Die A-Junioren von VfV 06 Hildesheim haben das Finale im ARAG-Niedersachsenpokal gegen den Nachwuchs von Hannover 96 mit 1:4 verloren. Vor rund 500 Zuschauern in Barsinghausen hielt der Regionalligist vor allem in der zweiten Halbzeit stark dagegen, musste sich dem Bundesliganachwuchs am Ende aber verdient geschlagen geben.

Trotz der Finalniederlage blickt der VfV 06 auf eine starke Pokalsaison zurück, gekrönt von der erstmaligen Qualifikation für den DFB-Pokal der A-Junioren im August.
Dabei hätte die Partie durchaus einen anderen Verlauf nehmen können. In der Anfangsphase hatte Chima Uloona gleich zweimal die große Chance zur Führung, scheiterte im Eins-gegen-Eins jedoch am starken 96-Keeper Tom Lange und hätte einmal den besser positionierten Lennart Plat bedienen müssen. Stattdessen fanden die „Jung-Roten“ anschließend immer besser ins Spiel und nutzten ihre starke Offensivphase konsequent aus. Innerhalb von nur 15 Minuten zog Hannover 96 auf 3:0 davon und stellte die Hildesheimer damit vor große Probleme. Erst traf Kevin Ahlberg per Schlenzer, dann acht Minuten später legte Robin Stolpe nach sehenswerte Kombination per schöner Direktabnahme ins kurze Eck nach. In der 20. Minute sorgte dann Kapitän Pepe Lorenz per Kopf nach einem Freistoß vorerst für klare Verhältnisse. Erneut nur kurze Zeit später hätte es für die Plaschke-Elf noch dicker kommen können, doch Kevin Ahlberg blieb der zweite Treffer durch eine Abseitsstellung verwehrt. Die Hannoveraner zeigten in der ersten Halbzeit ihre ganze Klasse, kombinierten sich temporeich durch die Ketten und spielten technisch ansehnlichen Offensivfußball.
Kurz vor der Pause jedoch brachte Cenan Aslan den VfV 06 mit einem Distanzschuss zum 1:3 wieder etwas heran. Gleichzeitig verhinderte Schlussmann Kristers Millers mit mehreren starken Paraden einen noch höheren Rückstand. Der erst 17-jährige Keeper zeigte auch nach dem Seitenwechsel eine starke Leistung und hielt seine Mannschaft mit weiteren Glanzparaden im Spiel.

In der zweiten Halbzeit präsentierten sich die Hildesheimer deutlich stabiler und konnten die Partie lange offen gestalten. Der erhoffte Anschlusstreffer wollte jedoch nicht mehr fallen. Einige Angriffe wurden nicht konsequent und klar genug ausgespielt, zudem die Kräfte bei den jungen VfV-lern sichtlich immer weniger wurden. Stattdessen sorgte Oskar Schwarz in der 80. Minute mit dem 4:1 für die endgültige Entscheidung zugunsten von Hannover 96.
Trotz der Niederlage gab es nach dem Schlusspfiff viel Applaus für die Mannschaft von Trainer Plaschke, die eine starke Saison spielt und in der Regionalliga weiterhin die Top Drei anvisiert. Dass der Gewinn des Niedersachsenpokals für Nicht-Bundesligisten nahezu eine Ausnahme ist, zeigt auch ein Blick auf die Statistik: In den vergangenen 30 Jahren ging der Titel fast ausschließlich an die Nachwuchsleistungszentren von Wolfsburg, Hannover, Braunschweig oder Osnabrück.
Für den VfV 06 bleibt dennoch eine herausragende Spielzeit und mit der Teilnahme am DFB-Pokal der A-Junioren wartet im August bereits das nächste Highlight.