Es sind Derbywochen im Hildesheimer Handball. Erst am vergangenen Freitag das 3.Liga-Derby zwischen Söhre und Eintracht. Am kommenden Sonntag steht das Oberliga-Frauen Derby zwischen Börde und Eintracht an. Als drittes am kommenden Freitag schon, findet in der BBS Sporthalle Alfeld das Regionalliga Derby zwischen der SVA und dem TUS GW Himmelsthür statt.

Foto Titelbild aus dem Hinspiel. Fotografin: Celine Schrader

SV Alfeld – TuS GW Himmelsthür (Fr., 06.02., 20:00 Uhr)

Am Freitagabend wird es laut in der Alfelder BBS-Sporthalle. Wenn SV Alfeld (die Piraten von der Leine) den TuS GW Himmelsthür empfängt, steht nicht nur ein emotionsgeladenes Regionalliga-Derby auf dem Programm, sondern auch ein echtes Schlüsselspiel im Abstiegskampf der Herren. Anwurf ist am Freitag, 06. Februar, um 20:00 Uhr.

Die Ausgangslage ist brisant: Die SV Alfeld belegt mit 13:21 Punkten Tabellenplatz 11, Himmelsthür folgt mit 11:23 Punkten direkt dahinter auf Rang 12. Beide Teams stehen damit unmittelbar vor den Abstiegsplätzen, die aktuell von der HSG Nienburg mit 8:26 Punkten eröffnet werden. Entsprechend groß ist die Bedeutung dieses Derbys, denn Punkte sind für beide Seiten Gold wert.
Zusätzliche Würze bringt das Hinspiel mit. In Himmelsthür sah lange alles nach einem Auswärtssieg der Alfelder aus, die bis in die 45. Minute hinein mit drei Treffern führten (19:22). Doch die Gastgeber drehten die Partie in der Schlussphase noch und setzten sich am Ende mit 29:25 durch. Für die Piraten von der Leine ist das Rückspiel damit auch eine Chance, eine offene Rechnung zu begleichen.

Ein entscheidender Faktor könnte das Torwartspiel werden. Während Himmelsthür mit Jan Koop und Dimo Möller auf ein eingespieltes Duo setzt, stehen bei der SV Alfeld Jan Hagedorn und Bent Ole Krebs zwischen den Pfosten. Gerade in einem Derby, in dem oft Kleinigkeiten entscheiden, können starke Paraden den Ausschlag geben.
Auf dem Feld ruhen die Hoffnungen der Gastgeber vor allem auf Sören Lange. Der erfahrene Außenspieler und Co-Kapitän geht mit viel Emotion voran und soll seinem Team gerade in schwierigen Phasen Stabilität geben. Auf Seiten der Gäste gilt Justus Krumwiede als zentrale Figur im Rückraum. Seine Wurfstärke macht ihn zu einem der gefährlichsten Akteure auf dem Feld. Er wird eine zentrale Rolle im Spiel der Grün-Weißen einnehmen, obwohl nach dem Spiel gegen Burgdorf II nicht sicher war, ob er rechtzeitig zum Derby fit wird. Im Spiel gegen den Tabellenführer verletzte sich Krumwiede am Sprunggelenk und sorgte damit für einen Schockmoment in Himmelsthür. Doch jetzt vor dem Derby herrscht frühzeitig Klarheit. Denn TuS GW-Trainer Kilian Kraft betonte gegenüber Sportnews:,,Er ist wieder fit!“
Im Allgemeinen erwartet er ein intensives Duell. „Das Derby am Freitag gehen wir mit der nötigen Spannung, aber auch mit einem klaren Plan an“, erklärt er und verweist auf die besondere Dynamik solcher Spiele. „Wir wissen, dass solche Spiele immer eine besondere Dynamik haben und oft nicht nur über Taktik, sondern auch über Einstellung und Leidenschaft entschieden werden.“
Gleichzeitig warnt Kraft vor der Atmosphäre in Alfeld: „In Alfeld erwartet uns ein sehr unangenehmer Gegner, der vor allem zuhause viel Intensität und Kampfgeist auf den Platz bringt. Darauf sind wir vorbereitet und wissen, dass wir von der ersten Minute an konzentriert und geschlossen auftreten müssen.“ Der Anspruch der Gäste ist dabei klar formuliert.

„Natürlich ist es unser Anspruch, auch dieses Derby für uns zu entscheiden und den zweiten Derbysieg in dieser Saison einzufahren. Dafür müssen wir unsere Leistung abrufen, diszipliniert bleiben und als Team auftreten. Dann sind wir überzeugt, dass wir erfolgreich sein können.“

Auch SVA-Trainer Robin Thiele weiß um die Bedeutung des Spiels für den weiteren Saisonverlauf und betont vor dem Derby:

Wir freuen uns riesig, dass es dieses Derby in der Region gibt. Ein echtes Highlight für die Zuschauer, die mitfiebern können. Natürlich wissen wir noch, wie enttäuschend das Hinspiel verlief: Wir führten bis zur 44. Minute klar, verloren dann aber völlig den Faden und am Ende das Spiel. Der Stachel sitzt tief.

Ein Derby will man einfach gewinnen, unabhängig von der Tabellensituation. So wird es auch am Freitagabend sein. Wir wollen nicht die Mannschaft sein, die Himmelsthür ins Mittelfeld zurückholt. Himmelsthür hat starke Ergebnisse eingefahren, vor allem auswärts. Deshalb müssen wir uns bestens vorbereiten, um die zwei Punkte in Alfeld zu behalten.

Unser Ziel ist klar: Wir wollen nicht bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt zittern, sondern unsere Rolle im mittleren Tabellendrittel festigen. Dafür brauchen wir am Freitag zwei Punkte. Alle Spieler sind fit und bereit, um auch unsere Form aus dem Dezember zu bestätigen.

Die Rahmenbedingungen versprechen einen stimmungsvollen Handballabend, volle Ränge, Derby-Atmosphäre und zwei Mannschaften, für die es sportlich um enorm viel geht. Alles deutet auf ein intensives, umkämpftes Spiel in der Alfelder BBS-Sporthalle hin.