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Der VfR Bornum hat das Auswärtsspiel bei der TuSpo Schliekum mit 0:2 verloren. Am frühen Sonntagmorgen erlebte die 1. Kreisklasse ein humorvolles Fußballspiel.
Am Sonntagmorgen um 11 Uhr musste der VfR Bornum bei der II. Mannschaft der TuSpo Schliekum antreten. Die wohl weiteste Auswärtsfahrt für die Vorharzer begann schon um kurz vor Neun Uhr. „Wir wollten eigentlich durchmachen, aber wir haben uns dann doch um halb Neun am Vereinsheim zur Abfahrt getroffen“, sagte Bornumers neuer Trainer Florian Bartels mit einem Lächeln im Gesicht. Den Humor haben sie beim Tabellenzwölften der 1. Kreisklasse B scheinbar noch nicht verloren und das, obwohl turbulente Tage hinter dem VfR liegen. In der vergangenen Woche warf Trainer Daniel Brüssler das Handtuch. Vier Punkte aus sieben Spieler waren dem Bornumer Urgestein zu wenig. Co-Trainer Bartels übernahm die Verantwortung und die Leistung seiner Mannschaft beim Tabellensechsten Schliekum war durchaus ordentlich. Zwar verlor der VfR mit 0:2, die Bornumer hielten gegen die spielstarke Bezirksliga-Reserve aber gut mit. In der zweiten Halbzeit schnupperten die Gäste sogar am Anschlusstreffer, aber Karfah Komah traf nur die Latte des TuSpo-Tores und Michel Liewald schoss freistehend über das Tor. So spielten Hassan Jaber, Imad Saadun und Kubilay Arslan im TuSpo-Dress das Spiel souverän zu Ende.

Für einen Lacher sorgte noch Schiedsrichter Ali Iskender. Der Unparteiische hatte die durchaus umkämpfte Partie jederzeit im Griff. Als Schliekums Sercan Alp-Mazlum den Referee Mitte der zweiten Halbzeit nach einer Behandlung fragte, gewährte Iskender dem Spieler die kurze Auszeit um sein Auge zu behandeln. Alp-Mazlum war scheinbar ein Tier ins Auge geflogen. „Willst Du eine drauf haben?“ fragte der Schiri den Spieler scherzhaft. „Nein, kann weitergehen, „, antwortete der Schliekumer und alle Beteiligten konnten sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. In Zeiten, in denen Schiedsrichter oft angegangen werden, war diese Aktion ein schönes Beispiel wie man miteinander auf dem Platz umgehen kann. Auf Augenhöhe und mit Humor. Das macht den Fußball immer noch zur schönsten Nebensache der Welt. Da nimmt man eine insgesamt 106 Kilometer lange Auswärtsfahrt in Kauf, auch wenn es am Ende mit einer Niederlage im Gepäck zurück in den Vorharz ging.

