. Ansonsten spielten Jonathan Moate, Mayaula Magloire, Hauke Wagner, Anestis Dalakouras und Libero Milorad Kapur. 

Doch der Trainer schien damit zunächst eine gute Wahl getroffen zu haben, denn in Durchgang eins waren die GRIZZLYS zumeist in Führung. Die Annahme war stabil, im Angriff punkteten Anestis Dalakouras sowie Hauke Wagner häufig und auch der Block um Mayaula konnte einige Punkte verzeichnen. Bis zum 10:10 blieben die Netzhoppers auf Augenhöhe, danach setzten sich die Giesener ab. Über 10:13 und 11:15 waren es erstmals vier Punkte Vorsprung. Alexander Tusch setzte seine Angreifer gut in Szene, sodass diese einfach punkten konnten. Beim Stand von 20:24 erspielten sich die Giesener vier Satzbälle. Zwar vergab Mayaula den ersten durch einen Angaben-Fehler, aber schon den zweiten Satzball versenkte Anestis Dalakouras zum 21:25.

Schwache Mitte

Die Sätze zwei und drei waren dann sinnbildlich für fast alle bisherigen Auswärts-Partien der GRIZZLYS. Besonders der zweite Durchgang war unglücklich, führten die GRIZZLYS zwischenzeitlich sogar 6:11, doch nach einer Auszeit der Netzhoppers stand es dann nur noch 11:12. Kurz darauf folgte die entscheidende Phase. Zunächst verloren die GRIZZLYS einen Punkt, weil David Wieczorek die 8-Sekunden-Regel bei der Angabe überschritt, wie schon John Moate im Spiel gegen Frankfurt. Danach scheiterte Mayaula am Block und ein Wechselfehler kam hinzu, sodass es plötzlich 16:15 für Königs-Wusterhausen stand. 
Zwar schafften die Giesener kurzerhand das Spiel noch einmal auf 16:18 zu drehen, aber man merkte ihnen an, dass es im Kopf anfing zu arbeiten. Es schlichen sich Unachtsamkeiten und kleinere Fehler ein. Königs-Wusterhausen konnte Satz zwei mit 25:22 für sich entscheiden. 

Im dritten Durchgang liefen die GRIZZLYS konsequent einem Rückstand hinterher, machten viele eigene Fehler. Sowohl bei Angaben, als auch in der Annahme stimmte es gar nicht mehr. Die Netzhoppers nutzten die Fehler eiskalt aus, ohne großartig zu überzeugen. Mit 25:20 ging der dritte Satz ebenfalls an die Gastgeber, die nun eine 2:1-Führung verbuchen konnten. 

Immerhin ein Punkt, mehr auch nicht

Foto: Maximilian Willke

Zum vierten Satz brachte Itamar Stein Michael Wexter und Timon Schippmann für Wagner und Wieczorek. Dies zeigte Wirkung. Wexter war einer der Punkte-Garanten in Durchgang vier und mit Schippmann stabilisierte sich die Annahme und Feldabwehr. Bis zum 5:2 liefen die Giesener zunächst einem Rückstand hinterher, ehe Alexander Tusch eine starke Aufschlag-Serie zu einer 5:9-Führung ausbaute. Plötzlich punkteten die GRIZZLYS wieder im Block, zusätzlich war Wexter kaum zu stoppen. 
Die Gäste spielten sich kurzzeitig in einen Rausch, bauten ihre Führung über 9:14 und 11:19 auf 13:24 aus. Elf Satzbälle standen zu Buche und mit dem zweiten Satzball sicherten sich die Giesener immerhin einen Punkt und den Tie-Break. 


Doch für den ersten Auswärtssieg sollte es nicht reichen, weil im Tie-Break plötzlich wieder die Konzentration nachließ. Besonders auswärts stehen sich die GRIZZLYS in den entscheidenden Phasen oftmals selbst im Weg. Einfache Fehler werden dann zu häufig gemacht. Mit 15:11 gewann NKW Durchgang fünf und sicherte sich zwei Punkte. Gleichzeitig rutschen die Giesener dadurch in der Tabelle wieder auf Rang zehn ab. Zwar ist es zu Platz sieben nur ein Punkt Rückstand, aber ohne Auswärtssiege wird es schwer das Ziel Play-Offs zu erreichen. Besonders dann, wenn man bedenkt, dass die GRIZZLYS mittlerweile schon bei zwei Gegnern auf Augenhöhe (Eltmann und Königs-Wusterhausen) nur einen Punkt holen konnten. 

Autor: Maximilian Willke

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