Im dritten Saisonspiel hat der VfV 06 Hildesheim den ersten Saisonsieg eingefahren. Durch den 2:0-Erfolg beim SSV Vorsfelde darf sich Interims-Trainer Dominik Franke Hoffnungen auf eine Beförderung machen.

Titelbild: Die Hildesheimer freuen sich über die ersten Punkte. Foto: Anton Salge

Ist jetzt der Knoten beim Fußball-Oberligisten VfV Borussia 06 Hildesheim geplatzt? Nach zwei Niederlagen in der Liga und dem Pokalaus gegen Rehden hat der VfV am dritten Spieltag den ersten Saisonsieg eingefahren. Beim SSV Vorsfelde gelang dem Team von Interimstrainer Dominik Franke ein verdienter 2:0-Erfolg. Franke ließ in Vorsfelde die Stürmer Louis Malina und Mahdi Biso auf der Bank und ließ Neuzugang Elias Beck (Titelfoto) in vorderster Front agieren. Der Flügelflitzer machte seine Sache als „falsche Neun“ gut. Beck war indirekt am Führungstreffer beteiligt. Er kombinierte sich mit Joyce Luyeye-Nkula durch die SSV-Defensive und Luyeye-Nkula konnte nur durch ein Foul kurz vor dem Strafraum gefoult werden. Abwehrspieler Klaas Gatermann, der kurzfristig in die Startelf rutschte, zirkelte den ruhenden Ball zum 0:1 ins Tor (10.). Trainer Franke musste in Vorsfelde auf die Innenverteidiger Yannik Schulze (Patellasehne) und Sean Redemann (Mandelentzündung) verzichten. Zudem musste Gatermann nach 20 Minuten verletzungsbedingt vom Feld. Für ihn kam Linksverteidiger Batuhan Kavakli in die Partie. Kapitän Mohammad Baghdadi rückte für Gatermann in die Innenverteidigung. Nach dem Führungstreffer hatten die Gäste deutlich mehr vom Spiel. Ein zweiter Treffer wollte aber zunächst nicht fallen. Luyeye vergab noch zwei gute Chancen, zudem hatten Hady El-Saleh und Mohammed Bengharda Pech bei ihren Abschlüssen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit machten die Hausherren zunächst mächtig Druck. Die Hildesheimer Defensive hielt dem Druck Stand und das Franke-Team bekam das Spiel wieder mehr und mehr in den Griff. Ab der 74. Minute waren die Hildesheimer in Überzahl. Hugo Pörschmann hatte Beck regelrecht abgeräumt und sah die rote Karte. Mit einem Spieler mehr auf dem Platz wurde das Hildesheimer Spiel nochmal sicherer. In der 82. Minute machte der VfV dann alles klar und Mick Gudra traf nach einem Abpraller zum 0:2. „Das war der erste Schritt in die richtige Richtung. Die Mannschaft hat ein ordentliches Spiel gemacht. Wir hätten das Spiel schon eher entscheiden können“, sagte Omar Fahmy, der Vorstand Sport nach dem Spiel. Der Erfolg war auch ein Zeichen der Mannschaft. „Die Spieler haben heute das umgesetzt, was wir von ihnen erwarten. Um den endgültigen Turnaround zu schaffen, müssen wir nun daran anknüpfen“, sagte Fahmy. Der Sieg war nicht nur wichtig für die Moral, sondern auch für Interims-Trainer Franke, der sich nach dem Erfolg in Vorsfelde nun gute Chancen auf die Beförderung zum Chef-Trainer machen darf.