American Football GFL 2 Nord

40:7: Invaders überrollen den Tabellenführer aus aus Lübeck

11. Juni 2022, 20:07 Uhr

Yes! Headcoach Marcus Herford (links) bejubelt den deutlichen Sieg gegen Lübeck. Fotos: Stephan Gaube

Die Hildesheim Invaders haben ihr Heimspiel in der GFL 2 Nord gegen die Lübeck Cougars eindrucksvoll gewonnen. Im Vorfeld gab es Ärger, weil die Lübecker unbedingt das Spiel verlegen wollten. Ihr Quarterback Jadrian Clark weilt derzeit im Urlaub. Ohne ihren besten Mann war der Tabellenführer chancenlos.

Eigengewächs Solf sorgt für die Führung / Cougars-Quarterback im Urlaub

Jorden Grant auf dem Weg zum Touchdown.

Was für ein starkes Spiel. Die Hildesheim Invaders haben am Samstag gegen den bisherigen Tabellenführer Lübeck Cougars mit 40:7 gewonnen. Die Invaders waren vom Kickoff weg das bessere Team. Die Offense um Quarterback Nelson Hughes hatte einen sehr guten Tag erwischt. Eigengewächs Pieter Solf brachte die Hildesheimer mit dem ersten Touchdown in Führung. Jordan Grant legte zum 12:0 nach. Matti Probst erzielte mit dem Zusatzkick das 13:0. Probst legte mit zwei Fieldgoals zum 19:0 nach. Die Lübecker, die ohne ihren Quarterback Jadrian Clark auskommen mussten fanden nicht ins Spiel. Die Defense der Cougars konnte die Invaders in der ersten Halbzeit nur ganz selten stoppen. Übrigens weilt Cougars-Quarterback Clark derzeit im Urlaub. Darum wollten die Lübecker Verantwortlichen im Vorfeld das Spiel verlegen lassen. Sie führten dabei sogar die Rasenfläche im Heliosfield an. Der Rasen sei nicht bespielbar hatten die Cougars im Vorfeld um eine Spielverlegung gebeten. Damit kamen die Hanseaten beim Verband nicht durch. War das Clark-Fehlen die Ursache für die Niederlage? "Nein, unser Backup ist auch gut. Wir waren heute einfach unterlegen", sagte ein Lübecker Spieler nach dem Spiel.

McCoy-Wilson verletzt sich am Knie

Claudia Leyder versorgt das lädierte Knie von Patrick McCoy-Wilson (rechts).

In der zweiten Hälfte konnten die Cougars meinem guten Start auf 7:19 verkürzen. Dann kamen die Invaders aber wieder ins Rollen. Eine starke Defense ließ kaum Raumgewinne zu und in der Offense führte Hughes bravourös Regie. Der starke Runningback Grant erhöhte mit dem nächsten Touchdown. Dominic Ullrich und Julian Lühmann legten nach tollen Pässen von Hughes nach. Am Ende gewannen die Invaders, die bislang Tabellenfünfter waren deutlich mit 40:7. Für etwas Sorgenfalten sorgte Patrick McCoy-Wilson. Die Wide Reciever, der in den ersten beiden Spielen groß auftrumpfte, humpelte im dritten Viertel mit einer Knieverletzung vom Platz. Physiotherapeutin Claudia Leyder versorgte den US-Boy, der diesmal ohne Punkte blieb, sofort. Die Invaders müssen nun den Arztbesuch am Montag abwarten. 

Vorstandsmitglied Johannes Krupp freut sich über die Invaders

Siegeszug mit Fahne: Sahan Kilic und die Invaders feiern vor den Fans.

Nach nun zwei Siegen aus drei Spielen liegen die Invaders weiterhin auf Rang fünf in der Tabelle der GFL 2 Nord. Lübeck kassierte im vierten Spiel die erste Niederlage. Die Liga ist sehr ausgeglichen. Der Aufsteiger aus Hildesheim hat einen richtig guten Start hingelegt. Johannes Krupp aus dem Invaders-Vorstand war nach dem Erfolg überglücklich. "Ich freue mich über diese Mannschaft. Die Jungs machen sehr viel Freude. Auf und neben dem Platz. Ich glaube, wir hatten bei der Zusammenstellung des Kaders ein gutes Händchen. Auch mit Headcoach Marcus Herford scheinen Krupp und Co. den richtigen Trainer gefunden zu haben. Herford lobte sein Team nach dem beeindruckenden Sieg. "Das war eine richtig gute Performance", sagte Herford, der während des Spiels mit vollem Engagement bei der Sache ist. Beim Jubeln war Herford auch vorne mit dabei. Der Headcoach war nach dem Spiel aber schon schnell wieder bei anderen Dingen. "Die Jungs dürfen heute feiern, aber wir beschäftigen uns jetzt schon mit dem nächsten Gegner", sagte Herford. Am kommenden Samstag treten die Hildesheimer beim Tabellenletzten Hamburg Huskies an. In dieser Form ist der Aufsteiger auf einem guten Weg den nächsten Sieg einzufahren.

Autor: Stephan Gaube

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